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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-05-01 · Nr. 5 - Mai · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 5 - Mai
Date
1914-05-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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j Jugendvereine und Mädchenheime sind jedoch zwei getrennt zu haltende Organisationen. Erstere wirken segensreich, indem sie (kr Jugend beiderlei Geschlechts Belehrung und Anregung bringen, sie anweisen, ihre freien Abende gut auszufüllen. — Unsere Mädchen aber, besonders die ganz jungen, ortsfremden, brauchen mehr. Verlangt doch jede einzelne von ihnen für ihr privates Leben nach einer Umgebung, sich wohl und zuhause fühlen kann heimen herrscht familiäres Leben. in der sie In den-Mädchen- Die Insassinnen Aus dem Verbände der Frauenuerelnisungen der U.O.B.B. Losen. Artikel und Berichte aus dem Verbände stehen unter Verai.tmortung der Hedaktion der Monatstierichte der Gr^ssloge; Manuskripte 4ür Einsendungen die unter dieser Rubrik erscheinen sollen, werden Jedoch zuvor an die Adresse ton Frau Julie Salinger. Dresien-A., Cabelsbergerstr. 20, erbeten. 4 ■ I ■ 4 . | . . . . . . , . . .. ■ . . , , . . , . . ■ . . . fc. . . - - - — * I l * * 1 ■ * 1 " * * ■ * I * I 11 W I * I ** ' Zuschrift an die Scbriftleitung der Frauenbeilage. Sehr geehrte Dame! In der Januar-Nummer der Berichte der Großloge U O. B. B ") schreibt eine Dame Camilla, Burslyn über Mädchenheime. Dieses Problem vollständig zu lösen halte ich für unmöglich. Denn wird es möglich sein, auch in der kleinsten Stadt ein Mädchenheim zu gründen? Nein! Also wird keine, vollständige Lösung der Frage möglich sein. Und doch könnte auf einer ganz anderen Basis die in Ihrem Artikel erwähnten Absichten ' / erreicht werden. Es ist gar nicht notwendig nach einem Zusammenschluß junger Mädchen zu trachten. Wozu haben wir in so vielen großen und kleinsten Städten Deutschlands die jüdischen Jugend vereine? Die Bestrebungen dieser Vereine sind Ihnen sicherlich bekannt. Wenn es nun jedem Verein möglich gemacht wird, sich ein eigenes „Heim" zu gründen, so ist die Lösung Ihrer Frage eine sehr einfache. Tagsüber ist ein Mädchen im Geschäft. Seine freie Zeit .aber kann es in dem Heim des jüdischen Jugendvereins verbringen, sei es durch Lesen, Schreiben, Musizieren usw. Denken Sie noch an gemeinsame Freitagsabende, dann kann von einem Vergessen des Sabbats nicht die Rede sein. Noch sind die Mehrzahl der jüdischen Jugendvereine pekuniärzu schwach,um sich ein solches hjeim zu gründen. Sehr verehrte Dame! Hier glaube ich ist ein noch recht großes und dankbares Feld für Ihre Bestrebungen. Hier arbeiten Sie mit und Sie werden sehen, daß Sie auch ohne das Problem der gemeinsamen Wohnstätten einen großen Schritt vorwärts getan haben. Gerade die jüdischen Jugendvereine beiderlei Geschlechts sind der Stützpunkt unserer Bestrebungen geworden. Hochachtend Artur Marx, Heidelberg. H :! ' Zur Zuschrift des Herrn Artur Marx habe ich nachstehendes ,zu erwidern: Es liegt mir ferne, den ethischen Wert der Jugendvereine zu verkennen. *) Jahrg. 1914, Nr. 1, Seite 13 und 14. gewöhnen sich, Anregung, Zerstreuung,. Freude i m Hause selbst zu suchen und zu finden. Dabei ergibt es sich von selbst, daß sie allmählich verschiedene kleinere, häusliche Obliegenheiten erfüllen, daß sie Arbeiten, die z. B. ihre Garderobe erfordert, wie waschen, plätten, nähen, flicken, selbst oder unter Anleitung und mit Hilfe ihrer Kolleginnen übernehmen,,da ihnen das Heim die Ausübung dieser Verrichtjungen ermöglicht. Man hört ohnehin oft die Klage, daß den Frauen und Mädchen, besonders den berufstätigen, der Sinn der Häuslichkeit immer mehr entschwindet. Unsere Heime sollen daher auch das Problem der nächsten Zukunft: „Hausfrauenpflichten u/i d Berufsarbeit" lösen helfen. Außerdem sind sie geschaffen -worden, um dem Mangel an geeigneten Wohrtstätten abzuhelfen, um den Heiminsassinnen gegen billiges Entgelt gute kräftige Verpflegung, gesunde, hygienische Wohnung und eine das Elternhaus ersetzende, schützende Obhut zu bieten, die geeignet ist, sie vor. den Gefahren der Großstadt zu schützen. * "' So werden die Heime für orlsfremde Mädchen, immer das volle, .ganze Ideal bleiben. Je mehr es aber derartige Sammelpunkte für unsere jüdische Jugend gibt, um so vorteilhafter für sie. Mädchenheime u n d Jugendvereine, beide haben Ihre wichtige Mission zu erfüllen. Frankfurt a. M. Frau Camilla Burstyn, Vorsteherin des „Isr. Mädchenheim". * * * - Der Frauenverein der Berliner Logen (Vorsitzende Frau Minna Schwarz), dessen Hauptaufgabe in der Pflege jüdischer, der Niederkunft entgegensehender Frauen und in der Pflege jüdischer Wöchnerinnen und deren Kinder besteht, hat auf seinem Grundstück Brunnenstraße 41 nach den Plänen des Regierungsbaumeisters Richard

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