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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-11-01 · Nr. 11 - November · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 11 - November
Date
1913-11-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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Herrn Superintendenten Trieloff, eines Freundes unseres Institutes, lebhafte amtliche Anerkennung. Der Religionsunterricht untersteht der Aufsicht des Kuratoriumsmitgliedes, des Br. Rabbiner Dr. Schreiber in -Potsdam. Die erfreulichen Früchte treten bei festlichen Anlässen, besonders bei - dengut besuchten ChanukafeiefTh auf einem größeren, aus Vorstandsmitgliedern, Angehörigen der Zöglinge und Freunden der Anstalt zusammengesetzten Kreise zutage. ■ Bei solchen Veranstaltungen hat man auch Gelegenheit, die Erzeugnisse des von dem Lehrpersonal erteilten Handfertigkeitsunterrichts sowie der von der Frau Inspektor den Mädchen erteilten hauswirtschaftlichen Unterweisung und der von unserem Wärter, einem gelernten Tischler, und den eigens hierzu angestellten Handwerkern, einem Schneider und einem Korbmacher, erteilten Lehre kennen zu lernen. Die Kinder bleiben im allgemeinen bis zum IS. Lebensjahr in der Anstalt. Von 33 Knaben smd 7 über 16 Jahre alt, 1 Knabe kann als völlig erwerbsfähig bezeichnet werden, 2 als teilweise erwerbsfähig, 4 als gebessert, aber minder erwerbsfähig. .Ueber die Aufnahme des Zöglings Aton Hess in die Schneiderinnung hat Herr Inspektor Bein nachstehendes Schreiben an uns gerichtet, das wohl von Interesse sein dürfte: ......Hierdurch teile ich ergebenst mit, daß ich ^tbtern mit dem Knaben Aron Hess in der Sitzung der Schneider-Innung zu Beelitz anwesend war. Da unter den Aufnahme-Bedingungen eine Bestimmung sich befindet, daß nur solche Knaben als Lehrlinge aufzunehmen sind, die weder körperliche noch geistige Gebrechen haben, so meinte der Obermeister, daß bei diesem Knaben, der aus einer Anstalt für Schwachsinnige kommt, eine Prülung auf die geistigen Fähigkeiten vorgenommen werden müßte. . Zu diesem Zwecke mußte der Knabe mit erscheinen. Da .ich im wesentlichen die Prüfung des Knaben übernahm — besonders mußte er verschiedene Rechenaufgaben lösen — so hat er die Prüfung bestanden, und er wurde dann von der Innung für aufnahmefähig erklärt Er ist sofort in das Innungsbuch eingeschrieben worden, und ich habe eine Einschreibegebühr von M. 3.— entrichten müssen. — In der Anlage überreiche ich ein Exemplar des mit Vorbehalt unterzeichneten Vertrages." Der Vermögensbestand, der über 70 uOO M. beträgt, ist als günstig zu bezeichnen-, sodaß der Gedanke eines Erweiterungsbaues ins Auge gefaßt werden kann. Der Kassenbesiand stellt sich nach den Büchern vom 31. März 1913 auf 61 939.58 M. Für den Ausbau der Anstalt käme in Betracht eine Erweiterung für Schulzimmer und Schlafgelegenheiten. Die Kosten würden etwa 40 ^50 000 M. betragen, die Werkstätten mit inbegriffen. Der Ausbau der Anstalt soll ins Werk gesetzt werden. Werkstätten werden nur nach Maßgabe der vorhandenen Mittel eingerichtet werden. > . Zuwendungen: Oscar u. Betty Tietz-Stiftung 5000M. Boas-Stiftung 500 M, Mandelbaum-Stiftung 5000 M. Dr. W. Neumann. Jaffa'sches Fürsorge- und Waisenheim der Großloge 1ür Deutschland VIII U. O. B. B. 1911 1913. Im Mai 1911 siedelte das Heim von der Leibnizstraße 106 nach der Roscherstraße 5 über. Für 20 Kinder kann Aufnahme gewährt werden. Der Mietszins beträgt 4000 M. Im Jahre 1912 13 befanden sich im Jaffaheim 20 Zöglinge. Nach vollendetem 14. Lebensjahre schieden am I. Januar 1913 drei Knaben und ein Mädchen aus. Das Ausscheiden mit Beendigung des 14. Lebensjahres hat beschlußgemäß zu erfolgen, solange die Anstalt in gemieteten Räumen untergebracht ist. Vier neue Zöglinge rückten in die frei gewordenen Stellen ein. Ostern 1913 verließen drei Zöglinge das Heim. Die Sorge um die Kinder wird auch nach ihrem Ausscheiden fortgesetzt. Der Unterricht ergab erfreuliche Resultate. Einige Kinder wurden durch Schulprämien ausgezeichnet. Auch für die körperliche Ausbildung und jugendliche Erheiterung wurde Sorge getragen. Von den Kindern, die gegenwärtig im Heim erzogen werden, sind drei Vollwaisen, elf Halbwaisen; sechs haben noch beide Eltern. Der Herkunft nach sind fünf unserer Zöglinge Ausländer. Von den Einheimischen sind zwölf aus Berlin, ein Kind stammt aus Ratibor, eins aus Hirschberg und eins aus Breslau. Das jüngste Kind ist sechs, das älteste vierzehn Jahre aH. Der Gesundheitszustand war b:s auf wenige Ausnahmen ein guter. Die Sommerferien verbringen die Kinder in den "Ferienkolonien. Den Ehrendamen Frau Kommerzienrat Alandelba um und Frau Betty Tietz wurden am Tage ihrer

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