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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-09-01 · Nr. 9 - September · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 9 - September
Date
1913-09-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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den Mitteln der Großloge werden gemacht werden müssen. Der Schwesternpensionsfonds müßte bei dem stetigen Wachsen unseres Schwesternverbandes mindestens die Höhe von M. 300 000 erreichen Die Adolf Ginsberg-Stiftung ist für die geschaffene Arbeitsnachweis - Organisation nicht ausreichend. Zu den Erträgnissen der Becker-Stiftung muß die Großjoge jährlich einen namhaften Betrag zu,schießen, weil die archivalischen Familienstudien mehr Kosten verursachen. Für die Gebiete der Jugendliteratur, Jugendvereine, Bekämpfung des Mädchenhandels, für Institutionen wie: Gesamtarchiv, Beelitz, Bibliothek zu Jerusalem, Kinder- und Krankenasyle, osteuropäische Juden, Religionsunterricht, für Studenten, verschämte Arme u. dergl. m. besitzen wir gar keine Stiftungen, so daß hierzu der Zentralfonds und der Großlogenfonds herhalten müssen. Ich schließe meine Ausführungenmit dem Rufe: Schaffet Großlogenfonds! Sowohl die einzelnen Brüder als auch die Logen müßten ein Interesse daran haben, daß die Großloge, die Repräsentantin des Ordens in Deutschland nach jeder Richtung hin repräsentationsfähig dasteht. Es müßte der Stolz eines jeden Bruders sein, unsere Organisation so groß und leistungsfähig zu machen, daß es von ihr mit Recht heißen würde: sie versorgt die Jugend mit guter Lesekost und erweckt in ihr Lebensfreudigkeit und Liebe zur Stammesreligion, sie stützt die Fallenden durch Schaffung von Erwerbsmöglichkeiten, heilt die Kranken durch ihre Schwesternorganisation und löst die Bande der durch Not Gefesselten. Schaffet Großlogenstiftungen in reichlichem Maße! Dann wird es nicht heißen: Wir möchten schon, aber wir können nicht, sondern — wir wollen und können.— Kindersparverein. Als Nachtragsnotiz zu meinem Aufsatz: Der Orden und die Beschaffung der Geldmittel für freie Liebestätigkeit; möchte ich nech folgendes anfügen: Ich hatte in diesem Aufsatz gesagt: die in England verbreitete Sitte der Kinderspargelder als Armenspenden ist als Logenanregung nicht durchgeführt, aber wohl — auch aus pädagogischen Gründen — der Erwägung wert. Ich möchte nun nachtragen, daß in München — angeregt von Br. Michael Nußbaum-München — seit Februar 1901 ein Kindersparverein besieht, bezw eine Organisation aus beitragzahlenden Mitgliedern, an deren Spitze ein aus Logenbrüdern bestehendes Komitee sich befindet. Der Sparverein^ bezweckt eine Veredelung des Gemütes der Kinder. Kinder wohlhabender Eltern sollen frühzeitig lernen, mittellosen Kindern Liebe zu erweisen. In tausend Familien sind Kindersparkörbchen mit entsprechender Inschrift im Kinderzimmer aufgestellt. Die Kinder werden darauf hingewiesen, einen Teil von ihrem Taschengelde oder von den ihnen zuteil werdenden Geschenken dem Sparkörbchen für die Armen zuzuführen. Alljährlich werden die Sparkörbchen entleert. Der Ertrag dient vornehmlich zur Versorgung armeK kranker Kinder mit Milch, wird ab^er noch zu anderen Zwecken^wie zur Reise und Kurkosten für kranke Kinder, zu Erziehungsbeiträgen für arme ausländische Kinder verwendet. Auch der Schwesternbund der Zion-Loge hat sich vor einiger Zeit mit der Einrichtung von ähnlichen Kindersparkassen befaßt. Dr. Alfred Goldschmidt. Sonderausschuß der Großloge für geistige Interessen.*) I. Dem Arbeitsausschuß lag es ob, die ihm überwiesenen Punkte 4 und 9 der Tagesordnung aus der Sitzung vom 9. Februar 1913 zu erledigen. Es handelte sich hierbei zunächst ajum die Einteilung^der korrespondierenden Mitglieder in bestimmte Sektionen, b) um das Verhältnis des Sonderausschusses zum Geschäftsaussie h u ß und Genefalkomitee. Der Arbeitsausschuß beschloß, die bezüglichen Referate des Br. Schindler den Mitgliedern des Sonderausschusses zur Rückäußerung zu übermitteln. Einwendungen oder Bedenken gegen die Richtigkeit wurden nicht geltend gejnacht. '*> Der letzte zusammenlassende Bericht erschien In der Beillee zum Bericht der Grollloge im September 1912. Lieber die »eitere Tätigkeit des Sonderausschusses, insbesondere auf dem Uebiete der Eugenik, gibt zum Teil das .nisiührliche Protokoll der letzten Plenarsitzung des Sonderausschusses (s. Beilage Juli 1<JI3) Auskunft. Zur Vervollständigung sind z, Zt lediglich die Maßnahmen nachzutragen, welche der Arbeitsausschuß in Qemißheit jener Plenarsitzung getroffen hat, ferner bedürfen die Lingängc seit September 1<I]2 der Besprechung. *

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