Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1914
- Issue
- Nr. 10 - Dezember
- Date
- 1914-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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hier so- Geder Im der Maß ege eine das eine :hrst Geeine «Jann du isen, ireuideelle Moment an zwei Stellen bemerkens|wert zur Geltung. In zwei größeren Abschnitten ist die Rede einmal von der Begründung und dann von. der Erhaltung der menschlichen Seilschaft vom jüdischen Standpunkte aus. Im Teil spielt alles, was die FamUie, die Stellung Frau und Mutter betrifft, eine bedeutsame Rolle zweiten Teil finden wir die Hauptgesetze jüdischen Sozialordnung: Sklaven- und Armenrfecht Lohngesetze und Pfandrecht, Vorschriften über und Gewicht, 'Tierschutz und Gesundheitspf „.Beiden Teilen geht eigentlich unvermittelt je Kriegsvorsehrift voraus. Die erste betrifft kriegsgefangene Weib. „Wenn du zum Kriege deine Feinde ziehst und unter den Gefangenen schöne Frau siehst, die du dir zürn Weibe beg und in dein Haus bringst: dann lege sie ihr fangenenkleid ab, wohne in deinem Hause, bew Vater und Mutter einen Monat lang, und erst magst du sie dir zum Weibe nehmen. Begehrsjt sie aber nicht mehr, so mußt du sie frei entla darfst sie nicht um Geld verkaufen, darfst nicht los gegen sie sein, nachdem du sie gequält Also: auch im Kriege sieh im Weib, wehr- und schutzlosen Weibe Feindes, den Grundstein der njens liehen Gesellschaft! Achte die wei Würde und mißbrauche nicht dein Wie tönt diese Mahnung als eine schreckliche klage herein in unsere Kulturzeit! Welch röhe letzung dieses Schutzgesetzes der Frau im Fein haben' sämtliche Kriege der Neuzeit, und in erschreckendem Umfang, zur Folge gehabt! . Der zweiten, die Erhaltung der menschli Gesellschaft betreffenden Gesetzesgruppe geht Reinlichkeitsvorschrift für den Krieg voran, du ins Lager ausziehst wider deine Feinde, so dich vor jeder häßlichen Sache. Eine Gelegi sei dir außerhalb des Lagers und dorthin sollsi hinausgehen. ...... Denn der Ewige, dein wandelt in der Mitte deines Lagers und dem soll heilig sein." Also: Auch im Kriege fülle d i ePJ s i 111 i c h e n und ges-undh liehen Pflichten gegen die mens liehe Gesellschaft! Auch im Kriege laß nicht gehen, verleugne nicht die Anstandspflicht dich und deine Umgabung, erniedrige nicht eigene Würde und die Achtung der anderen vor auf denen ja der höhere Zusammenhang der heit beruht. Wie schlicht und groß, aber auch unerreicht, im niedrigsten Befürfnis das höchste mensch- Erfordernis aufweisend! Aber auch wie klug, vorausschauend für alle Zeit und Zukunft, wenn bedenken, daß hier eine Vorbeugungsmaßregel eisten geschaffen ist gegen den hauptsächlichen Ursprung der schweren Krankheiten und Seuchen, die im wider Sicherheit last." geblieben Herren r|echt. An- Verre i liehe wie wir. all Kriege oft mehr Schvert und Blei. - Was ich im Kriege Kriege, dem wir }u Schi :ksalsereignis, e; Umlehrung aller staue en mit ihr, noer Nied er vollen diese r einen hafti i m des chb iche Verweltlichung desland Ungerechten welch Nationen :hen und eine' — asiatische „V enn hüte heit du Gott L ager trag e r - itchdich sehe wohl liehe zei prob e gegen brechen t|eine sehr «es, dir, mehr Menschunsere und — — nschaften hinwegraffen, als der Bibel lese, inj heutigen st wie einem ungeheuren Umwertung aller Werte, einer griffe und Tatsachen gejgenüber- \ch' lese"" aus ihr Ruhe und Ordnung, Und Besonnenheit, mit denen sie steh auch dieser Tatsache abzufinden weiß. Ich lese aus daß sie im Kriege erblickt weder ein Verhängnis eine Züchtigung. Wir sind in dem Auf und unserer jählings aufgeschreckten, in den macht- Ereignissen durcheinanderwir.belnden Gefühle Auffassung oft sehr nahe gewesen. —! Auf der Seite erschien uns das alte Fatum in seiner leib- »en Gestalt, und die bange Frage, wo denn Gott sei, hat sich auf unsere Lippen gedrängt, haben wir uns reuig an die Brust ge- und uns eingestanden, daß wir mit unserem und Luxus, mit unserer Veräußerlichung und garnichts anderes verdient hä|tten. Im der Bibel scheint mir diese Auffassung ebenig zu liegen, wie sie geschichtlich begründet ist. Krieg kommt an die Gerechten, wie an die Andererseits klop t Prunk erv Geis sowejn Der entnervte Verweichlichte, entsittlichte, sehen 'wir heute mit bewunderungswürdiger Tapferkeit jeden Fußbreit ihres Landes verteidigen, dagegen von der Kultur unbeleckte euiropäisch- Horde.n sich ohne Schwertstreich zu Zehntause(nden ergeben. Nicht Verhängnis oder Züchtigung nt mir der Krieg im Geiste der Bibel zu sein, aber eine Aufgabe, eine große,. gewa tige, sitt- Aufgabe, in der unsere besten Triebe un<f Kräfte, t\j/eilig durch das Alltagsleben verdeckt" und in der n Ruhe friedlicher Zeiten nicht beansprucht, wieeferüm zum Vorschein kommen und sich zu ern haben. in Vorwärtsschreiten im Gottesgang der Dinge, und Welten ist der Krieg:y E|n Unterdes langsamen und kaum bemerkbaren Fortbei dem unser Wollen eigentlich gar nicht in die Erscheinung tritt/ und ein Aufpeitschen s ganzen Willens und Strebens zu den letzten höchsten Zielen. „Wenn du siehst, wie1 sich Menschen