Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1914
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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schreiben als Logengeschenk für neueinzuführende Kandidaten empfohlen hat, wird noch jetzt zu dem ermäßigten Preise von zwei Mark abgegeben — Das Buch Reden und Abhandlungen über den Orden, 342 Seiten stark, kostet gebunden drei Mark. — Die beiden Werke sind (durch unser Büro-, Kleiststr. 12, zu beziehen. W ohlfahrtseinrichtungen der Logen. Aus dem Bericht über das Kinder-Erholungsheim des Nordostdeutschen Logenverbandes in Zoppot, Saison 1913 (erstattet vom Vors. Br. Rabb. Dr. Kaelter). Das Kinderheim ist in der Saison 1913 von40Kindern besucht worden, die dem Alter nach sich zwischen dem 6- und 15. Lebensjahre befanden Es handelt sich um 23 Knaben und 17 Mädchen, deren Heimat in 18 Fällen WestpreuPen war (darunter 10 aus Danzig), 7 Kinder waren aus Ostpreußen, 4 aus Brandenburg IBerlin), 3 aus Pommern, 3 aus Posen, 2 aus Schlesien, 1 aus Österreich, 2 aus" Rußland Von diesen Kindern waren 22 Angehörige von Logenbrüdern, 18 stammten aus Nichtlogenkreisen Auf die einzelnen Logen verteilt sich der Besuch wie folgt: Borussia-Loge 7, Kant-Loge 5, Ostpreußische Loge 5, Toleranz-Loge 2, Allemania-Loge 1, Gabriel Riesser-Loge \, Lessing-Loge 1. c Von den 40 Plätzen des Heims wurden elf als ganze, sieben als halbe Freistellen gewährt. Die Ursache, wegen deren die Aufnahme in das Kinderheim nachgesucht wurde, war in 24 Fällen Blutarmut und allgem. Körperschwäche, 6 Fällen Skrofulöse, 1 Fall Magenkatarrh, 1 Fall Nervenschwäche, 1 Fall Bleichsucht, I Fall Schwäche des Blasen- und .Mastdarmschließers ' Sechs Kinder waren gänzlich gesund und bedurften nur der Erholung nach anstrengendem Schulbesuch . Bei der Aufnahme erhielt jedes Kind zunächst ein warmes Bad, und die ärztliche Untersuchung entschied darüber, ob die Kinder weiter kalt oder warm baden durften. ' Auch Luft- und Sonnenbäder wurden vielfach" verordnet. Der Erfolg, mit dem alle Kinder das Heim besuchten, war ein sehr zufriedenstellender. Die meisten Kinder wurden mit erheblicher Gewichtszunahme entlassen, die im Durchschnitt 2,5 kg. betrug. Ein 14 jähriges Mädchen nahm 6 kg. zu, die geringste Gewichtszunahme betrug 1 kg. Der Gewichtszunahme entsprach auch das Aussehen und das Gesamtbefinden der Kinder. Von akuten Krankheiten ist das Kinderheim im allgemeinen verschont geblieben. Nur in ganz wenigen Fällen mußten einzelne Kinder wegen leichter Mandel entzündungen oder Magenstörungen für, kurze Zeit das Bett hüten. Br. Dr. S c h I o m a n n-Danzig, sowie Herr Zahnarzt La n d e c k e r-Zoppot haben sich in dankenswertester Weise der erkrankten Kinder angenommen. Unser besonders herzlicher Dank gebührt denjenigen Persönlichkeiten, die im Dienste der Verwaltung unseres Heims zu den erfreulichen Erfolgen dieser Saison das Wesentliche beigeiragen haben: der Leiterin Frau Schlosser, unserer lieben, bestbewährten Schwester C i 1 1 ä, die mit unermüdliche^ Hingebung und freundlicher Geduld für das Behagfn unserer Kinder sorgte, Herrn Lehrer Echt, Bruder der Libanonloge, der uns bei der Beaufsichtigung der Kinder unterstützte, "und last not least dem Arzt unseres Heims, Herrn Sanitätsrat Dr. Lindemann in Zoppot, der mit warmem Interresse sich der ärztlichen Fürsorge für die Kinder des Heims annahm und sowohl durch seine persönliche Beziehungen als auch durch seine reiche Erfahrung auf dem Gebiete sozialer Wohlfahrtsbestrebungen unsere Anstalt vielfach förderte Die Erfahrungen dieser Saison haben uns ein Zwiefaches gelehrt: erstens, daß das Bedürfnis nach einem Kinderheim gerade am nordöstlichen Ostseestrande zweifellos vorhanden, und daß unser Heim diesem Bedürfnis um so mehr Rechnung tragen können und für dieses Bedürfnis um so mehr in Anspruch genommen werden wird, auf je breitere Grundlage es gestellt wird, je weitere Kreise dafür interessiert werden. Das beweist nicht nur ein Blick auf die Heimatsliste der Kinder unseres Heims, sonder auch der Umstand, daß wir zehn Gesuche ablehnen mußten; ja selbst dort, wo wir ein besonders dringliches Gesuch, wie das eines Bruders der Gabriel Riesserloge, noch berücksichtigt haben, konnte es nur auf Kosten der äußersten Raumeinschränkung geschehen. Die zweite Lehre der so erfolgreich verlaufenen Saison ist die, daß das von vornherein für unser Heim aufgestellte und im vorjährigen Bericht ausführlich begründete Prinzip vollkommen durchführbar ist, ein Kinder-Erholungsheim sowohl zu einer Stätte sozialer Wohlfahrtspflege zu machen als auch ihm dasjenige Niveau zu geben, welches es für Kinder gebildeter Kreise und zumal für die Kinder von Logenbrüdern zu einem willkommenen und empfehlenswerten Aufenthalt macht. Es haben sich, wie durch vielfache Anfragen festgestellt worden ist, (^llr/^-^J.-:" '. ' ' :