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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-07-01 · Nr. 7 - Juli · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 7 - Juli
Date
1914-07-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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die Belegung von Krankenhäusern mit Großlogensch western sei. Punkt 5: „Zahlung der Beiträge für die Angestellten-(Reichs)Ve^Sicherung durch die Station" wird auf Vorschlag des Br. Metzehberg debattelos augenommen. Punkt 6: ß&Tgschaft von Lehrschwestern. Die Erfahrung hat gelehrt, daß wir manche Schwester noch während ihrer Pflichtzeit aus irgend einem Grunde entlassen müssen, so daß die Großloge die für eine solche Schwester aufgewandten Ausbildungskosten verloren hat. Der Arbeitsausschuß glaubte daher vorschlagen zu sollen, daß von den Lehrschwestern bei der Annahme eine bestimmte Kaution^ etwa in der Höht von 300 M, gestellt oder eine Bürgschaft von Seiten des Vaters oder eines Verwandten beigebracht werden soll. Der Arbeitsausschuß hat sich auch mit dieser Frage an Br. Auerbach-Cöln gewandt, der auf diesem Gebiete reiche Erfahrung besitzt. Aus seiner Antwort ist zu entnehmen, daß die Einrichtung der Kautionsstellung (rückzahlbares Lehrgeld) beim Cölner Verein nicht bestehe, wohl aber bei allen Br. Auerbach bekannten nichtjüdischen Vereinen, z.B. bei den Viktoriaschwestern, Aliceverein, Rotes Kreuz. Katholischer Fürsorjjeverein usw. und von den dem D. V.J K angeschlossenen Vereinen bei dem Stuttgarter. Die. Höhe der Kaution schwankt zwischen 103 und 303 M Referent Br. M e t z e n b e r g gibt de"r Versammlung zu erwägen, ob nicht auch die Großloge eine solche Kaution einführen solle. In der Aussprache, an der sich die BBr. Blumenfeld, Dr. Israel, Marx und Liebhold beteiliget*, spricht sich Br. Liebhold dafür aus, die übrigen Brüder gegen die Stellung einer Kaution. Die'Forderung einfr Bürgschaft könnte manche Bewerberin von der Ergreifung;des Krankenpflegeberufes abhalten. Um die Lehrschwestern der Organisation zu erhalten, wären andere Mittel, wie Ehrenbestimm u n gen, dienlicher. Im übrigen werde ja eine solche Schwester als kontraktbrüchig angesehen und Könne in einem Verein oder einer größeren Organisation nicht mehr aufgenommen werden; sie müsse dann als „wilde Schwester" ihr Leben fristen. Die Anregung wird mit allen gegen zwei Stimmen abgelehnt. m - Punkt 7: Die Frage, ob die Großloge Schwestern bei der Verhei ratung Hochzeitsgeschenke machen soll, wird von den Brüdern verneint. Das sei Sache der Stationen, die gegebenenfalls den Schwestern auch Beihilfen aus dem Gemeinde-Brautausstattungsfond gewähren können. Punkt 8: Es wird beschlossen, dem Generalkomitee die Vorsitzenden der neu gegründeten Stationen, Br. Blumenfeld-Berlin und Br. Braunschweiger-Würzburg, zur Kooptation in das Krankenschwesternkomitee vorzuschlagen. Punkt 9: Br. Metzenberg berichtet, daß es den Bemühungen des Arbeitsausschusses gelungen sei, für die Schwestern Sommerfrischen zu ermäßigten Preisen resp. Freistellen zu erwirken und zwar in Kolberg, Misdroy, Zoppot, Hirschbenj und Schlachtensee bei Berlin. Er spricht dabei den Wunsch aus, daß die Stationsleiter auch ihrerseits mit zu ihnen in freundschaftlicher Beziehung stehenden Heimen wegen Gewährung solcher Preisermäßigungen in Verbindung treten möchten. Br. Metzenberg gibt dann einen zusammenfassenden Bericht über den Stand der Schwestern, wie er in der April-työmmer der Monatsberichte zum Abdruck gelangt ist. Er bittet, daß besonders die Mitglieder des Krankenschwesternkomitees jn ihren Kreisen sich bemühen möchten, uns geeignete Mädchen und Frauen als Bewerberinnen zuzuführen. Br. Maretzki macht einige Mitteilungen über die von ihm besuchten Stationen Wiesbaden, Mannheim und Würzburg sowie über die hiesigen Lehrschwestern. Sie arbeiten nach den Urteilen des Herrn Generalarzt Scheibe zur Zufriedenheit und berechtigen zu der Hoffnung, daß aus ihnen tüchtige Schwestern werden. Er dankt bei der Gelegenheit Br. Hirsch für eine Spende von 100 M„ die er dem Krankenschwesternkomitee anläßlich der Vermählung seiner Nichte übersandt hat. Ferner dankt er Br. Metzenberg für dessen andauernde Unterstützung. Ohne seine Mitarbeit hätte Redner den Vorsitz im Krankenschwesternkomitee nicht weiter führen können. Auch wären die Arbeiten nicht so erfolgreich gewesen ohne die rastlose Hingabe des Br. Metzenberg, der trotz vieler Aergernisse sich von seinem Wirken nicht hat abhalten lassen, Br. W o 1 f f bringt Dankschreiben eines Oberstaatsanwalts in Dortmund und eines Oberpostsekretärs in Bochum-zur Kenntnis, bei denen die Schwestern Flora und Nanny gepflegt haben. Die Versammlung nimmt von dem Inhalte dieser Briefe mit Genugtuung Kenntnis. Maretzki bemerkt noch dazu, daß wir die Schwestern erziehen und ermahnen müssen, ihren Beruf von höherer Warte aus aufzufassen, damit sie überall Anerkennung und Wertschätzung finden

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