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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-11-01 · Nr. 11 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 11 - November
Date
1913-11-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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vorher privater Archivalienbesitz, namentlich ramilienpapiere. Als besonders umfangreiche Gruppe»' (raten die David Wasserman n sehen Literalien zur Geschichte der Juden in Bayern und die von Herrrr Gemeinderegistrator a. D. J. S ü ß m a n n in Pankow im Interesse des Archivs ins Werk gesetzte Sammlung von Schriften und Akten jüdischer Vereine, Stiftungen, Institute hinzu. Die Süßmannsche Sammlung, die ihrem Begründer große Opfer an Zeit, Arbeit und Kosten auferlegt, hat bereits zu der Vereinigung der Schriften von 203 Vereinen geführt und. führt uns Woche für Woche neues Material zu. Bei den Wassermannschen Literalien handelt es sich um Exzerpte und Abschriften von Urkunden und Akten, die Herr D. Wassermann in München in jahrelanger Arbeit angefertigt hat. Die benutzten Archive sind: Allgemeines Reichsarchiv, München; Kreisarchiv, München; Kgl.Geh. Staatsarchiv, München; Archiv des Kgl. Hauses, München; Städtisches Archiv, München; Erzbischöfliches Ordinariat, München; Protestantisches Oberkonsistorium, München; Kreisarchiv von Schwaben und Neuburg in Neuburg a.D.; Kreisarchiv von Niederbayern in Landshut; Kgl. Kreisarchiv in Nürnberg; Stadtarchiv, Nürnberg: Kgl. Kreisarchiv, Würzburg; Kgl. Kreisarchiv, Speyer; Kgl. Kreisarchiv, Bamberg; Kgl. Kreisarchiv, Amberg; Gräfl. Archiv von Castell- Castell; Städtisches Archiv, Weißenburg i. B. — Die Reihenfolge der Abschriften folgt der Anordnung in den Archiven; ebenso Titel und Signaturen. Die Benutzung wird außerordentlich erleichtert durch die Namen- und Sachregister, ebenfalls Herrn Wassermanns eigenes Werk, von dessen Umfang die Tatsache, daß es sich allein bei den Personennamen um mehr als 15000 handelt, eine Vorstellung gibt. Diese Sammlung wurde dem Gesamtarchiv als Stiftung im November v. j. überwiesen und wurde bereits in 49 Fällen zu wissenschaftlichen Zwecken benutzt. Die Benutzung des Gesamtarchivs zu wissenschaftlichen wie zu geschäftlichen Zwecken steigt, parallel der gesamten^'Entwicklung des Archivs, von Jahr zu Jahr. Besonders gilt dies für Anfragen familiengeschichtlicher Art. Für diesen Zweig ist das Gesamtarchiv mit der Zentralstelle für deutsche Personen- und Familiengeschichte, Sitz Leipzig, auf deren Wunsch in engere Fühlung getreten. Die im letzten Bericht in Aussicht gestellte Vereinbarung mit dem Generaldirektorium der Staatsarchive, L'ebsrgabe Staat Ii eher Akten zar Geschichte der Juden betreffend, ist inzwischen vom Staatsministerium genehmigt worden und hat bereits tn einigen Fällen zur Uebergabe von Akten geführt. Von den zweimal jährlich im Umfange von 100—200 - Seiten erscheinenden „Mitteilungen des Gesamtarchivs der deutschen Juden" Iregt der dritte Jahrgang abgeschlossen vor. Der 4. Jahrgang, als Doppelheft ausgegeben, wird im Dezember d. Js. erscheinen. Im 3. Jahrgang findet sich S. 55— &\ ein ausführlicher Geschäftsbericht. Der Hauptinhalt des 4. Jahrgangs wird eine genaue Entwicklung und wissenschaftliche Begründung des Planes eines mehrbändigen Urkundenwerks zur Geschichte derjuden in Deutschland bilden. Der erste Band soll bereits im Sommer 1916 zur Ausgabe kommen. Die Vorarbeiten wurden schon jetzt für wissenschaftliche Zwecke in der Lehranstalt für d ie Wissenschaftdes Judentums benutzt und werden außerdem den Bearbeitern der von der Ge se lisch a f t zur Förderung der Wissenschaft des Judentums herausgegebenen Germania Judäica zur Verfügung gestellt. Die Gesellschaft beteiligt sich zum Entgelt mit jährlich 1200 Mark an der Besoldung des wissenschaftlichen Hilfsarbeiters am Gesamtarchiv. Diesen Posten hat seit dem Abgange des Dr. N. M. Nathan (Nov. 1911) Dr. G. Herlitz ihne. Die für Bayern in Aussicht genommene, den Interessen unseres Archivs entgegenstehende Begründung eines Landesarchivs, von der in dem vorigen Bericht die Rede war, hat sich nicht durchführen lassen, so daß die bayrischen Gemeinden uns nun offen stehen. Dagegen hat in Hessen trotz eifriger Gegenarbeit die staatliche Denkmalpflege-Kommission die in Wirklichkeit in dieser Form unmögliche Sorge für die Archi- . valien jüdischer Gemeinden in den Bereich ihrer eigenen Tätigkeit gezogen. Die Unmöglichkeit, auf diesem Wege etwas Ersprießliches zu leisten, wird sich wohl so rasch aufdrängen, daß wir trotzdem in einen Ausgleich mit der Denkmalpflege-Kommission zur Uebernahme der hessischen Gemeinde-Akten kommen zu können hoffen dürfen. Die Bearbeitung des jüdisch-geschichtlichen Inhalts von Staats- und Stadtarchiven wird fortgesetzt und führte u. a. zu einer Veröffentlichung über die auf Juden bezüglichen Akten des Kgl. bayrischen Kreisarchivs der Oberpfalz in Amberg, von Bezirksrabbiner Dr.iM. Weinberg in Amberg, und jüngst — der erste Fall dieser Art — zur depositarischen Uebergabe der auf Juden

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