Mannheim
Compact Memory

Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-04-01 · Nr. 4 - April · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 4 - April
Date
1914-04-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/4864325-6029080-6074253--1716-4865830
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

werden der Großloge mitgeteilt. Die GroÜloge wählt dann unter Zugrundelegung des Veihällnisses einen Repräsentanten auf 300 Mitglieder aus (cfr. Konstitution des' Unabhängigen Ordens Bnei Briss S. 13). Die Gewählten behalten ihr Amt auf 5 Jahre. Br. Maretzk'i hebt hervor, daß bei der Tagung unter anderem zur Verhandlung kommen würde die Schaffung eines gemeinsamen "Rituals und die Behandlung des Hilfsfonds durch die einzelnen Distrikte. Ls sei nun die Frage, ob man einen oder evtl. mehrere Expräsidenten nach Amerika delegieren solle. Br Maretzki tritt jedenfalls für eine Beteiligung des Deutschen Distriktes ein. Im gleichen Sinne äußert sich Br. Stein, dem au erster Stelle an der Auswahl einer geeigneten Persönlichkeit liegt, wahrend Br. Beer erst die Kostenfrage geregelt sehen will. Br. Maretzki erwidert, daß die Kosten zum Teil durch Amerika getragen würden, und zwar bis zur Höhe von 1000 M. Der Zuschlag von unserer Seite würde vielleicht 3000 M. beiragen. Es äußern sich weiterhin die Brüder Ginsberg, Cohn, Baerwald, Nußbaum,, Heineniann. Liebhold. Merzbach urd Pick. Als Wutisch wird geäußert, daß der Geschäftsausschuß zunächst prüfen möge, ob sich eine geeignete Persönlichkeit finden Jieße. Die Kenntnis der englischen Sprache wird nicht als unbedingte Voraussetzung trklärr. Sodann wird hinzugefügt, daß für den Fall, daß der Großpräsident, einer der beiden Vizegroßpräsidenten oder der Exgroßpräsident Maretzki sichbereit erklare, tjie Reise zu unternehmen, die Kostenfrage keine Rolle spielen solle. Br. Maretzki bittet alle Spezialwünsche zunächst zurückzustellen und nur die eine Frage prinzipiell zu ^beantworten, ob,ein deutscher Delegierter geschickt werden soll oder niiht. Br.Jeselsohn stellt, dem Wunsche der Versammlungentsprechend, diese Frage zu» Abstimmung, welche mit . 10 gegen 7 Stimmen bejaht wird. Die weitere Vorbereitung dieser Angelegenheit wird dem Geschäftsabschlüsse überlassen. Es folgt sodann eine Besprechung derjenigen Art - Lr ig e b e z w. d e s j e n i g e n Materials, das aus der Grctßlogentagung dem Generalkomitee zur Beschlußfassung über die definitiveErfedigung oder die Art der Ausführung übergebenworden ist. Br Jesel'sohn erteil! zunächst das Wort dem Br. Goldschmidt zur Besprechung über die Ausführungen des Br. Bauma.,n zur Generaldebatte bezw. die von ihm gestellten Thesen.; Br. G ö 1 d s c h m i d t führt aus, daß Br. Baumann bei derBesprechung der Gesamtlage der J u d e n h e i t beherzigenswerte Ausführungen gemuht habe, wenngleich man zu allen seinen Wünschen und Ausführungen sich nicht zustimmend zu verhalten brauche. Er hebt einzelne Gesichtspunkte der Baumanrischen Rede hervor, wie die Heranziehung der üroßstadtjugend an die Logen, die Gründung von Jugendzirkeln, die Forderung der Einfachheit der gesellschaftlichen und häuslichen Verhältnisse und dergleichen und verweist so:'ann auf die von Br. Baumann aufgestellten Thesen. ' Er empfiehlt dem Generalkomitee, die Logen auf das Studium dieser Ausführungen in dem demnächst erscheinenden Bericht der Großlogenverhandlungen hinzuweisen, ohne daß jlas Komitee eine spezielle Stellung zu den einzelnen Punkten einnehmen solle. Br. B a u m a n n erklärt sich mit dieser Behandlung °;nverstanden. , *• dr. Stein betont nochmals, daß eine Identifizierung j'nicht ausgesprochen werden solle, und Br. Merzbach ergänzt entsprechend, daß in den Logen nur berichtet werden solle. Das Generalkomitee erklärt sich damit einverstanden. Br. Ginsberg berichtet über die Ausführungen von Br. Baumann zur Thesaurierungsfrage. Er hebt hervor, daß in zweifacher Richtung thesauriert, d.h. gespart werden könnte: 1. bei den Regiekosten, die ohne Schaden verringert werden könnten; 2. bei den einzelnen außenstehenden Institutionen, die von Logen unterstützt würden. Hier könnte ruhig ein schärferer Maßstab angelegt werden. Br. Ginsberg stellt den Antrag: Das Generalkomitee empfiehlt den Logen zu thesaurieren, überUßt jedoch die Art und Weise dem Ermessen der einzelnen Loge. Br. jeselsohn will auch das Material zu dieser Frage den Logen nur als Beratungsstoff übergeben, während Br. P e i s e r dafür eintritt, nicht lediglich die Frage zu erörtern, wie Kapitalien anzusammeln seien, sondern, durch welche sonstigen Mittel die Logen leistungsfähiger würden. Br. Moritz möchte die Thesen Baumann an sich ablehnen, aber den Logen möglichste Sparsamkeit da, wo sie angebracht sei, empfehlen. Der Gedanke des Thesaurierens aber müßte in irgend einer Form zum Ausdruck kommen. In ähnlichem Sinne äußert sich Br. Apfel, der an einem lehrreichen Beispiel aus seiner eigenen Loge

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.