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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-12-01 · Nr. 10 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 10 - Dezember
Date
1914-12-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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haben Leute in Rußland, denen die russischen Juden ijiren bisherigen Ruf und ihre Knechtung verdanken, diese sind) die zum Kriege mit Deutschland gehetzt Ein besseres Los erhoffen"''wir auch für die langer Zeit bei uns ansässigen russischen Diese ausländischen Glaubensgenossen werden bei den hiesigen Behörden als „Russen" geführt haben aber mit dem Moskowitertum nichts Viele von ihnen verstehen von der russischen blutwenig. Bereits in ihrer HsJmat haben sie mit deutschen Dichtern und Denkern beschäftigt deutsche Bildung und deutsche Kultur in sich genommen. Um der Knute des Zarismus zu kamen sie hierher, oblagen mit Eifer ihren oder gingen ihren sonstigen Berufen nach und nichts sehnlicher als die Erwerbung der * Staatsangehörigkeit. Leider wurde sie ihnea bishefr" nicht zum geringsten Teil infolge der antisemiti Strömung — verweigert. Selbst solche Familien, Jahrzehntelang hier leben, und deren Kinder deutschem Boden geboren und in deutschen erzogen wurden, konnten die Einbürgerung nicht langen. Nach dem Kriege dürfte es auch in di Richtung besser werden. Die Regierung dürfte sehen, daß die Aufnahme braver und n Menschen, deren Wiege zufällig in einem Lande gestanden hat, deren deutsche Gesinnung über allen Zweifel erhaben ist, dem Staate nur Nutzen gereichen kann. Aufgabe maßgebender jü Organisationen wird es nun sein, über aufzuklären und die Einbürgerung zu erw Und diese Aufklärung dürfte nicht schwer fallen, auch Deutschland durch den Krieg große Verluste ^Qfenschenleben erlitten hat; und da die Abnahme weutschen Bevölkerung in den letzten Jahren des bekannten Geburtenrückganges berechtigte ben ien. seit Ju ien. /war sie genlein. Spr; che sich und lufentrin ien, Studien erstrebten deutst hen itisc rten' die auf ■ erifcser in- Schnlei £ber 2 um disc her die Regierung iiarirjeen. da an der infolge Besorg- Von Br. Rabbim r Dr. Ros „Worte, nichts als Worte geben zu körinen, in Und dieser Zeit großer Taten und einher gewaltigen Tat- Völk|erkri geschichte, ist beschämend wenig und beschämend mit armselig." Mit diesem Bekenntnis hat vor wenigen Wochen der Frankfurter Professor Dr. Theob. Ziegler einen Kriegsvortrag in Stuttgart eingeleitet. Das glei Bekenntnis drängt sich jedem auf die Lippen unc die Feder, der in diesen schicksalschweren Tagen i ber das den ftrieg in der Oeffentlichkeit spricht oder schreibt, dem nis hervorgerufen hat. Ein Zuwachs an brauchbarem Metischenmaterial dürfte somit nur willkommen sein. Und noch eine Hoffnung knüpfen wir an dem gegenwärtigen Krieg. Wie die Gewitter die Luft reinigen, so werden .auch die Stürme, die jetzt den Erdball erschüttern, die bösen Leidenschaften und Instinkte hinwegfegen, die zu diesem furchtbaren Kriege geführt haben. Die Völker werden aus dem blutigen Rausche erwachen und mit Schaudern auf die Verheerungen zurt ckblicken, die sie angerichtet, auf die vielen Hoffnunjen, die sie gebrochen, auf die vielen blühenden Menschenleben, die sie zerstört und die vielen Kulturwerl e, die sie vernichtet haben. Voll Reue und Zerknirschung werden sie' zu den Heilslehren der wahren Religion zurückkehren, die . Haß, Neid und Rache verbietet, dagegen Liebe, Milde und Versöhnlichkeit gebietet. Die Edeldenkenden und Gerechten allerNationen werden sich in ihrer Friedfertigkeit zusammentun und mit ihrem Einfluß dafür eintreten, eine Versöhnung unteden Völkern herbeizuführen und die frevelhaften Störnnfriede, die durch ihre Habsucht, Ländersucht und Rachsucht den Weltbrand entfacht haben, aus der Mitt<; der zivilisierten Völker auszustoßen. Dadurch wird Was ich in Kriegszeiten aus der Bibel lese. che in empf über — 149 ein wahrer Weltfrieden angebahnt werden, der ützlic her auf anderer Grundlageaufgebaut sein wird als die anderen s.Z. in Ha|ag inszenierte Friedenskomödie. Dann, so hoffen wirj werden die messianischen Verheißungen1 j unserer Propheten in Erfüllung gehen: „Kein Volk wird fürder gegen das andere das Schwert erheben und nicht mehr werden sie das Kriegshandwerk erlernen rtiüssen;" vielmehr werden sie sich zu einem Bunde zusammenschließen und das große Reich der Lieb: und Gerechtigkeit gründen. Im friedlichen Wettkampf werden dann die Nationen ihre Eigenart, ihre Vorzüge und Fähigkeiten zum Segen der Menschen entwickeln und entfalten. enthal-Cöln. dennoch wird der gegenwärtige* Welten- und ieg nicht nur mit dem Schwert, sondern auch e|em Wort ausgefochten. Wir haben es erlebt und es immer noch, wie das Wort, das Wort der , Heuchelei und Verdrehung als furchtbare Waffe uns in diesem Kriege gehandhabt wird und Schaden in der Welt anrichtet. Wir nden es deutlich, daß wir dem Wort der Lüge <1er Wahrheit entgegen setzen und so auch mit Worte irr diesem Kriege kämpfen müssen, um erleben Lüge, gegei unermeßlichen

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