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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-03-01 · Nr. 3 - März · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 3 - März
Date
1914-03-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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1 Aus dem Uerbonde der Fruuenvereinisunsen der Ü.TO* Losen. Artikel und Berichte aus dem Verbände stehen unier Verantwortung der Hedaktion der Monatsberichte der Grcssloge; f Manuskripte für Einsendungen die unter dieser Rubrik erscheinen »ollen, werden jedoch zuvor an die Adresse Aon i Frau Julie S a I i n g e r, Dresden-A., Gabelsbergerstr. 20, erbeten. -m •••.» Aufruf! An die f-rauenvereinigungen der U. O. B. B.-Logen, An alle Ordensschwestern! - Meine lieben, werten Schwestern! Per Verband, zu dem sich ein großer Teil der Logen-Frauenvereine zusammengeschlossen und von dem wir für unser ganzes Arbeitsgebiet segensreiche Fortschritte erhoffen, gibt-mir, seiner Vorsitzenden, ein Recht und die gern geübte Pflicht, Ihnen allen mit meinem herzlichen Gruß einiges über diese - Organisation mitzuteilen. Dankbar und freudig empfinden wir Frauen das mit dem Geist.der Logenarbeit gewachsene und immer mehr wachsende Verständnis für die uns obliegende Arbeit. Warmherzig erfassen wir die sozialen Aufgaben, die die Zeit uns gibt. Indem wir so dem Vaterland und dem Judentum gleichermaßen dienen, folgen wir den Zielen, die dem Logengedanken vorschweben, und die bei seiner Gründung uns leiteten. W ir bringen sie in unseren Vereinigungen durch die Arbeit^ Anregung nach der Ermüdung, Freudigkeit nach der Ermattung. Sie nehmen Anteil an den Ereignissen ihres Lebens, an ihrer Weiterentwicklung, die sie in den verschiedensten Formen und Gestalten fördern. Sie suchen Verstand und Gemüt, Wissen und Erfassen aufs günstigste zu beeinflussen. So vollbringen sie eine nicht hoch genug anzuschlagende Summe von Kulturarbeit an dem heranwachsenden jüdischen Geschlecht, i Andere unserer Frauen Vereinigungen pflegen Wohltätigkeit in reiner Form, suchen durch Geld und Zuwendungen aller notwendigen Hilfsmittel, direkt der Armut zu steuern. Wieder andere widmen sich ganz der Fürsorge für das kommende Geschlecht. Sie pflegen und behüten die Wöchnerinnen, fördern deren Gesundheit und die Gesundung der Neugeborenen. An den Wohlfahrtsbestrebungen, die von den Logen ausgehen und von ihnen geleitet werden, sind sie tätig und ermöglichen deren exakte Ausführung. Alles was in das Gebiet weiblicher Arbeit fällt, erfüllen die Frauen nach Mali- Tat zum Ausdruck. Der in einem jeden Menschen-,* gäbe ihrer Kräfte. herzen lebende Wille zum Wohlwollen und Wohltun, die uns Frauen besonders eignende Fähigkeit, hierfür und die wachsende Notwendigkeit der Mithilfe an dem Ausbau der soziajen Hilfstätigkeit drängen uns mit Macht hierzu. Jüdische Frauen und Mädchen arbeiten tür die jüdische Allgemeinheit, besonders für d i e vielen jüdischen Frauen und Mädchen, die dieser Hilfe bedürfen. Wir bemühen uns, die besonderen Bedürfnisse unserer Zeit zu erfassen und bringen sie in unseren Vereinigungen dadurch zum Ausdruck, daß wir für sie arbeiten. Viele von den Hilfswerken, die geboten sind zum Schutze unserer jüdischen Jugend, pflegen wir. Wir behüten die Kinder derjenigen Mütter, die nichtselbst für sie zu sorgen vermögen, die mit dem Mann arbeiten müssen und gleich ihm um das tägliche Brot, um das Notwendigste ringen. Wir beginnen bei den Kleinsten, geleiten sie durch alle die Fährlichkeiten und—^ Stellungskraft fehlt. Betraten wir das Leben und Geschieht auch viel, immer geschieht noch nicht genug. Mehr noch wollen wir Logenfrauen unser Tun mit den Logengedanken erfüllen. Dazu werden wir die besten Wege finden durch unsere Vereinigung. Mehr Zusammenschluß unter uns, sei unsere Losung, mehr Geschlossenheit zur "Arbeit, sei unsere Forderung. Die 79 Logen in Deutschland haben im ganzen nur 34 Frauenvereine. Wir rufen nach Ergänzung - dieser Lücken, nach Gründung von Frauenvereinigungen bei jeder Loge. Fürchten Sie nicht, meine lieben Schwestern, den Mangel eines geeigneten Arbeitsfeldes, Sich einander anschließen, sich näherkommen, aufeinandereinwirken, hebend, fördernd, sich neue innere Bereicherungen gebend, ist das nicht schon ein schöner Zweck? Dann bleibt man dabei auch nicht stehen. Die Mannigfaltigkeit des Lebens bringt immer, was unserer Vor¬ Schwierigkeiten einer unbehüteten Kindheit und Schulzeit. Wir wollen ihnen Vater und Mutter, Heimat und Zuflucht sein. Die weitaus meisten Frauenvereinigungen üben diesen Teil der Fürsorgebestrebungen aus, andere nehmen sich der schulentlassenen, im Erwerb stehenden .Mädchen an: Sie bieten ihnen Erholung nach der 3 rh seine schweren Probleme, denken wir darüber nach mit liebevollem Herzen. Aus dem Lernenwollen und aus dem Wissen erwächst die Kraft zum Tun. Aus der Würdigung der tatsächlichen Verhältnisse heraus ergibt sich mit natürlicher Selbstverständlichkeit die größere Notwendigkeit gemeinsamer Arbeit -mit 50

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