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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-11-01 · Nr. 9 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 9 - November
Date
1914-11-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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"i norm an höheren und hohen Schulen gerade gegenwärtig mit der giößten Strenge' durchgeführt? Was hat sich denn im russischen , Beamtentum, was in der Psyche der eehtrussischen Leute, geändert? Eine bedeutsame Aendeiung hat der Krieg 'allerdings gebracht: der Moskowiter hat zu seiner Hi.fe ' den Mo::go'en herbeigerufen nnd durch sein Beispiel die eigeueFertigkeit in Menschenschindern, in Habgier und Blutdurst noch erhöht. Schon kommen >'üs Rußland-Nachrichten über neue Pogrome, schon beginnt, man die Juden atls die an dem mangelnden kriegsglück Schuldigen zu bezeichnen und als Opferlämmer. auf$ Korn zu nehmen. Die wahre Gesinnung :des echten' Russentums verrät die uns aus Zürich zugegangene. M«Jdung der Rus.sko.je Snatnja, die in-ihrem bl>nden Haß gegen die'.schmutzigen JuJen" — .einen ar>de'reu Ausdriicle gebraucheu diese Freunde des "Herrn Zangwillniemals.4sogar so. weit gehen, dä-ß'sie die .angebliche, ZersfÖrring von Löwen deswegen gutheißen, Weil es;,«jne verpestete Judensiadt ist wie unser Berclijs<jliew'?. Sie ' mächenes dem •»• - >•■•■. - •'. > -. ■ , . Deutschen'/Kaiser,-' feinem Knecht .deis jüdischen Kaprtdls.", und- 'dem Präsidenten yPHsbri., „in dessen Adem schmutziges jüdisches Blut fließt", zuni Vorwurf, iiaß sie die Zerstörung von Paris durch Ze.ppeline gehindert habe«. Paris,' das' seit Jahrzehnten/seine Arbc-it, seiiie Intelligenz und seinen Reichtum, hin- ' opfert,* um die Blutsauger' des Zarenreiches hochzuhalten, selbst Paris finefej wegen ^seiner/Juden und seiner Millionen" vor den, Augen dieser Mordbrenner keine Gnade. Das tst zwar' heller Wahnsinn, aber' das ist die bluttriefende .Fahne"', d.er echlrüssischeri' Lerne,, die Herr ZangwilP nütt' .vötantrageu will,' für die. er von den "Juden der neutralen Lander Schutz und' Deifkung fordert.. *T _'.''' ." Welche Garantien bringt! er*-dafiir mit, daß die russischen Juden rii€ht\\\ eiterleiden vw'erden? Versicherungen, .die. er im Veriaüfe eines Gespräches von Sir" Edward Grey zu empfangen die Ehre hatte , Versicherungen Von, Sir Edward GFty, wer denkt da nicht an Hamlets" ..Worte, Worte, nichts .als Worte"? yt\T 'soll 'auf Versicherungen Gieys .bauen, dem sogar von' einem Teil seiner eigenen Parteigenossen in aller Oet'tentlichkeit der Vorwuffder Doppelzüngigkeit gemacht wird? Er hat. stiu eigenes Volk ' Verraten . und sollte Skrupel empfinden, nach dem Kriege die.Sache der Juden von sich zu weisen? Und selbst, wenn er den Willen hätte, sein Wort einzulösen, welche Möglichkeiten besitzt er, den Versprechungen die Verwirklichung'fotgen zu lassen? Was wird SirEdwarGrey tifh, wenn diePartei der Großfürsten nach dem Siege der panslawistischen Idee und der heiligen, russischen Kirche sich die Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Zarenreiches und in die Gesetzgebung über die Ungläubigen verbittet? Vestigia terrent, wir kennen ja die Energie Greys, dieses Totengräbers aller Freiheit, zur Genüge; wir wissen, daß er noch hie einen Schritt zu Gunsten der russischen Juden unternommen hat. Es ist gerade ein Jahr her, daß. der Bei Iis-" prozeß verhandelt wurde, dafi das Gewissen der ganzen Welt sich gegen diesen schamlosesten Versuch eines Rechtsbruches aufbäumte. Wer weiß, in wie vielen VeiSammlungen Zangwill damals piäsidierte und sprach, um die Kulturwelt über das Rechtsbewußtsein des russischen Justizministeriums, seiher Staatsanwälte und seiner vereidigten.Gutachter aufzuklären? Die ganze K uj t u r w e 11 yw für' diesen Entrüstungsschrei empfänglich, Herr G r e y aber lehnte es ab, eine Deputation der, englischere Juden zp empfangen und von ihr einen Bericht üben' die bedrohliche Lage von Millionen unschuldiger Opfer entgegenzunehmen. Denn Herr Grey segelte schon damals im Schlepptau der russischen Politik und hütete sich wohl, gegen den 'Stachel der echtrussischen Leute zu locken. j . p ' Das ist die Wahrheit über~Hcrnl Grey, die Herr Zangwi1| selbst sicherlich noch durch ganz andere Züge der brutalen Verblendung dieses Staatsmannes ergänzen könnte. Zangwill hat in der ihm eigenen witzelnden Weise von einer wetßen und eitler schwarzen Sache gesprochen. Was er vertritt, das ist die Sache der schwarzen H u n d e r t, der Todfeinde des jüdischen Volkes. Wer ihm Folge leistet, macht sich eines fluchwürdigen Verbrechens an der judenheit schuldig Von .-welcher Seite sie selbst die Freiheit erwarten, das haben die Juden Polens^kurz und bezeichnend dadurch zum Ausdruck gebracht, daß sie die deutschen und österreichischer Truppen als ihren „Moschjacb" begrüßen. Nur durch unseren Sieg kann ihnen die E r I ö s u n g'!. i m m e n! ';.".'

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