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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-11-01 · Nr. 11 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 11 - November
Date
1913-11-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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bezüglichen Akten durch den Magistrat in Lübbecke (Westfalen). Der Austausch der „Mitteilungen" gegen die Veröffentlichungen anderer geschichtsforschender Vereine hat bisher zu dem Austauschverkehr mit 99 Vereinen geführt. Die letzte größere Bereicherung erfuhr das Archiv durch die Verbindung mit de^ von Herrn Karl Schwarz begründeten Jüdischen Kunstarchiv. Diese Sammlungen bleiben vorerst in der Verwahrung und Verwaltung des Begründers (Aschaffenburgerstr. 20), stehen aber bereits jetzt der allgemeinen Benutzung offen. Bisher mehr die Leistungen jüdischer Künstler berücksichtigend (Photographien, Beschreibungen, Biographien etc.), werden sie jetzt auch die Kunstaltertümer (Synagogen, Kultgegenstände etc.) berücksichtigen und sich so den eigentlichen Interessen des Oesamtarchivs enger anschließen. Täubler. Bericht des Sonderausschusses der Großloge für die geistigen Interessen. Die Gründe zur Bildung des Sonderausschusses und die Tätigkeit des Ausschusses sind wiederholt Gegenstand der Erörterung in den Großlogenberichten gewesen. So in der Beilage zum Großlogenbericht vom Februar 1912, desgleichen vom Mai 1912, desgleichen vom September 1912, ferner im Großlogenbericht vom März 1912, vom Juli 1913 (Inhalt des Protokolles über die Sitzung des Ausschusses vom 9. Februar 1913) und in dem letzten zusammenfassenden Bericht vom September 1913. Es genügt daher, an dieser Stelle lediglich kurz eine orientierende Schilderung über die Gründe zur Bildung des Ausschusses und dessen Tätigkeit zu geben. ' I- '/" ■ ' Gründe zur Bildung des Ausschusses. Man ging von folgenden Erwägungen aus: Bei den meisten Logen, insbesondere den kleinen Provinzlogen, sei, wie eine Inspektionsreise ergab, eine ,,geistige Auszehrung", ein „Hunger nach geistiger Nahrung" festzustellen gewesen. Die Erwartungen in Bezug auf Förderung geistiger Interessen, welche man an die Tätigkeit der Logenverbände geknüpft hatte, hatten sich nicht voll erfüllt. Auch die Rednerlisten, welche von der Großloge z^isämmengesteirt wurden, haben die Lücke nicht auszufüllen vermocht. Es se' notwendig, durch Vorträge, Referate in den Logen „positive Arbeit zu verrichten" d. h. eine „Aktivierung" der einzelnen Logenbrüder herbeizuführen, sie zu sozialem Denken, zur Mitarbeit heranzuziehen. Die tatsächlich in den einzelnen Logen vorhandenen Kräfte würden nicht nutzbar gemacht; dem Uebejstande könnte durch Uebersendung geeigneter Themata mit Dispositionen gesteuert werden. Vjele Referate usw., welche allgemeines Interesse verdienten, verkümmerten in den Archiven der einzelnen Logen, während eine Zentralstelle sie allen Logen zugänglich machen könnte. Eine Zentralstelle vermöchte wegen ihrer größeren Regsamkeit und Spezialisierung ihrer Tätigkeit viel eher eine kontrollierende, anregende und fördernde Wirksamkeit zu entfalten, und zwar auf allen Gebieten, welchen die Gioßloge gerade ihre Aufmerksamkeit zuwendete. Das Material, welches in den Jahrgängen der Grolilogenzeitung, in Propagandaschriften, Festzeitungen und dergleichen vorhanden sei, müßte für die Allgemeinheit und für jeden einzelnen durch entsprechende Wirksamkeit eines geistigen Ausschüsse^ ans Tageslicht gezogen werden u. dergl. u! Tätigkeit. a) Der- Sonderausschuß einigle sich in seiner ersten Plenarsitzung über gewisse .Grundsätze, nach welchen die Sitzungen in den einzelnen Logen ausgestaltet werden sollten, sowie über sein eigenes Arbeitsprogramm. Nach diesem Arbeitsprogramm war der von dem Sonderausschuß gewählte Arbeitsausschuß in zwei Richtungen tätig. In formeller Hinsicht zog der Sonderausschuß Berichte der einzelnen Logen 'über ihre geistige Tätigkeit ein, erforderte Referate, Manuskript-Exemplare über gehaltene Vorträge, teilte den einzelnen Logen etwa 100 Themata, für welche Literaturangabe vorhanden ist, mit, stellte eine neue Rednerliste auf, machte Vorschlage zur Verbilligung des Vortragswesens, organisierte die „korrespondierenden Mitglieder" und entwarf für diese eine eingehende Instruktion. In materieller Hinsicht sammelte der Sonderausschuß literarisches Material für die vorgeschlagenen Themata, sichtete diese Themata selbst, propagierte gewisse von den Mitgliedern des Sonderausschusses gegebene Anregungen,, ließ die aus den

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