Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1914
- Issue
- Nr. 7 - Juli
- Date
- 1914-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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regende Vorgange. Uns tut not die Ausschaltung aller erregenden Einflüsse für unsere vielgeplagten, angespannten Nerven. Unser Gemüt, von des Tages Eindrücken hin und her gezerrt, braucht Beruhigung ■ unser Geist, tausendfach in Anspruch genommen, bedarf der Entspannung, nicht der Ueberreizung. M. Vorschläge zur Hebung des Logenbesuchs. > Br. Dr. Grünwald-Erfurt macht folgende Vorschläge einer Statutenänderung: 1. Jedes Mitglied einer Loge ist verpflichtet, _ wenigstens dreimal (oder fünfmal) im Termin seine Loge zu besuchen. 2. Besucht ein Mitglied ohne triftigen Grund drei Jahre hintereinander seine Loge gar nicht, so ist die Loge berechtigt (nicrjt verpflichtet), einen solchen Bruder ohne weiteres auszuschließen Jeder neu aufgenommene Bnuder soll vor seinem Eintritt auf die betr. Paragraphen besonders aufmerksam gemacht werden. Von dem zweiten Vorschlag erwartet Br. Grünwald eine besondere Aufrüttelung der säumigen Brüder. Er wünscht eine Besprechung seiner Vorschläge durch die Logenverbände zwecks Erreichung eines entsprechenden Antrages an die Großloge. Wir verhehlen nicht, daß gegen die Vorschläge von Br. Grünwald erhebliche Bedenken vorliegen; besonders der Vorschlag 1 ist bereits mehrfach in deutschen Logen aufgetaucht. — Wir stellen aber die gemachten Vorschläge gern zur Diskussion, < \ Sitzung des Krankenschwesternkomitees. Berlin, den 17. Mai 1914, vormittags 91 . Uhr im Logenhause, Kleiststr. 10. Anwesend sind die Mitglieder Maretzki, Metzenberg, Hirsch - Berlin, Liebhold - Heidelberg, Marx - Worms, Bacher-Magdeburg, Eger-Chemnitz, Wolff-Dortmund, Landsberg - Stettin, Strauß - Hannover, Blumenfeld, Dr. Israel und Dr. Steinharter von der Berliner Station, die Damen Schwarz, Wagner, Löwenstein. Während der Sitzung erscheint auch Br. Großpräs. Timendorfer, der von Br. Maretzki aufs herzlichste begrüßt wird. Entschuldigt fehlen die BBr. Schleyer - Posen, Wertheim - Barmen, Cahen - Cöln, Hartog - Mannheim, Lahnstein - Wiesbaden, Braunschweiger - Würzburg, Hirschberg-Danzig. Unentschuldigt fehlen die BBr. Feldmann-Stuttgart und Belmonte-Leipzig. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung um 9; , Uhr mit Begrüßung der Erschienenen und bemerkt, daß das Krankenschwesternkomitee zusammenberufen worden se,i zur Aussprache über prinzipielle Punkte, damit der Arbeitsausschuß gegebenenfalls Richtlinien für wichtige Verfügungen habe. «r-'. Ueber den Punkt 1: „Rechte der Stationen »n bezug auf Aniulimeoder Ablehnung einer Schwester" referiert Br. Metzenberg. Er führt aus: Der Arbeitsausschuß hat einer Station eine^Schwester vorgeschlagen, die aber von dem Kuratorium* der Station mit der Begründung abgelehnt worden ist, die von ihm eingezogenen Erkundigungen hätten ergeben, daß. die betreffende Schwester für die dortigen Verhältnisse nicht geeignet' sein würde. Der Arbeitsausschuß ist der Ansicht, daß durch solche Ablehnungen seine Dispositionen über den Haufen geworfen werden. ^Auch glaubt er, daß eine straffe Organisation unter diesen Umstaifden nicht durchzuführen ist, wenn nicht in derPlenarvefsammlung festgelegt wird, daß die Stafionierung der Schwestern von ,der Zentrale aus geschehen müsse. Die Stationen müssen zu dem Arbeitsausschuß das Vertrauen haben, daß er ihre Wünsche gern berücksichtigt, daß er aber überdies das Wohl "der üesamtorganisation im Auge haben müsse. FeWt dieses Vertrauen, so wird der Arbeitsausschuß zu einem Stellenvermittlungsbüro für Krankenschwestern herabgedrückt. An Beispielen zeigt der Referent, wie leicht es ist, sowohl über eine duFch die Großloge ausgebildete Schwester als auch über eine von t iner anderen Organisation .übernommene zuweilen ungünstige Berichtezu erhalten, die die Station bestimmen ' können, solche Schwestern abzulehnen. Derartige Auskünfte stammen in der Regel aus ein und derselben Quelle und beruhen bei genauerer- Prüfung nur auf Lappalien persönlicher Natur, die mit der Arbeitsfähigkeit der Schwester garnichts zu tun haben. Auch der Arbeitsausschuß kennt diese ungünstigen Berichte; er geht ihnen aber genauer nach und dort, wo sie nicht stichhaltig genug sind, ignoriert - er sie und nimmt die betreffende Schwester trotzdem an. Die Stationen, die sich auf Prüfung derartiger Auskünfte nicht einlassen, lehnen dagegen eiqe derartige Schwester einfach ab. Referent bittet daher die Versammlung zu beschließen; daß bei Ueberweisung von Schwestern durch den Arbeitsausschuß die Station gehalten sein muß, solche Schwestern anzunehmen. Br. Maretzki unterstützt die Ausführungen des Referenten und meint, es könne auch vorkommen, daß eine Schwester sich einmal füf die lokalen Verhältnisse nicht eigne. In diesem Falle sei es abe