Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Nr. 11 - November
- Date
- 1913-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Sammlungen für den Balkan hat der Hilfsverern den Deutschen .luden unter Wm 8. Mai V)\2 au »lie Grossloge geschrieben: „In Zukunft wird der Hilfsverein Sammlungen, die infolge einer Katastrophe nötig werden, stet« in Gemeinschaft mit der Grossloge oder wenigstens — falls die Grossloge eine Mitunterzeichnung nicht für opportun hält — nach vorheriger Verständigung mit der Grossloge vornehmen." Dieses Versprechen des Hilfsvereins der Deutschen •luden ist vom Geschäftsausschu8S freudigst akzeptiert worden, und im Jahresbericht des Hilfsvereins der Deutschen Juden für das Jahr 1912 heisst.es bei der Schilderung det Sammlungen gelegentlich der verschiedenen Katastrophen: ..Zu besonderem Danke sind wir der Gr< ssioge für Deutschland CLO.B.B. verpflichtet,/denn wie -tets vorher haben auch diesmal die Logen in I Deutschland Hund in rland mit uns ah der Linderung der Not der von Katastrophen Getroffene*! gearbeitet und ihre Sammeltätigkeit mit der unsrigen vereint. Der Anteil der Logen an allen den Sammlungen (des Jahres 1912) beziffert Bich bis heute auf rund TöOCO Mark." Allerdings ein Ereignis in der letzten Zeil die Verhältnisse vielleicht verschoben, hie ..Föderation", die endlich nach mehrjährigen Bemühungen zustande gekommen ist und die grossen jüdischen speziellen Landes' bilfsorganisatv neu zusammenfasst, hat trotz des Antrages, den der Hilf «verein der Deutschen -luden gestellt hat. die deutsche Grossloge als ständig angeschlossene Organisation nicht zugelassen. Angeblich ist dies aus technischen Gründen erfolgt, zumal die angeschlossenen Organisationen auch politisch im Interesse der be-; drängten Glaubchsitfiider tätig sein sollen, was der deutschen («rossh.ge statuteninässig untersagt ist. Auch stunde nichts im Wege hei einer bestimmten Aktion jederzeit auch andere als die angeschlossenen Organisationen zuzuziehen. Man wird die weitere Entwicklung dieser ..Federation" abzuwartein haben. Line ganz besonders ruhige und leidenschaftslose Heratting wird aber der Antra}; der hanseatischen Logen über die Konsequenzen des Eingehens einer M i s c h e h e seitens eines Logenbrudere bedingen müssen. Anlaut: dieses .Jahres hatte eine Loire die Grpss» nige um Auskunft ersucht, Ob die Aufnahme einer Bestimmung in ihre Nebengesetze, dass ein Logenbruder -eine Mitgliedschaft ohlü? weitere-, verliert, falls er eine Mischehe einsieht. Aussicht hahe. genehmigt zu werden. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit dieser Brase hat der Gescbftftsausschuss dem (ieneralk/injitee die Beratung und Beschlussfassung überlassen. Das (ieneralkonütee hat seinerzeit einstimmig boschlos.-,enj. der betreffenden Loge zu empfehlen, eine solche Bestimmung nicht aufzunehmen, da die allgemeinen Bestimmungen über die Ausschlies.-ungsmöglichkoit bei Verletzung der Grundsätze des Ordens dem Generalkomitee ausreichend erscheinen. Nach der Auffassung des Generalkomitees sollte eben von Kall zu Kail geprüft werden, ob im Falle der Eingehung einer Mischehe eine Verletzung der fuif^ damentaleii Grundsätze des Ordens "y|»i liegt oder nicht. Demgegenüber bat der hanseatische Logenverband weitergehend hei der.'Grdsslöge den Antrag gestellt, i ine derartige Bestimmung in das Grosslogengeseiz aufzunehmen. So dai> jede Loge dann ohne, weiteres verpflichtet sein würde, für den'Fall der Eingehung einer Mischehe seitens eines ihrer Mitglieder dieses kraft (rrosslogengesetzes als ausgeschlossen zu erachten. Nur evenf. hat der hanseatisch» Logenverband l>eantragt, einer jeden- Loge die Erlaubnis zu erteilen, einen solchen Ausschluss statutenm&ssig festzustellen. I in für die Beratung in der Grosslogensitzung Material zu schaffen. hnl>e ich an die sämtlichen Logen dedeutscljon Distrikts eine Anfrage dahin gerichtet, ob sie Mitglieder besitzen, die iri-Mischehe leben, und wie -ich die Logen hei Aufnähme solcher Mitglieder oder , hei Schliessung einer Mischehe "eines Mitgliedes der Loge vorhalten haben. /■ Das Resultat w ar folgendes:" In den allermeisten Lögen ist fcejli l'all einer Mischehe vorgekommen. Die meisten Logen besitzen weder u-hehe goleht hat, einen Bruder, der bei Aufnahme.in Ali-ii noch einen solchen, der nach Aufnahme eine Mischehe eingegangen ist. - . 1!» \iii tinsern T!) deutschen. Logen konnten eine solche negative Feststellung nicht geben.- Bei der, Loge ...V meldeTrv .-ich ein Kandidat, der mit einer Christin verlobt war/die aher vor der Aufnahme ihre« Bräutigams in doii ( irden Jüdin geworden »var. . . - Die Loge ..B" besass einen Bruder, der sich vor etwa 2 .lahren mit einer ..Christin verlobte'«und sofort freiwillig austrat. Die Losr> ..''*' hesitzt e'rne-ii lir.mler. der sich mit einer Christin verloht hat. die aher Jüdin geworden ist. Die Loge ..D" hat einen K.iiidid; weil seine Tochter mit einen» ('bristen verjoht war Die Loge ,.E" hat einem Bruder. or der Hochzeit ton abgewiesen, ehe eingehen wollte, erklärt-er könm im Orden ve der eine Misch" - löj —