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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-04-01 · Nr. 4 - April · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 4 - April
Date
1914-04-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Rosenthal von der Frankfurt-Loge. Die Mitglieder erheben sich zu ehrendem Gedenken dieser Brüder von ihren Plätzen. — Kurz nach Vollendung seines achtzigsten Lebensjahres starb Br. Stadtrat Immanuel Landsberger-Glogau, an dessen Verdienste um das Gemeinwohl hier gedacht sei, obwohl er nicht Mitglied der Großloge war. Als freudige Mitteilung sei die Tatsache des sechzigsten Geburtstages des Br. Rabbiner Werner- München erwähnt, wenngleich auch er nicht Mitglied der Großloge ist. . -Von einem unbekannten Spender ging eine Spende von 1500 M. ein mit der Bitte, 1000 M. für xias Jaffahenn und 500 M für Beelitz zu verwenden. Br. Elbiiiren hat zu unserem Bedauern sein Amt als Vorsitzender der Jugendschriftenkommission niedergelegt, weil er zum Vorsitzenden der apologetischen 'Kommission des Verbandes der Deutschen Juden gevv.ihlt worden ist Nach diesen-Mitteilungen erteilt Br. Timendorfer dem Br Maretzki auf seinen Wunsch vor der eigentlichen Tagesordnung das Wort zu einer-Erklärung zu dem am Abend vorher verhandelten Punkte ..Politisches aus Amerika" betreffend. Br. Maretzki bemerkt, daß er es noch einmal für seine, Pflicht halte, darauf hinzuweisen, daß wir nach der Bejahung der vom Redaktionskomitee gestellten Anfrage als ein politischer Verein betrachtet werden könnten. Br. Timendorfer bemerkt dazu, daß „Politistiies aus Amerika".nach der Bejahung der Anfrage ' doch nicht unter allen Umständen gebracht werden m ü ß t e. sondern eben nur dürfte. Br. Timenddrfer gibt sodann Kenntnis von der $rrl Sonntag den 22 März d. Js. stattfindenden Begründüng der Hardenberg -Loge in Frankfurt a. d. Oder als der achtzigsten Loge des Deutschen Distrikts. Der Geschäftsausschuß habe die vorläufige Bewilligung des Freibriefes ausgesprochen, weil die Installation möglichst bald vorgenommen werden sollte Er bittet um Sanktionierung des Beschlusses durch das Generalkomitee, desgleichen um Einverständnis mit dem von der Loge gewählten und vom Geschättsau$schuß gutgeheißenen Namen Hardenberg-Loge. Das General-, komitee spricht die definitive Bewilligung desFreibr.efes und das Einverständnis mit d.em Namen Hardenberg- Loge aus. ' Br. Timendorfer macht weiterhin die erfreuliche Mitteilung, daß der Großloge von dem Brutler der Deutschen Reichs-Loge Moritz Manheimer als Moritz ~ ' ' ' — 60 ■* , j t; > Manheimer-Stiftung eine Jahresrente von 5200 M. überwiesen worden ist. Auf Grund dieser Stiftung solle ein jährliches Preisausschreiben für die beste Bearbeitung eines literarischen Themas erlassen werden. Im Thema sollen Menschenliebe, Gerechtigkeit und Duldsamkeit als die Grundpfeiler der menschlichen Gesellschaft behandelt werden. Der Stifter hat Vorsorge getragen, daß der Großloge aus der Ausführung seiner Stiftung, dem Vertrieb der Schriften etc. keinerlei Kosten erwachsen. Bezüglich der näheren Details verweisen wir auf den in unseren Monatsberichten zur Veröffentlichung gelangten Aufruf zur Bewerbung. Nur die eine Mitteilung sei noch hinzugafügt, daß nach einem evtl" Ausscheiden des Geheimrat Fuchs als Vorsitzenden des Jury, das Amt des Vorsitzenden auf den jeweiligen Präsidenten der Großloge übergeht' Br.Tiniendorfer erwähnt neben den eigenen Bemühungen, die innerhalb der vorbereifenden Tätigkeit bis zur Annahme der Stiftung erforderlich waren, die Beteiligung der BBr. K u z n i t z k y und Oolds/c limidt. Br. K u z n i t z k y . ergänzt diese Mitteilungen in einigen Punkten. Die Mitteilung von der Ueberweisung dieser Stiftung an die Großloge erweckt im Generalkomitee große 1 reude. Br, Beer gibt dieser Freude auch nach der Richtung hin Ausdruck, daß bei dieser Stiftung Stadt, Universität und Großloge Gelegenheit des Zusammenarbeitens hätten Br. B a u m a n n bittet den Br. Großpräsidenten, bei der Prüfung der Arbeiten auch den geistigen' Ausschuß als Mitarbeiter heranzuziehen. Br. Maretzki hält es für wünschenswert, daß die Jury sich möglichst über die Gesichtspunkte einige, von denen aus die Prüfung der Arbeiten vorgenommen werden solle. — Das Generalkomitee nimmt die Stiftung des B r. Manheimer mit gmliem Dank an. Br. Maretzki äußert sich über den von ihm gestellten Antrag, das jüdische Zweigkomitee zur Bekämpfung des Mädchenhandels aufzulösen. Als Form des Antrages wäre vielleicht besser zu wählen: Ueber nähme der Arbeit des Zweigkomitees durch den Geschäftsausschuß. Das Deutsche Nationalkomitee erledigt alle Fälle von Mädchenhandel. Durch seine direkte Verbindung mit dem Polizeipräsidium ist es am besten in der Lage, die Sache zu behandeln. Bei uns eingegangene Anzeigen senden wir sofort au

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