Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Nr. 12 - November II
- Date
- 1913-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/4864325-6029030-6074232--1627-4865747- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die BBr. Cohn und Moritz sprechen dagegen. * Die hier gestellten Aufgaben gehörten nach unseren Satzungen nicht zu unseren Pflichten, dafür müßten andere Organisationen eintreten. Br. Ginsberg entgegnet, daß wir nach unseren Satzungen bestimmte religiöse Richtungen nicht unterstützen dürften, aber wir müßten doch die Religion an sich durch unsere Förderung erhalten. Br. Timendorfer spricht für «die Bewilligung besonders mit Rücksicht auf den D. I. G. B, und seinen jetzigen Vorsitzenden Prof. Kalischer, der die Ablehnung als einen unfreundlichen , Akt gegen sich empfinden würde. Der Antrag der Unterstützung ist vom D. I. G B. gestellt. Br. B a e r w a 1 d tritt warm für die Bewilligung ein. Die 40 CCO M., die aus den Fonds der preußischen ■ Regierung den Zwecken der jüdischen Religion zuflössen, genügten in keiner Weise. Dazu kommt, daß das preußische Volkssehulgesetz noch so außerordentlich viel Hinderungen der Auszahlung enthalte. Es wäre ein grober Fehler, die Bewilligung zu versagen. Br. Schleyer erklärt sich, nachdem er früher ein Gegner der Bewilligung gewesen sei, nach den in der Diskussion gehörten Ausführungen für die Unterstützung. Der Antrag wird gegen eine kleine Minderheit ' angenommen. Nach der nunmehr stattfindenden Frühstückspause übernimmt Br.Jeselsohn auf Wunsch von Br. Timendorjer die Leitung. Br. Goldschmidt erhält das Wort zu seinem Antrag der Einrichtung eines gemeinsam von allen Logen und mögli;hst gleichzeitig zu begehenden ■ Ordenstages. Er bezieht sich auf seine in der Juli-Nummerder Monatsberichte veröffenthehten Ausführungen: „Der Orden und die Beschaffung der Geldmittel für freie Liebestätigkeit", und auf seine zu dem Antrag direkt vorliegenden engeren Ausführungen. Der Grundgedanke ist die Konzentration der Ordensinteressen auf einen bestimmten Tag, dessen Wirkung hoffentlich den Tag überdauern würde. Die Ausführung bedeute: historische Erinnerung an die Gründung des Ordens (13. Oktober 1843) durch Reden, die auf die Gründung Bezug hätten oder auch ein beliebiges Ordensthema anschlügen, durch edle Geselligkeit, durch ein nur den eigenen Kräften entsprechendes „Opfer" für den Orden bezw. für die Loge ohne jeden äußeren Zwang. Hier sei auch eine Möglichkeit gegeben, die Nichtlogenbesucher etwas mehr für den Orden zu aktivieren. Der Gemeinsamkeitsgedanke aber sei die Hauptsache. Ausgestaltungsvorschläge würden von der Zentrale aus gemacht werden. Das Großlogenorgan würde im Oktober eine entsprechende Gestaltung zeigen. Redner bittet um allseitige Unterstützung. Br. Timendorfer fügt hinzu, daß der Gedanke im Geschäftsausschuß sympathisch aufgenommen worden und auf eine würdige äußere Form Wert gelegt worden sei. Br. Merzbach wünscht, daß man den Logen in der Ausführung möglichst freien Spielraum lassen solle. Br. Jeselsohn stellt die sympathische Aufnahme des Vorschlages auch seitens des General- Komitees fest. Somit nimmt der Antrag seinen weiteren Weg in die Großloge. Br. Goldschmidt berichtet dann weiterhin über längere Zeit zurückliegende Wünsche einiger Logen auf Verbilligung der Monatsberichte. Et betont, daß die Grußloge bei dem jetzigen Modus Zulagen machen müsse, es aber doch noch dabei ermögliche, den Wegweiser Lehrern und Schülern unentgeltlich zu übersenden, ein sehr nützliches Verfahren, das dankbar empfunden würde. Bei einer Verteuerung für die Großlöge würde dies wohl wegfallen müssen. Das General-Komitee beschließt die Beibehaltung des bisherigen Preises. Br. Metzenberg berichtet und befürwortet die Unterstützung des Soldatenheims der Lothringen-Loge. Es handele sich um ein Unternehmen, das über die Stadt Metz hinaus Bedeutung beanspruchen dürfte. Der Lothringen-Loge falle es gerade jetzt durch besondere Umstände schwer, die erforderlichen Kosten aufzubringen. Sie benötige 600 M., und man solle sie ihr bewilligen. Br. S c h u 1 h ö f e r ist für reichliche Unterstützung. Das Militärhaus würde auch oft von christlichen Soldaten besucht, wodurch die Kameradschaft gestärkt würde. Br. Beer unterstützt die Bewilligung der vorgeschlagenen Summe. Br. Schleyer fragt, was die Gemeinde Metz beitrage. Nur wenn diese nicht leistungsfähig sei, müßte man in größerem Umfange eintreten. Br. Cohn bittet zu berücksichtigen, daß es sich nur um eine einmalige Unterstützung handele.