Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Nr. 11 - November
- Date
- 1913-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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die Erlernung eines Handwerks zu gewinne» und sie '>ei geeigneten Jüdischen Meistern unterzubringen. Die Kommission hat im A}>ril 1912 mit ihrer Arbeil begonnen und 6 Lehrlinge untergebracht. — i) Auf dem Gebiete-geistiger Fortbildung U-t zunächst der von der (Irossloge eingesetzte Son «1 d r a u sschuss für geistige Interessen zu nennen. Uber den an. anderer Stelle ausführlich berichtet wird. Die Salomon-Munk-Loge hat eine Bibliothek begründet, enthaltend Wissenschaft liehe Werke. Literatur und Belletristik; die Benutzung derselben von seitCu der Brüder und deren Familien ist eine befriedigende. - Für Volksbildung und Unterhaltung ist zu den bereits in Berlin und München bestehenden Toynbeehallen in diesem Herbste eine dritte hinzugek......neu. die von der Frankfurt-Loge begründet wurde. Den Etat für das erste Jahr hat die Loge aus Logenmitteln zur Verfügung gestellt. k) Die Arbeitsnachweise sind um 20 vermehrt, so dass die Zahl der dem Verband der Arbeitsnachweise angeschlossenen Arbeitsnachweise, wie in dem Spezialgericht mitgeteilt wird, von 41 auf 07 gestiegen ist. Die Logen betrachten das Gebiet der Arbeitsnachweise als selbstverständliche Tätigkeit des Ordens, so dass die Arbeitsnachweise als Neuschöpfungen sehr selten von den Logen aufgefüllt werden. An diesen Bericht kann die Feststellung angeschlossen werden, dass der (>rden nie versagt, wenn es sich um Beihilfe bei katastrophalen Unglücksfällen handelt. Ausser den B a 1 k a n s a m in 1 u n g e n. die 23600 Mark direkte Eingänge bei uer Grossloge ergeben haben, haben die Logen im Herhst HUI für die durch die Brandkatastrophe geschädigten Juden in Bahrt bei Konstantinopel 750"> Mk. eingesandt, und anlässlich der Judenmetzeleien in M a r o k k o im Sommer 1912 sind bei der Grossloge an Spendensammlungen 40 218.20 Mk. eingesandt. Die Timendorf er - St itt ung. die an und für sich erst die Zinsen verteilen dürfte, sobald das Kapital den Betrai; von 20 000 Mk. erreicht hat. was bisher noch nicht der Fall ist. ist trotzdem im Jahre 1913 bereits in Aktion getreten. Es sind iremäsdem Beschluss des Kuratoriums vom .50. April 1913 zwei jungen jüdischen Gelehrten Beträge von 1000 resp. tiOO Mk. bewilligt worden. In meinem früheren Bericht habe ich zugleich auch über diejenigen Institute berichtet, welche als sogenannte Grosslogeninstitute in Frage kommen. Da diese Berichte mit der Zeit einen überaus grossen Umfang annehmen, sollen dieselben diesmal ausserhalb meines Berichts besonders erscheinen, gelten allerdings für die Behandlung, also auch für die allgemeine I »ebatte. aU Bericht des Grosspräsidenten. Seit dein l. Januar 1913 fungiert unser 1. Br. G o 1 d- -chmidt als neuer Grosssekretär. Man wird anzuerkennen haben, dass sich Br. Goldschmidt recht schnell in die Arbeiten des Sekretariats eingelebt hat. Auch die weitere Erwartung der Entlastung der Ausschussmitglieder ist insofern eingetreten, als, schon jetzt Bruder Goldschmidt von zahlreichen Logen gebeten wird. Vorträge hei ihnen zu halten. Die .Monatsberichte. die unser I. Br. ■ Finkel im Vereine mit dem Red.-Komitee~(den BBr. Maretzki und G o Usch m i d t) redigiert, erfreuen sich einer Steigernden Anerkennung. In der Berichtszeit sind von unserem Logenorgan erschienen: im Jahre 10t 1 — Monatsberichte: 11 Nummer«. Beilagen: 3. Wegweiser: 0. im Jahre 1912 — Monatsberichte: 10 Nummern. Beilagen: Ii. "Wegweiser: 0. In der Sitzung des GesChäftsaus.-chus^es vom 21. August 1913 sowie in der letzten Sitzung des Gen - Komitees vom 19. November d. J. wurde an der Hand einer Aufstellung über die Ausgaben für die Monatsberichte sowie über die durch sie üns zufliessenden Einnahmen festgestellt, dass hei dem gegenwärtigen Modus der Berechnung der Monatsberichte. Beilagen und Wegweiser mit je 7 Mk. pro Hundert die Grossloge jährlich ca. 1000 Mk. zuschiessen muss. Trotzdem glaubten wilden Preis nicht erhöhen zu sollen: keineswegs aber darf er herabgesetzt werden, da wir bei einem niedrigeren Preise nicht in der Lage wären, den Lehrern. Schülern und sonstigen Freunden der Jugendliteratur den Wegweiser gratis zu senden. ' Für den Verlauf der (Irosslogensitzung verspreche ich mir besondere Anregung durch das Referat über ..Der < »rden im Gegenwartsleben der Judenheit" durch Bruder Colin-Dessau.. Die Person des Referenten bürgt für Öie Qualität des Referates. Der Referent wird sicherlich unsere Beziehungen und Mitarbeit an den grossen jüdischen Institutionen berühren, und für meinen Bericht kann ich konstatieren dass diese Beziehungen die allerherzlichsten und aller» besten sind — 164 — y