Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Nr. 10 - Oktober
- Date
- 1913-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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an die Eltern der Schüler und Schülerinnen der mittleren und unteren Kreise vor Abschluß der Schulhalbjahre, ev. die Abhaltung von Vorträgen vor den Eltern in Frage. Jedenfalls wäre es nunmehr wohl an der Zeit, dem Rat die Tat folgen zu lassen bezw. die Tat zu beginnen, indem man den notwendigen Rat denen erteilt, für die er wirklich bestimmt ist. Einjähriger oder zweijähriger Termin? Eine Entgegnung von Br. Expräsident D. L i c h t e n S t e i n D. K. L. . Unter den vielen Mitteln, welche zur Hebung des Logenlebens empfohlen werden, erscheint mir der Vorschlag des Br. Expr. Dr. Gunzenhauser in No. 7 der G.L.-Berichte unter der Ueberschrift: Einjähriger odenzweijährigerTermin? durchaus unzweckmäßig,und ich mochte davor warnen, den § 28 der G.L.-Gesetze zu ändern und den einjährigen Termin in einen zweijährigen umzuwandeln. Im Gegensatz zu Dr. (j habe ich in meiner 30jährigen Zugehörigkeit zum Orden die Erfahrung gemacht, clalJ Neuwahlen, Wahlvorbereitungen und Neuinstallationen geradezu erfrischend auf das Logenleben wirken. Wahlvorbereitungen haben natürlich in den dazu designierten Komitees stattzufinden, sodaß nur zwei Sitzungen im Jahre von Wahlen in Anspruch genommen werden, davon die eine mit der Nomination, die nur wenige Minuten dauert, und die zweite mit den Wahlen, während in der darauf folgenden Sitzung die feierliche Installation, welche vielfach von auswärtigen Expräsidenten vorgenommen wird, stattfindet. Also kein Zeitverlust, sondern mit Ausnahme des eigentlichen Wahlaktes Sitzungen, die erhebend und anregend wirken, besonders stark besetzt sind, und noch, recht viel Zeit für fruchtbringende Logentätigkeit übrig lassen. Verstimmungen und Gegensätze können gerade dadurch am besten gemildert werden, daß eine Aenderung in der Besetzung der Aemter schon nach einem Jahr stattfinden kann. In Uebereinstimmung mit Dr. G. kann ich bestätigen, daß es sehr schwer hält, immer die rechten Leute für die Aemter zu finden, und gerade deshalb ist es gut, daß wir den einjährigen Termin haben, der uns keineswegs hindert, geeignete und bewährte Beamte immer wieder zu wählen (wir hatten Präsidenten, die sieben Jahre ihres Amtes walteten), der aber andererseits diejenigen verdienten Brüder, die keine hervorragende Eignung zum Präsidenten haben, oder beruflich zu sehr in Anspruch genommen sind, nicht verpflichtet, länger als ein Jahr den Präsidenten-Stuhl einzunehmen. Der Zwang auf zwei Jahre, der eine achtjährige. Beamten-Laufbahn bedeutet, kann nach jeder Richtung hin nur schädlich wirken, und demgegenüber kann etwas mehr Schreibarbeit nicht in Betracht kommen, während die erwähnten Unterstützungs-Bewilligungen wohl in gar keinem Zusammenhang mit dem einjährigen oder zweijährigen Termin stehen. In derselben No. 7 des G. L.-Berichtes wird uns aus Amerika erzählt, daß das Exekutiv-Komitee die G. L. No. 11 ermächtigt hat, die Präsidenten der Einzel-Logen schon nach vierteljähriger Tätigkeit wechseln zu lassen, um über eine genügende Auswahl von Expräsidenten für die;G. L verfügen zu können. Aus gleichen Gründen; hatte auch unser achter Distrikt in den ersten Jahren seines Bestehens halbjährige Termine, währendheute in Bezug auf die Zahl der Expräsidenten allerdings ein Embarras de richesse besteht, der. aber auch j durch zweijährige Termine nicht behoben wfrd. J Bleiben wir also bei dem bewährten einjährigen Termin, an dem auch hoffentlich -die nächste Großlogen-Tagung nichts ändern wird. Zur Frage des Geburtenrückganges.*) Von Br. Dr. I. Dreyful!, legi Bezirksarzt in Frankenthal. Das vielbesprochene, speziell auch für unsere Kreise so wichtige, Thema wird in Wolfs Buche in einer außerordentlich umfassenden und gründlichen Weise behandelt. Es werden alle Verhältnisse; die-man irgendwie für den Geburtenrückgang geltend machen kann, angeführt und auf ihre Bedeutung geprüft. So entgehtwohl von all' den vielen Erklärungen der Erscheinung keine einer genauen und vor allen Dingen einer ungemein objektiven und fesselnden Besprechung. Zuerst die Erklärung aus dem veränderten Altersaufbau der Bevölkerung, welche den Geburtenrückgang nur für scheinbar hält, weil die zeugungsfähigen Altersklassen in der Bevölkerung vermindert seien-. Wolf weist nach, daß die Tatsachen das Gegenteil zeigen, daß nämlich die fortpflanzungsfähigen Altersklassen an Zahl stärker geworden sind. Sodann die Erklärung aus der gesunkenen Sterblichkeit. Hier' zeigt der Verfasser, daß wohl manchmal eine Mitfdererzeugung stattfindet, weil bei der gesunkenen Sterblichkeit ein Ersatz verstorbener Kinder weniger häufig notwendig ist. Aber eine ganz allgemeine Erscheinung kann durch diese wenigen Fälle nicht erklärt werden. Auch •) Zum Buche von Julius Woll: Der OebunenrucliRaim. Difc Rationalisicruni; de« Sexuallehens in unserer Zeil. . [