Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Nr. 13 - Dezember
- Date
- 1913-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Aufbringung des Betrages wird den Logen überlassen. Die Versammlung stimmt einer Anregung des Br. Maxim. Stein zu, wonach dieser Hilfsfond den Namen Adolf Kraus-Fond führen soll. 7. Der Antrag auf Einrichtung eines Ordnen st a g e s wird angenommen. 8. Der Antrag auf Herausgabe einer Geschichte des Ordens zum 75jährigen Jubiläum wird dem General-Komitee überwiesen behufs Erledigung im Sinne der Antragsteller. 9. Der Antrag auf Befreiung von der Kopfsteuer bei Konkursen etc. wird abgelehnt. 10. Der Antrag betreffend Mischehe wird auf die nächste Großlogensitzung vertagt. 11. Der Antrag auf Schaffung eines jüdischen Schiedsgerichts wird demG e n e r a l-K o m i t ee als Anregung überwiesen. 12. Die Anträge Kuznitzky zum ehrenrät- 1 ichen Verfahren werden mit allen Abänderungsanträgen (Story, Schindler etc.) dem General-Komitee überwiesen behufs Erledigung durch ein Unterkomitee. Nach definitiver Feststellung dieser Bestimmungen sollen die einzelnen Logen einen Hinweis auf die Bestimmungen der Großloge in ihre Nebengesetze aufnehmen. 13. Es werden ferner dem General-Komitee überwiesen: a) Die These des Br. Bau mann, welche lautet: Die Vollversammlung der Großloge erkennt die beherrschende Bedeutung an, die die Tatsache, daß die deutschen Juden sich immer mehr in den großen Städten konzentrieren, für den Fortbestand und den ferneren kulturellen und sittlichen Aufstieg der deutschen Judenheit hat. Sie erklärt es daher '■ für eine 'Hauptaufgabe unseres Distriktes, in Organisation und Arbeit sich den Forderungen und Notwendigkeiten anzupassen, die aus der bezeichneten Konzentrierung entspringen. b) Die These des Br. C o h n-Dessau, welche lautet: Gemeinschaftsarbeit im Gegenwartsleben der deutschen Juden kann nur im Einklang mit den Ordensidealen richtig geleistet werden. Um sicher zu stellen, daß alle Gemeinschaftsarbeit, insbesondere die sozialpolitische, im Sinne der Ordensideale geleistet werde, ist neben der an sich bedeutsamen Mitarbeit der Brüder erforderlich, die Großloge nicht nur mit dem Recht freier initiative auszustatten, sondern auch die dazu erforderlichen Geldmittel bereitzustellen. Den Bßr. ist zu empfehlen, bei der Einrichtung sozialer Stiftungen die Großloge öfter als bisher mit der Verwaltung zu beauftragen. c) Die Thesen von Br. Story betreffend die äußere Gestaltung der Großlogentagung. d) Die These des Br. Apfel, welche lautet: 1. Mit Rücksicht auf die vor kurzem erfolgte Gründung des Verbandes der Logenfrauenvereine, dessen Tätigkeit und Erfolge abgewartet werden müssen, empfiehltes sich, die Verhandlung über die Angelegenheit „Frauenfrage" zu vertagen. 2. Es ist ein (gemeinschaftliches) Zusammenarbeiten von Männern und Frauen in der Loge anzustreben. * r (Die These 2 ist als persönliche These des Referenten anzusehen, da eine sachliche Debatte nicht stattgefunden hat.) e) Die Thesen des Br. Baumann zur Thesaurierungsfrage: 1. Es ist nötwendig, daß die Logen thesaurieren. Insbesondere sollen sie für. ihre bestehenden Institutionen Fonds ansammeln bis zu einer Höhe, die schließlich die Deckung der Kosten dieser Institutionen aus den Zinsen der Fonds ermöglicht. 2. Soweit diese Fonds nicht durch Stiftungen hergestellt werden, sollen, sie allmählich aus einem zu diesem Zweck alljährlich bereitzustellenden Teile der laufenden. Einnahmen der Logen erwachsen. 3. Mindestens 10 der laufenden jährlichen.; Einnahmen der Logen sind zur Thesaurierung zu verwenden. 4. Soweit, um dies zu ermöglichen, Ersparungen notwendig sind, sollen dieselben in erster Linie an den Etats der Regiekosten und Einzelunterstützungen vorgenommen werden. Von selbst versteht es sich meiner Meinung nach, daß diese Thesen — ihre Billigung durch die Großloge vorausgesetzt — keine rechtliche Bindung der Logen enthalten. Es ist nur ein wohlgemeinter Rat, den ihnen die Großloge erteilt und von dem sie freilich mit Zuversicht hofft, daß er auch befolgt werden wird. ' 14. Die Anträge L e s s e r - Beuthen, welche lauten: Antrag A. Der Etatposteri für 1914,1915: Mark 4500.— Sitzungen des Generai-Kömitees, ist zu