Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1914
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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Interessen unterbreiten werden, wohlwollende Aufnahme finden. Vor allem aber wäre zu wünschen, daß die Logenbrüder, wenn sie das Kapitel: Jüdische Eugenik" aufschlagen, sich vom schönen Gruße des göttlichen Olympiers von Weimar leiten lassen: Warum stehen Sie davor?. Ist doch Türe da und Tor. Treten Sie getrost herein! Würden wohl empfangen sein. Dr. Or. Aus dem Büro der Großloge. Chanukkafeiern. Am Donnerstag den 25. Dezember, nachmittags fünf Uhr, fand im Jaffa' sehen Fürsorge- und Waisen heim der Großloge die diesjährige Chanukkafeier statt, zu der sich außer den Kuratoren, Ehrendamen und dem Großpräsidenten Br. Timendorfer zahlreiche andere Gäste in den Räumen der Anstalt eingefunden hatten. Nach dem üblichen Anzünden der Lichter und dem Gesänge des „Moaus Zur" hielt der Leiter, Br. Dr. Grünthal, eine Ansprache, die, ausgehend von der Chanukkageschichte, den Gedanken erläuterte, daß wir angesichts der zahlreichen Wohlfahrtseinrichtungen des modernen Judentums im Glauben an die sieghafte Macht des Guten täglich befestigt werden. Die Rede klang in die Worte aus: „Auch über der Pforte des Jaffaheims prangt die Inschrift^ .-. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Liebe hat unsere Anstalt erbaut, Liebe erhält sie und Liebe wird ihrem Wirken immer weitere Grenzen stecken." Das von den Zöglingen aufgeführte Theaterstück:- „Ein Chanukkalied" wurde von den Gästen sehr beifällig aufgenommen. Den Schluß der Feier bildete die Bescherung der Kinder, aus deren Augen die Freude strahlte und der Dank für all die vielen schönen Gaben, die ihnen von gütigen Menschenherzen gespendet worden. Bei der Chanukkafeier in Beelitz hat Br. Expräs. Emil Cohn die Großloge vertreten. Die Chanukkafeste in den verschiedenen Logen sind ebenfalls stimmungsvoll verlaufen; die vier Berliner Logen haben mit Rücksicht auf die große Teilnehmerzahl am 28. und 29. Dezember Chanukkafeiern veranstaltet. Am ersten Tage sprach Br. Rabb. Dr. Weiße und am zweiten Br. Rabb. Dr. Emil Levy. Wegen Raummangels können wir über diese Feiern keine ausführliche Berichte bringen * In letzter Zeit haben sich erfreulicher Weise viele Brüder an die Großloge um Uebermittelüng von Material zu Fragen, die in unseren Monatsberichten behandelt wurden, gewandt. Das Großlogenarchiv ist aber nicht immer in der Lage, allen Wünschen zu genügen, zumal wenn mehrere Brüder gleichzeitig zu einem und demselben Thema das entsprechende Material verlangen. Aus dem Grunde werden die w Logen gebeten, die Monatsberichte, Ausschußprotokolle wie überhaupt offizielle Schriftstücke in ihren Archiven zu sammeln und binden lassen zu wollen. Es wäre wünschenswert, auch die früheren Jahrgänge der Monatsberichte gebunden in den Bibliotheken aufzubewahren. Dadurch würden die Logen in der Lage sein, die Brüder bei Referaten und Vorträgen mit dem nötigen Material zu versorgen, ohne erst das Großlogenarchiv in Anspruch nehmen zu müssen. > Selbstverständlich sind wir bei Anfragen nach wie vor allzeit bereit, die betreffenden Literaturnachweise zu geben, auf Jahrgang und Nummer der Monatsberichte, in denen sich Aufsätze zu irgend einem Thema finden, hinzuweisen; das Material selbst müßte jedoch, soweit es die Monatsberichte betrifft, in der betreffenden Loge zu beschaffen sein, ■ ',' '■ 0 % t Söhne und Töchter auswärtiger Brüder. Die vier Berliner Logen wollen den Söhnen und Töchtern auswärtiger Brüder, die in Berlin zu längerem Aufenthalte weilen, Gastfreundschaft bei Logenveranstaltungen gewähren und ihnen auch sonst zur Seite stehen. (Siehe Mitteilungen in dieser Nummer.) ■ Wir empfehlen diese brüderliche Betätigung allen übrigen Logen zur Nachahmung und erinnern an eine ähnliche Anregung, die Br. Marx in der w. Friedrich- Loge in Heidelberg vor mehreren Jahren gegeben hat (Vergl. den Artikel „Eine beachtenswerte Anregung", Monatsberichte 1908 Nr. 6, S. 70.) * ■ .-• * »' * Zufolge mehrfacher Anfragen geben wir bekannt, daß die Bücher von_Br. Maretzki noch in einer geringen Anzahl von Exemplaren vorhanden sind. Die Geschichte des Ordens Bnei Briss in Deutschland, die die Großloge im vorigen Jahre in einem Rand-