Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Nr. 9 - September
- Date
- 1913-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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ad a. Das Referat über die Einteilung der korrespondierenden Mitglieder in bestimmte Sektionen resolvierte dahin: Die korrespondierenden Mitglieder sollen nach Fächern in bestimmte Sektionen eingeteilt werden, um nicht die Kräfte zu zersplittern und um nicht dieselbe Arbeit von allen korrespondierenden Mitgliedern leisten zu lassen; pünktliche und' sachgemäße Beantwortung der vom Sonderausschusse ausgehenden Fragen seitens der Mitglieder könne nur erwartet werden, wenn eine spezielle Frage bestimmten, besonders sachverständigen Brüdern vorgelegt wird, nicht aber allen korrespondierenden Mitgliedern, da jeder sich im letzteren Falle immer darauf verlassen könnte, daß ein anderer sachverständiger Bruder die Frage beantwortet. Das ausführlich gehaltene Referat ist nunmehr den korrespondierenden Mitgliedern zugesandt worden, jeder derselben soll sich irgend ein spezielles Gebiet wählen. ad b Das Referat über das Verhältnis des Sonderausschusses zum Geschäftsausschuß und Gen.-Komitee hat der Arbeitsausschuß dem Generalkomitee vorgelegt mit dem Ersuchen, den in ihm entwickelten Grundsätzen beizutreten. Beschluß steht noch aus. Wir kommen auf dieses Referat später zurück. ad c). Der Arbeitsausschuß betraute ferner Br. Dr. Finkel mit der Weiterführung eines von Br. Maretzki angefertigten Katalogs zu den' Monatsberichten. ad d . Die Frage, ob es sich empfehle, ein Abonnement auf Zeitungsausschnitte bei einem literarischen Büro zu nehmen, soll erst in einer späteren Sitzung besprochen werden, weil zur Zeit ausreichendes Material vorliegt. ad e> Br. Finkel wurde ferner beauftragt, sich der Zusammenstellung von Biographien hervorragender Männer, insbesondere von solchen, die dem Orden angehören, zu widmen. Zur Erlangung des nötigen Materials sollen die korrespondierenden Mitglieder, sowie die Mitglieder des Sonderausschusses ersucht werden, die ihnen bekannten Monographien' namhaft zu machen und etwaige Biographien, welche sie entbehren können, der Bibliothek als Geschenk zu überweisen. ad f). Auf der Tagesordnung vom 9. Februar 1913 standen auch einige Vorschläge des Br. Dr. Leszynsky zu der allgemeinen Frage, wie die geistigen Arbeiten in den Logen gefördert werden könnten. Die Vorschläge gingen dahin: 1. daß "in regelmäßigen Abständen Referate über Neuerscheinungen auf dem Gebiete jüdischer Literatur und über in Zeitungen behandelte allgemeine jüdische Angelegenheiten gehalten werden sollen. 2. daß die von dem Sonderausschuß vorgeschlagenen Themen nebst anderen zu Vortragszyklen zusammengestellt werden sollen, z, B. über die Stellung des Judentums zu gewissen Fragen der Gegenwart — Monismus, Sozialismus —; daß Vorträge aus gewissen Perioden der Geschichte der Juden behandelt werden. Der Unkenntnis auf dem Gebiete der jüdischen Geschichte müsse entgegengearbeitet werden. 3. daß tunlichst a k t u e 11 e Themen von dem geistigen Komitee behandelt werden sollen, und daß zur Kontrolle auch eine Statistik von der Großloge geführt werden sollte. Der Arbeitsausschuß (ebenso z. B. die w. Stuttgarter Loge» empfiehlt gleichfalls wiederholt dringend die Förderung der Kenntnisse der jüdischen Literatur. Nur im Vereine mit einer gewissen Begeisterung für das Judentum, welche ohne Kenntnis seiner Geschichte, seiner Literatur, seines Inhalts unmöglich ist, läßt sich die Eugenik auf der Basis des Judentums durchführen (vergl. Protokoll Juli 1913 Beilage). Um aber den Eindruck des allzu Lehrhaften zu vermeiden, und um die Vorträge anregend zu gestalten, .empfiehlt der Arbeitsausschuß entsprechend den Vorschlägen des Referenten über die L.'schen Vorträge, ißr. Heinemann, Querschnitte und Längsschnitte durch einzelne Perioden der Geschichte, so z. B. die „Lage der Juden im Mittelalter", oder „Geschichte des Antisemitismus", aber nicht eine zu allgemeine Abhandlung des Gesamtgebietes, von der nicht vier haften bleiben würde. Selbstverständlich ist tunlichst je nach den einschlägigen bezw. örtlichen Verhältnissen der Logen gemeinsam mit dem Literaturverein vorzugehen; auch sind diese Vorträge öffentlich und unter Hinzuziehung insbesondere der lugend zu veranstalten. Ii. _ ' Aus den beim Sonderausschusse eingegangenen Vorträge n, Anfragen und Anregungen pp. wäre noch folgendes nachzutragen: a) Allgemeines! Wiederum kann der Sonderausschuß mit Freude konstatieren, daß seine Arbeit Anklang gefunden hat. Insbesondere wurde viel Nachfrage nach Material zu . Vorträgen und nach fertigen Referaten selbst gehalten. r Der Aufsatz von Br. Stern-Kottbus „Die Hohenzöllern und ihre Beziehungen zu den Juden" z. B. mußte mehrfach ver-