Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Nr. 12 - November II
- Date
- 1913-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
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Br. Stein spricht für die Bewilligung, doch solfte der Beirag nicht dauernd in Aussicht gestellt werden. Dagegen könne man den Logen die Unterstützung anempfehlen. Br. Bau mann unterstützt 'die Bewilligung, mit Rücksicht auf die über den örtlichen Kreis hinausreichende Bedeutung des Militärltauses. Br. Merzbach verlangt das Eintreten der zwölf Logen des südwestdeutschen Logenverbandes, tla Metz zu deren Bereich gehöre-. Br. Jeselsohn entgegnet, dali die meisten dieser Logen bereits das Heim unterstützen. Er ist gegen eine Empfehlung an die Logen. Das General-Komitee'beschließt gegen 2 Stimmen die einmalige Bewilligung von 600, M., sieht aber von einer Empfehlung an die Logen ab. Br. Stein berichtet gestützt auf sein bereits vorliegendes Referat über den Katastrophenfond/) Er führt kurz aus, daß hier ein Herzenswunsch des hochw. Ordenspräsidenten Kraus seiner Erfüllung harre. Die Selbständigkeit des Distriktes werde völlig gewahrt, bleiben. Die Oroßloge für Deutschland behalte die Verwaltung und Verwendung des Fonds. Es sei aber kein Zweifel, daß wenn es die Not des Augenblicks erheische, die Gemeinsamkeit aller Distrikte in der Verwendung der Gelder des Fonds herbeigeführt sein würde. Br. Jeselsohn bemerkt, daß die Ausführungen von Bf. Stein sich durchaus mit der Auffassung decke, die Br. Kraus selbst über die ganze Sache kundgegeben habe. Br. C o h ti regt an, einen Teil der Mittel, die aus dem von Br. Goldschmidt vorgeschlagenen Ordens-, tag eingehen würden, dem Katastrophenfond bis zu einer gewissen Höhe zuzuführen. Br. Stein ist der Meinung, daß in jeder Loge mindestens 1 M. pro Kopf dem Fond überwiesen werden müßte. In welcher Weise die Loge die Gelder aufbringe, sei ihre Sache — ob durch Logengelder ouer durch Umlage., Br. Wo 1 f ist gegen jede neue Steuer nach der erst kürzlich eingetretenen Erhöhung der Zahlungen, wie überhaupt gegen den Katastrophenfond, dessen Notwendigkeit nicht nachgewiesen sei. Br. Timendorfer befürwortet den Fond mit besonderer Rücksicht auf die so dringlich von Bruder Kraus ausgesprochenen Wünsche. Er berührt dabei das Verhältnis der großen jüdischen Organisationen bei gemeinsamen öffentlichen Hilfeleistungen. Den Logen würde kein neues Opfer zugemutet,- es-handele sich gewissermaßen um eine Vorschußzahlung — nichts weiter. Br. Heineinann wendet sich mit Entschiedenheit gegen den TonJ. Man solle ostentativ dagegen stimmen,, aufs Ungewisse hinaus brauche man kein Geld zu sammeln. Br. Jeselsohn erinnert daran, .daß'die dänische Loge und die Orient Lögen 2 Frcs. pro Kopf autbringen. Soll Deutschland sich ausschließen? Br. Ginsberg wünscht erst die Schaffung der Mittel geklärt zu wissen. Die Logen konnten nichts mehr aufbringen — zur Abführung an die GroJSloge. Br. Schleyer: Die Sorge um die eigenen Brüder miklte uns näher stehen, als die Sorge für Außenzwecke. Br. Beer tritt für die Schaffung des Fonds ein. Br. L i s s e r schlägt vor, aus dem zu erwartenden Ertrage des Ordenstages 1 M. pro Kopf dem Hilfsfpnd zuzuführen. Br. M e r z b a c h wendet sich gegen den Fond. Für ihn käme höchstens ein gelegentliches Zusammengehen mit den anderen Distrikten in Frage. Br. Apfel hebt dagegen den Vorzug hervor, daß man durch Gründung dieses Fonds im Bedarfsfalle nicht erst Geld zu erbetteln brauche. Br. B a u m a n n bekennt sich als entschiedener Gegner. Die Stimmung in den Logen würde odiös werden. Die Errichtung eines derartigen Fonds gehöre nicht zu den Aufgaben des Ordens. . Br. Stein führt demgegenüber im Schlußwort an, daß „den Opfern der Verfolgung zu Hilfe zu kommen" doch wohl zu den vornehmsten Aufgaben des Ordens gehöre. Dies würde sogar an jedem'Logenabend den. Brüdern durch das Ritual ins Gedächtnis geprägt. Die Logen sammelten in dem. ups "beschäftigenden Falle gewissermaßen Spargelder für Notfälle. Das Geld wird zu Händen der Großloge aufgespart, verwaltet und das, General-Komitee könne ruhig die Empfehlung aussprechen. Eventl. könnten ja wohl auch die Mittel des Ordenstages für den beabsichtigten Zweck zur Verwendung gelangen. Br. P eiser hält es für richtig, daß den Logen jegliche Freiheit gelassen, werde, was Br. Timendorfer zusichert. Br. G i n s b e r g betont noch, daß er nur für den Antrag eintreten könne, wenn , die Deckungsfrage gleichzeitig gelöst sei. Br. Jeselsohn läßt nunmehr zur Abstimmung schreiten. An erster Stelle wird die prinzipielle Frage gestellt: Soll ein sogenannter Katastrophen- oder Hills-