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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-07-01 · Nr. 7 - Juli · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 7 - Juli
Date
1914-07-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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das Heim dem Orden B. B. untersteht, hat es 2500 Patienten beherbergt, davon 2000 vom sicheren Tod« gerettet. Im laufenden Jahre soll ein Fond von 4 000 000 M. zur dauernden finanziellen Fundierung des gewaltigen Werkes aufgebracht werden; ein Freund des Heims hat bereits mit. einer Zeichnung von 40 000 Mark den Anfang gemacht. — Bekanntlich hat der Staat Colorado dasselbe milde Klima und dieselbe tropische Vegetation wie Italien,das Sonneiiland, das noch für den Orden zu erobern gilt- In weiter Ferne w'nkt die Möglichkeit einer Auf hissung des B. B.-Banners auch in Italien, denn auf der nunmehr zu Italien gehörigen Insel Rhodus ist von Kairo aus eine Arbeitsstätte unseres Ordens die "Ebn Esra Loge", ins Leben gerufen worden- Eine günstige Vorbedeutung für das Aufblühen des jüdischen Gemeindelebens auf italienischem Boden ist der freundliche Empfang, den der Herzog der Abruzzen, der Vetter des Königs Viktor Emanuel, den Vertretern d er Judenschaft zu Rhodus, unter denen sich auch Brüder der neuen Loge befanden, bereitet hat. Den "B. B. News" zufolge sagte der Herzog, die türkischen Juden, die das Kriegsglück nunmehr zu italienischen Slaabtürgein gemacht habe, körnten versichert sein dafT ihre Lage sich gegen früher nicht verschlechtert habe: „Wo ha iens Banner weht, da ist kein Platz für Rassenhaß " Hoffentlich werden die Brüder der neuen Loge den Ordensgedanken nun auch nach Rom, Turin Florenz, Mailand und Venedig verpflanzen und dem jüdischen Gemeindeleben in dem herrlichen Lande zu' seinem einstigen Glänze verhelfen. - Leider ist die Zahl der Juden, welche die türkische Nationalität mit der italienischen vertauschen mußten, nur gering: im ganzen hat nämlich die Türkei 130 000 Juden verloren, von denen 20-30 000 jetzt serbische, 10000 bulgarische und fast 100000 griechische Staatsbürger (Saloniki!) werden; Griechenland, wo bisher nur 7000 Juden (Korfu und Athen) lebten, ha, somit den größtenZuwachs an jüdischer Bevölkerung erhalten. Schon fängt die griechische Regierung mit einer Politik der Nadelstiche gegen die Juden an indem sie den Markttagin' Saloniki auf den Sabbat verlegt hat, um den Juden den Wettbewerb mit den geriebenen griechischen Geschäftsleuten zu erschweren. Die Konstantinopel-Loge, die sehr gut, zielbewußt arbeitet, hat jüngst eine Darlehnskasse gegründet, um*verarmten und verarmenden Glaubensgenossen zu helfen; sie hat ferner 3000 Francs an die Serbien- Loge und 1000 Francs an die Adrianopel-Loge zum Zweck der Unterstützung der durch den Krieg geschädigten Glaubensgenossen gespendet Ihr nächstes Ziel ist die Gründung einer — für das Morgenland Ieider sehr nötigen — jüdischen Blinde nanstalt. Eine Sammelliste, welche bei den .Brüdern der Konstantinopel-Loge in Umlauf gesetzt wurde, ergab sofort 600 Francs an Jahresbeiträgen. Eine moralische Stärkung ihres*"Einflusses und Ansehens erwartet die genannte Loge von der Teilnahme des neuen Gesandten der Union bei der Pforte, Br. Henry Morgenthau, an ihren Arbeiten. Im Namen der Großloge wurde Br. Morgenthäu bei seiner Ankunft in Konstantinopel von einer Abordnung begrüßt. Der Gesandte gab in seiner Erwiderungsansprache seine Liebe zum Orden und sein Interesse für dessen Wirksamkeit zu erkennen und versprach, sich aller gemeinnützigen Angelegenheiten der Loge und der Gemeinde anzunehmen, die Logensitzungen zu besuchen und das Protektorat über die von ihr zu veranstaltenden Festlichkeiten gern zu ijbernehmen. Aus den amerikanischen Logen ist diesmal nicht viel zu berichten. Von Interesse ist die Gründung einer B'nai B'rith-Bibliothek an der Universität des Staates Illinois, ein Unternehmen, welches jüdischen Studenten die Möglichkeit gewähren soll, sich über alles Wissenswerte in Bezug auf Judentum und Juden zu unterrichten. Die Großloge des 6. Distrikts hat es übernommen, durch einen Jahreszuschuß sowie durch Sammlung freiwilliger Beiträge die erforderlichen Mittel aufzubringen. Die Großloge des 1. Distrikts hat an alle Rabbiner ihres Geschäftsbereichs die Bitte gerichtet, in einer oder mehreren ihrer. Predigten den Orden zu erwähnen und zum Anschluß an ihn aufzufordern. Einer seltsamen, und doch für die Gemeinde i wichtigen Aufgabe unterzieht sich die Mischan-Loge zu Kalamazoo (Michigan), indem sie die jüdischen Einwohner der Stadt ausfindig macht und für ihre Heranziehung zu den Kultussteuern sorgt. Dieselbe Loge läßt sich auch den Arbeitsnachweis für unbemittelte Einwanderer angelegen sein. Zum Schluß noch ein Kuriosum i jedes männliche Mitglied der Familie N. Paul zu Charlotte (Nord- Carolina) gehört dem Orden an: der Vater ist Mitglied, der Sohn D. B. Paul ist Mentor der Charlotte-Loge; der älteste Sohn A. A. Paul ist Vizepräsident der Asheville-Loge; ein weiterer Sohn, W.J.Paul, ist prot. Sekretär der Charlotte-Loge; der Schwiegersohn,

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