Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1914
- Issue
- Nr. 4 - April
- Date
- 1914-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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überzeugt, daß keiner unserer Brüder sich dieser kleinen Belastung von einer Mark pro Jahr entziehen wird. Freilich muß, da es sich um eine neue Abgabe handelt, dieser Hilfsfond allen Brüdern plausibel gemacht werden, damit die neue Steuer bei keinem eine Verstimmung oder gar Logenverdrossenheit hervorrufe. Ich möchte mir daher folgenden Vorschlag erlauben: Die Logen wollen in einem Rundschreiben sämtliche Brüder darüber unterrichten, daß die letzte Vollversammlung der Großloge die Schaffung eines Adolf Kraus-Hilfsfonds beschlossen hat. Mit einigen Sätzen soll auf Zweck und Bedeutung dieses neuen Fonds hingewiesen, werden. Dieses Schreiben soll etwa folgendermaßen schließen: „Wirbeabsichtigen demnächst mit dem Logenbeitrag noch M. 1.— für den neuen Hilfsfond bei Ihnen einziehen zu lassen. Wenn innerhalb einer Woche keine gegensätzliche Aeußerung erfolgt, nehmen wir Ihr Einverständnis an." — Dadurch wird gleichsam jeder einzelne Bruder, auch derjep 'je, welcher in der Loge seltener erscheint, an dem Zustandekommen des Beschlusses betreffs Aufbringung der neuen Steuer sich beteiligen und wird hinterher keinen Grund zur Verstimmung und keine Berechtigung haben zu sagen, daß man in der Loge, über seinen Kopf hinweg Beschlüsse faßt, die seinen Beutel betreffen. Ist jeder unserer Brüder über diesen Fond genau unterrichtet, wird er diesen kleinen Beitrag nicht als eine Zwangssondern als eine Liebesgabe entrichten. — Der neue Hilfsfond muß in Logenkreiseu populär gemacht werden; diesem Zwecke mögen auch diese Zeilen dienen. 124. Sitzung des Generalkomitees. Sonnabend, den H.März und Sonntag, den 15. März 1914 im Logenhaus, Kleiststr. 10. Die Sitzung wird um S'/i Uhr am Sonnabend, dem 14. März er. abends eröffnet. Br. Großpräsident TimenJorfer ist aus dringenden Gründen verhindert, der Abendsitzung beizuwohnen. An seiner Stelle erötfnet und leitet den allerersten Anfang der Sitzung Br. Vizegroßpräsident Kuznltzky, sodann Br. Vizegroßpräs. Jeselsohn. Entschuldigt fehlen die BBr. Lisser-Hamburg und Dr. Ollendorf-Barmen. Anwesend sind die BBr. Apfel, August, Baerwald, Beer, Baumann, Cohn, Ginsberg, Goldschmidt, Heinemannjeselsohn, Kuznitzky, Lewinsky, Liebhold, Maretzki, Merzbach, Metzenberg, Moritz, Nußbaum, flaut, Pick, Heiser, Schleyer, Schulhöfer, Stein, Wolf. Br. Kuznitzky begrüßt die erschienenen Mitglieder, insbesondere die zum erstenmal anwesenden BBr. Nußbaum-Hanau, Pick-Liegnitz, Plaut-Eschwege. Bei Punkt 2, Feststellung des Protokolls der Großlogentagung, weist Bf. Goldschmidt auf die zunächst im Abzug vorliegenden Großlogenvefhandlungen hin. Aus den Verhandlungen sei ein dickes ßueh geworden, aber es sei auch ein gutes Buch, wie die Großlogentagung als Ganzes ja auch die günstigste Beurteilung erfahren habe. - Br. Beer erwähnt im Anschluß daran die Wünsche einzelner Brüder, die bei der Großlogentagung noch' nicht erfüllt worden seien. So hätten es manche Repräsentanten bedauert, daß der Montag als dritter Tag der Sitzung nicht angefügt worden sei, ein Tag, an welchem gewöhnlich dieSpezialwünsche der einzelnen Delegierten und Logen angebracht werden könnten. Br. Goldschmidt weist darauf hin, daß bei der Beschleunigung der Tagung auch die Kostenfrage eine Rolle spiele, die nicht unbedeutend sei Br. H e i n e m a n n berichtet über den Wunsch des Niedersächsischen Logenverbandes, die Tagesordnung. der größeren Sitzungen spätestens 4 Wochen vorher auszusenden. Br. B e e r fügt den weiteren Wunsch an, bei jedem einzelnen Punkte eine möglichst eingehende orientierende Begründung beizufügen. Br. Goldschmidt erwidert, daß der Geschäfts-; ausschuß. diese Wünsche gewiß gern berücksichtigen werde, nur komme es nicht selten vor, daß die Brüder ihre Referate verhältnismäßig spät einsenden. Br. Jeselsohn erteilt sodann dem Br. Gold- Schmidt an Stelle des verhinderten Br. Timendorfer das Wort zu einer Mitteilung, d i e Wa h 1 e n zur K o n s t i t u t i o n s g r o ß I o g e i n S a n 'Fr a n c i s c q Mai 1915 betreffend. Die Vornahme der Wahlen des Deutschen Distriktes müßte eigentlich in einer Großlogensitzung kurz vor der Tagung iiv San Francisco stattfinden. . ' . Die Großloge des Deutschen Distriktes wird aber erst nachher tagen. Aus'diesem Grunde muß das Generalkomitee in einer seiner Sitzungen die Frage zur Erledigung bringen. Zu Grunde gelegt wird der Mitgliederbestand des Deutschen Distriktes Ende 1914. Für 300 Mitglieder des Distriktes ist je ein Repräsentant zu wählen. Jede Loge nominiert Kandidaten aus der Zahl ihrer Expräsidenten und zwar je 1 Kandidaten im allgemeinen und' je 1 Kandidaten für 100 Mitglieder, bezw. Majoritätsbruchteil dieser Zahl. Die Namen