Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1914
- Issue
- Nr. 4 - April
- Date
- 1914-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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f % ' demonstriert, wie er aus einer gelegentlichen Stiftung einen Fond und durch diesen Fond die Ansammlung von relativ nicht unbeträchtlichen Mitteln erzielt habe. An der weiteren Debatte beteiligen sich die BBr. Stein, Wo lf, Heinemann, Schleyer, Beer, Peiser. Der Antrag Ginsberg sowie die Anträge Bauinann und Morit£, die gleichfalls auf eine Empfehlung der Sparsamkeit hinauslaufen, werden abgelehnt, somit gehen auch diese Ausführungen des Br. Baumann den Logen nur als Material bezw. als Beratungsstoff für die Sitzungen zu. Br. K u z n i t z ky erhält das Wort.zur Besprechung über die Vorschläge des Br. Story betreffend die Einteilung einer Großlogentagung in die Gesamttagung Und in drei Unterabteilungen nach Art des Juristentages. Br. Kuzni.tzky erklärt die Vorschläge Story im Sinne der von ihm bereits in der Großlogeiisitzun^ gebrachten Ausführungen für indikustabel. Die Großloge sei mit dem Juristentage nicht zu vergleichen, ihre Aufgabe sei neben den Wahlen, der Gesetzgebung und Regelung der Steuern zur üroßloge in der Hauptsache die allgemeine Kritik an der Geschäftsführung der Großlogenorgane und die Angabe von Richtlinien für die künftige Tätigkeit. Diese Aufgabe könne nur das Plenum erfüllen. Er bittet deshalb über die Vor- •9 i schläge Story zur Tagesordnung überzugehen. , ■, Br. Baerwald hält die Vorschläge einer noch- maligen Prüfung für wert. Es sei wohl erwägenswert, ob nicht die Ausschaltung einzelner Dinge möglich sei. Er tritt für eine Ueberweisung an eine drei-: . gliedrige Kommission ein. Br. He'i.nemann tritt zwar nicht djrekt für die 'Vorschläge des Br. Story ein, aber er iriöchte 'doch auch in gewissen Dingen Abhilfe geschafft wissen.^' Die Großloge könne nicht alles rht Plenum erledigen. Br. Beer tritt dafür, ein, daß' .die dreigliedrige Kommission ganz allgemein die Frage .der Ausgestaltung der Großiogensitzungen prüfen .und \'or^ schläge bringen solle. Die' Versammlung beschließt" ohne Widerspruch in diesem Sinne~ und wählt die ' BBr. Kuznitzky, Heinemann und Merzbach für die Kommission mit dem Wuhsche, den Br. Baerwald,v sofern es seine Zeit ermögliche, zu kooptieren. . * f % Br. Metzenberg spricht über den Vortrag des Br. Cohn - Dessau : „Der Orden im Gegen.- w artsieben der Juderjheit" und die * von dem Vortragenden aufgestellten-Thesen. , Er empfiehlt, - Vortrag und Thesen den Logen £ur Kenntnisnahme zu überweisen. Im Anschluß an den von ihm berührten Inhalt des Vortrages äußert e"r als seine persönliche Meinung, daß die Großloge zweckmäßigerweise nur Verwaltungsbehörde und nicht Initiativ- Organisation sein mußte.. Der Gescl.iäftsausschuß beschließt v die Ueberweisung an die Logen zur Kenntnisnahme. Br. M a r e t z k 1 äußert sich über den Vortrag des Br. Apfel zur Frauenfrage. Er stellt folgenden Antrag: Das Generalkorn itee spricht den Wunsch aus, daß die Logen möglichst periodisch Sitzungen von Brüdern und Schwestern veranstalten mögen zur Diskussion sowohl über soziale und erzieherische Angelegenheiten als auch über Gründung uhd Unterhaltung von sozialen Einrichtungen. Br. Beer wendet sich in der Diskussion gegen die zweite These von Apfel, in der die Forderung eines gemeinschaftlichen Züsammenarbeitens von Männern und Frauen in den Logen als erstrebenswert aufgestellt wird. Er fürchtet, däß-dadurch Zwietracht .und Haß 'in die Gemeinden hineingetragen werden könnte. 1 . . - - - Br: Cö;hn erwidert demgegenüber^ daß er nicht verstehen könne, wie ein gemeinsames Zusammenarbeiten derartige Wirkungen auf die Gemeindet) ausr üben könnt:. ' , ' ' ' . ' Die BBr. Jeselsohn und Schulhöfer äußern sicri im Sinne des von Br. Maretzki gestifllteirAntrages J'- Br. -S c h u 1 ta ö f e r mächte nur nicht .zu viel dekretiert haben. * Br. Apfel tritt kn Sinne seines Vortrages« und. .seiner Thesen für die Bewilligung gleicher Rechre der Fräuen ein. Er würde es gern sehen,.wenn die Frauenvereinigungen Verscnwänden und .dafür dfe ' gemeinsame Vereinsarbeit einsetzen würde. ' - .. Br. G o I d s c h m i d t. spricht für u n b e d i n g t e Gleichberechtigung der Frauen im Orden:, Der Antrag Maretzki sei das Mindeste, was 'man heute annehmen müsse: Auch die These 2 von- Br. Apfel,, die das^ gemeinschaftliche Zusammenarbeiten als er- ' strebenswert fordere, müsse akzeptiert werden. Der Orden müsse die Zeichen der Zeit erkennen, die Er- ' folge, der Frauen in der politischen Vereinstätigkeü auF sich wirken* und ,es nicht dahiri *kommen lassen, daß man hinter der Zeit herlaufe.. V. Br. Baerwald schließt sich dieisenAusführungen an.. "Der Antrag Maretzki wird. £ i'rbs t i m m i g a ngen o m in e n. . Br. Goldschmidt" verzichtet. auf. die Abstimmung über.d-ie These 2 von Br. Apfel," um die , * . ■ ' i. .einheitliche Wirkung' der Annahme des. Anträges