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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-03-01 · Nr. 3 - März · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 3 - März
Date
1914-03-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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Stellung der angefertigten Arbeiten veranstaltet, die auf alle, die sie besuchten, den günstigsten Eindruck machte. Ganz besonders die von den ordentlichen Kursisten hergestellten Papparbeiten zeugten von einer staunenerregenden Pünktlichkeit und feinem Geschmack Die mit künstlerischem Gefühle ausgesuchten und verarbeiteten Stoffe gaben den Arbeiten einen gediegenen und vornehmen Charakter. Wenn auch der Aufenthalt in Pjeine anstrengend war — die tägliche Arbeitszeit betrug 8 Stunden —, so waren es dennoch Tage der Erholung. Die Tätigkeit in der freien Natur und an der Hobelbank stärkten die Nerven. Dazu kam-noch dtr behagliche Aufenthalt in der Anstalt und nicht zuletzt der gemütliche und angenehme Verkehr mit den anwesenden Kollegen. Es war ein segenbringender Gedanke ^les Stiftnngsvorstandes, Angehörigen aller Bekenntnisse die Anstalt zu öffnen. - Manche gegenseitigen Vorurteile wurden zerstört, manche hohe Mauer der Voreingenommenheit konnte eingerissen werden, und echte Freundschaftsbündnisse zwischen Süd urtd Nord, zwischen Christen und Juden waren das ideale Ergebnis der Tage in Peine. Dies zeigte sieh ganz besonders am letzten / Abend, andern uns eine schlichte, aber doch gemütliche Abschiedsfeier,- ehe wir wieder' nach allen Himmelsrichtungen zerstoben, in der Anstalt vereinigte. So wird die Anstalt neben ihrer berufsbildenden Aufgabe noch eine höhere, versöhnende und einigende erfüllen, urkl dadurch verfolgt sie in hohem Malle die Ziele ihres Gründers, dessen Bild jedem beim Betreten des Seminars den ersten Gruß entbietet. Aus dem Büro der Großloge. Moritz Manheimer-Stiftung. Br. Moritz Manheimer von der Deutschen Reichsloge begründete bei der Großloge eine Stiftung, bestehend in einer Jahresrente von 5200 Mark,'die erstmalig am 31. Dezember 1914" und dann am 31. Dezember eines jeden folgenden Jahres fällig wird. Die Schenkung erfolgt mit def Bestimmung, daß die Großloge alljährlich unter dem Namen Moritz Manheimer-Stiftung ein Preisausschreiben für eine Schrift erläßt, in der als Thema Menschenliebe, Gerechtigkeit und Duldsamkeit als die Grundpfeiler der menschlichen Gesellschaft behandelt werden sollen. (Alles Nähere siehe: Aufruf zur Bewerbung S. 33.) Spenden für eugenische Zwecke. In der letzten Sitzung des Generalkomitees haben einige Brüder für eugenische Zwecke 1000 Mark gespendet, um die Großloge nach dieser Richtung zu entlasten. Zu diesen Spenden hat die Großloge noch 500 Mark aus Großlogenmitteln zugeschossen, so daß dem jetzt eingesetzten Ausschuß für Eugenik, bestehend aus fünf Vertretern der Großloge und drei Vertretern des Verbandes der jüdischen Jugendvereine, für seine ersten Arbeiten der Betrag von 1500 Mark zur Verfügung steht. Es ist zu wünschen, daß diesem Beispiel andere begüterte Brüder folgen möchten und die anderen Gebiete der Gr°ßlogentätigkeit, wie die Krankenpflege, Jugendliteratur, Arbeitsnachweis etc. mit Stiftungen und Zuwendungen bedenken. Verhandlungen der Großlogensitzung. Die Verhandlungen der 20. ordentlichen Tagung der Großloge befinden sich gegenwärtig im Druck und werden noch in diesem Monat den Logen und den Expräsidenten zugestellt werden. Das Protokoll der diesmaligen Großlogensitzung ist zu einem stattlichen, umfangreichen Buche von 343 Seiten angewachsen, das viele lesenswerte und interessante Partien enthält. Die Logen werden gebeten, schon jetzt mit den Referaten aus diesem Protokoll zu beginnen und sie im Herbste fortzusetzen. — Vor allem wird der warme Ton, die Begeisterung und die Logenfreudigkeit, die aus dem Protokoll dem Leser entgegenströmen,aufs angenehmste berühren. Aus den Logen des VIII. Distrikts. Sinai-Loge, Cassel (Jubiläumsfesi)A(' Verheißungsvoll, unter günstigen Zeichen begann unsere Loge ihr Jubiläumsfeö mit einer kurzen Arbeitssitzung am Abend des \24. Januar 1914. Außer zahlreichen Delegierten und fast sämtlichen Brüdern der Loge nahm an ihr an Stelle des erkrankten Br. Geheimrat Maretzkr, der in letzter Stunde absagen mußte, als Vertreter der Großloge Br. Maximilian Siein teil, der sein Erscheinen trotz nicht geringer Schwierigkeiten ermöglicht hatte. Präsident Br. Dr. Katzenstein eröffnet die Sitzung, begrüßt die Gäste, insbesondere Br. Stein und dankt ihm im Namen der Loge für seine Bereitschaft und sein Entgegenkommen. Br. Stein übernimmt alsdann die Leitung der Sitzung, beglückwünscht die Loge zu ihrem feierlichen Erinnerungstage und führt zehn Kandidaten in die Loge ein. In beredten, klaren Worten weiß er die neu angekommenen BBr. mit Bedeutung und Zielen des Ordens bekannt zu machen, in Worten, die ihren Eindruck auf sämtliche Festteilnehmer, insbesondere auch auf die neuen BBr. nicht verfehlten, nicht verfehlen konnten.

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