Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Nr. 8 - August
- Date
- 1913-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Herr Ludwig Rosenzweig gratulierte im Namen der drei isr. Wohlfahrtsvereine in Nürnberg, die willig und freudig materielle Mittel und warmherzige .Mitarbeit zur Verfügung stellen im Dienste des Heimes. Dann nahm unser w. Präs. Dr. med. D. Grünbaum das Wort und gab vor allem der Freude Ausdruck, daß der edle Mann, der das ganze Gebäude mit der Inneneinrichtung stiftete und noch jährlich , der Betriebskosten zahlt, ein Br. unserer Loge sei» welcher durch diese Schenkung die Logenideen verwirklichen helfe und unsere bisherige Fürsorge für diejugend vervollständige (2 Jugendhorte, Ferienwanderungen). Auchdiehochw.GroßlogeübermittleihreFreude an dem Werke und die besten Wünsche für seih Gedeihen. Herr Realschuldirektor M. Gombrich überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Administration der Israelitischen KultusverwaHung in Nürnberg, der Kgl. Bezirksamtmann Herr Regierungsrat Redenbacher von Erlangen sprach für die Kgl. Verwaltungsbehörden, Herr Hofrat Dr. med. Goldschmidt für den Verein der Ferienkolonien. Mit einem Schlußgesang des Chores endete die erhebende Feier, von der aus die Maimonides- Loge ihrem 1. Br. Schwarz, der sich in seiner großen Bescheidenheit durch eine Reise jeder persönlichen Huldigung entzogen hätte, telegraphisch ihren Glückwunsch zum Ausdruck brachte. Wir gedenken an dieser Stelle des schönen Werkes in innigem Danke für den edlen Stifter; es möge Nachahmung finden und zeigen, wie der Logengedanke in den Gemeinden befruchtend und anregend wirkt für die Schaffung von Werken edler Menschenliebe; teilen sich doch neben dem Stüter Br. Schwarz die drei gemeindlichen Vereine und die w. Maimonides-Loge vorerst in die Unterhaltungskosten. Gewiß werden sich wie bisher private Wohltäter finden, damit auch der weitere Plan durchgeführt werden kann: das Erholungsheim nicht nur für die Kinder in den Sommermonaten, sondern auch für Erwachsene in den übrigen Monaten offen zu halten. Gebe Gott seinen Segen dazu! Dr. B. Bamberger, pro!. Sekretär. Auswärtige Loge. Augustin Keller-Loge, Zürich. (Aus dem Berichte über die Tätigkeit des Unterstützungs-Ausschusses für die Termine 1911 12 und 1912,13.) Der Unterstützungs- Ausschuß hat in den abgelaufenen zwei Terminen in 30 Sitzungen seine Geschäfte erledigt. Es soll hier nicht unerwähnt bleiben, daß alle Ausschußmitglieder Jenselben fast immer beigewohnt haben. Auch in diesen zwei Jahren sind Gesuche verschiedenster Art an uns gelangt, und so gerne man denselben überall entsprechen würde, waren wir doch gezwungen, etwa 25 abschlägig zu bescheiden. Teils paßten sie überhaupt nicht in den Rahmen unseres Ausschusses, teils verlangten sie Opfer, die für uns, um richtig zu helfen, zu groß gewesen wären. Je länger je mehr erhalten wir Gesuche, deren Behandlung einzig und allein Sache der israelitischen oder städtischen Armenpflege ist, sollen wir nicht zu einer eigentlichen Armenkasse werden, was ja unbedingt vermieden werden muß. Einen großen Bruchteil der Gesuchsteller. bildeten wiederum die Studierenden und zwar sowohl solche, die an der hiesigen Universität, wie auch solche, die auswärtsdem Studium obliegen. Wir hielten hier am Prinzip fest, Stipendien nur dann zu bewilligen, wenn sie der Petent zum Abschluß seines Studiums bedarf, oder wenn er ganz besonders begabt ist und schon mehrere Studiensemester hinter sich hat. Beiläufig bemerkt sei, daß wir von den bisher unterstützten Studenten weder Rückzahlungen noch überhaupt einen Bericht über ihre weiteren Erfolge' erhielten, eine Tatsache, die uns um soeher etwelche Reserve bei der Berücksichtigung solcher Gesuche auferlegen soll. j ' . * '■.-**' : Ueber die Art der Unterstützungen mögen folgende hauptsächlichste Posten Aufklärung geben. Wir bewilligten für: Kranke (speziell Lungenkranke) ca.t Fr. 13^0.— Arme und Bedürftige ..... „ „ 1600.— Stipendien an Studenten . . . ..„■'■„ 800.— Ausbildung eines jungen Menschen als Musiker...... . •. „ „ 500.— Für einen Blinden, der uns von Rußland hierher gesandt und von uns in einer Privatanstalt untergebracht wurde . . , „ . „ 200.— Kollekte der Großloge für die Massakers in* Fez und Brand- . beschädigten in Konstantinopel „ „ 500.— Zuschuß an die Kosten der Ferienkolonie.......,, „ 1000.— Ferner beteiligten wir uns an den Bettagssteuern, welche alle hiesigen Kirchengemeinden, jeweils er- , heben undderenErlös einerphilanthrppischenlnstitution des Kantons zufällt (1911: Anstalt für Epileptische, — 1912: Anstalt für krüppelhafte Kinder) mit je 100 Fr., da wir uns auch solchen für "die Allgemeinheit bestimmten wohltätigen Werken absolut nicht verschließen wollen. * Auch in den letzten zwei Terminen führten wir die Chanukka-Beschenkung durch. Es, wurden jeweils ca. 40 Familien reichlich mit neuen Kleidern etc. beschenkt; die Kosten deckten die'Brüder durch freiwillige Beiträge. *