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Bericht der Großloge für Deutschland · 1914-03-01 · Nr. 3 - März · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1914
Issue
Nr. 3 - März
Date
1914-03-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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j Gemeinsame Sitzung der Vertreter des österreichischen and deutschen Distriktes am 1. Februar 1914 im Logenheim der Berliner Logen, ijr i__ Der Wunsch, gewisse Fragen, die die Interessen des österreichischen und deutschen Distriktes berühren, gemeinsam zu besprechen und eventuell gemeinschaftlich zu behandeln, war die Ursache, die die Vertreter des österreichischen Distriktes mit den Vertretern des deutschen Distriktes zusammengeführt hatte. Es waren anwesend die Brüder: Großpräsident Ehrmann-Wien, Hammerschlag - Prag, Kohn'-Wien, Sonnenschein- Troppau, Großpräsident Timendorfer, Maretzki, Kuznitzky, Metzenberg, Stein. Br. Ginsberg fehlte entschuldigt. Als Gäste sind erschienen zum Punkte der Tagesordnung „Arbeitsnachweise" Br. Albert Bloch, zur „Mischehefrage" Br. Deutschländer-Hamburg. Br. Timendorfer eröffnet mit Worten des Dankes für das Erscheinen der Brüder die Sitzung und übergibt Br. Gro'ßpräsident Ehrmann die Leitung während der Dauer der Verhandlungen. Als erster Punkt gelangt zur Verhandlung: „Besprechung über die gemeinsame Behandlung des sogenannten H i 1 f s f o n d-s". Br. Kohn tritt mit warmen Worten für den Hilfsfond ein. In Oesterreich sei eine Kopfsteuer von einer Krone pro Jahr bereits 1911 beschlossen worden. Der Antrag des Ordenspräsidenten Kraus zur Konvention erheische eine Kopfsteuer von einem Dollar, also 5 Kronen. Br. Kohn ist für eine jährliche Kopfsteuer, ist sich aber bewußt, daß dieser Wunsch im österreichischen Generalkomitee auf Schwierigkeiten stoßen werde. Wenn es nach ihm ginge, müßte dieser Betrag schon im Jahre 1914 auf 5 Kronen und zwar dauernd festgesetzt werden. In dieser Form sei der Fond geeignet, das Ansehen, die Macht und den Einfluß des Gesamtordens zu erhöhen. Die BBr. Timendorfer und Stein geben aus der Debatte der Großlogentagung die Art und Begrenzung an, in der der Fond im deutschen Distrikt gutgeheißen worden ist. Darnach soll eine Mark pro Kopf und Jahr beigesteuert werden unter freier Aufbringung der Kosten seitens der Logen, gleichgültig, ob eine Abführung aus Logenmitteln erfolge oder eine Sondersteuer vorgezogen würde. Das Verfüg'ungsrecht soll den einzelnen Distrikten verbleiben. Auf Wunsch des Ordenspräsidenten Kraus würde eventuell eine gemeinschaftliche Leistung aller Distrikte in Frage kommen. Hierbei sei der Gemeinsamkeitsgedanke die Hauptsache, denn eine große Macht könnte man mit den im besten Falle aufzubringen- A> fajMtnd^^^.ril-f. 1 <0 den Mitteln doch nicht werden. Es handle sich bei diesem Fond zunächst nur um eine Augenöl ickslinderung einer plötzlich eintretenden Not, das Weitere, sei Sache der Sammlung außerhalb des Ordens. Auf keinen Fäll werde man dabei in irgend welche Gegensätze zu den großen jüdischen Organisationen. geraten; eine Rivalisierung mit ihnen käme nicht in Frage. Br. Hamme Uschlag stellt sich gänzlich auf den von den deutschen Brüdern vertretenen Standpunkt, der jedenfalls auch die Majorität in Oesterreich finden werde. Das kostbare Gut unserer Unabhängigkeit solle gewahrt bleiben. Der Fond sei ein Fond der Distrikte. Br. Ehrmann bemerkt, Br. Kraus wollte selbst nur einen Dollar und zwar vorläufig nur einmal. Eine Nachfüllung käme erst nach der Leerurg des Fonds in Frage. Br. Kraus wünschte den Fond nur für europäische, jedenfalls nicht für. amerikanische Zwecke. Br. Kohn begründet seine weitergehenden' Wünsche, soweit Osterreich in Frage kommt,1 mit der relativ geringen Mitgliederzahl. Bei der Besteuerung von einer Krone müßte man 20 — 30 Jahre sammeln, ehe etwas zusammengebracht sei. Br.Timendorf er bemerkt, daß das Wesentliche und Wünschenswerte der heutigen Beratung über diese Frage sei: nach außen hin eine gemeinsame Auffassung und ein einheitliches Vorgehen der beiden Distrikte zu erzielen. Die BBr. Ehrmann und Hammerschlag stellen die Geschlossenheit der Anschauung in dieser Frage fest, indem sie betonen, daß die besonderen Forderungen des Br. Kohn wohl mehr als persönliche Wünsche aufzufassen seien. Für den von Br. Stein gemachten Vorschlag, dem Fond den Namen „Adolf Kraus Hilfsfond" zu geben, könnte im Augenblick noch keine bestimmte Zusage gemacht werden. Zu dem 2. Punkte der Tagesordnung „Regelmäßige Berichterstattung oder eventuell gelegentliche Berichterstattung im Austausch für die Logenorgane" spricht Br. Hammerschlag und tritt für eine Annäherung derbeidenLogenorgane ein. Ein gemeinschaftliches Organ käme nicht in Frage, aber es sei doch wünschenswert, daß die Nachbardistrikte sich gegenseitig größere Aufmerksamkeit widmeten. Br. Hammerschlag schildeit die Schwierigkeiten, die das öster<- reichische Logenblatt auf Grund der anfänglichen „Freimaurerfurcht" zu überwinden hatte. Nun sei esin Oesterreich gesichert. Vielleicht sei es auch für das deutsche Organ, dessen Vorzüge er anerkenne, von Wert, eine ständige Rubrik „aus Oesterreich" zu schaffen. Manche Gegenstände, die in Oesterreich

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