Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Nr. 7 - Juli
- Date
- 1913-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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büße an Ansehen erleiden. Wir müssen dafÜF sorgen, daß unser Schwesternwesen mustergültig bleibt und einwandsfrei für alle Zukunft erhalten wird. Wir müssen darauf sehen, daß unsere Schwestern die staatliche Prüfung nicht nur ausreichend, sondern gut und ausgezeichnet bestehen. Und wir können mit Befriedigung sagen, daß wir diese Erfolge erzielt haben durch sorgfältige Auslese und strenge Disziplin. Dazu sollen die Normalsa.tzungen verhelfen, die das Verhältnis der Großloge zu den Stationen nach bestimmten Grundsätzen regeln. Es ist begreiflich, daß jede Station ihre Organisation und ihre Ideen für die richtigsten hält, allein die Stationen müssen bei aller ihrer Selbständigkeit dem Ganzen sich unterordnen. Sie sollen stets an das Schillersche Wort denken: „Immer strebe zum Ganzen, und kannst Du selber kein Ganzes werden, als dienendes Glied schließ' an ein Ganzes Dich an." Von diesem Gesichtspunkte bitte ich die Entwürfe zu prüfen und.zu beraten Ich bemerke noch, daß Br. Metzenberg in meiner Abwesenheit Br. Bacher ersucht hat, an der Hand des uns von den Stationen übermittelten Materials einen Satzungsentwurf auszuarbeiten, welchem Wunsche Br. Bacher sich bereitwilligst unterzogen hat. Auch ich habe meinerseits nach meiner Rückkehr einen Satzungsentwuif geschaffen, und ich bitte, die einzelnen Paragraphen zu prüfen und die für un§ bindende Satzung festzulegen. Br. Bacher: Ein Normalstatut kannjiur normative Bestimmungen aufstellen, die nach den lokalen Verhältnissen zu ergänzen und auszubauen sind. Von diesem Gesichtspunkte aus habe ich den mir gewordenen Auftrag auszuführen gesucht, indem ich besonderen Nachdruck darauf gelegt habe, daß die Großloge die Zentrale bleibt und als solche auch die Oberaufsicht über die Stationen hat. Ich bitte meinen Entwurf nur als Leitfaden betrachten zu wollen. An der Hand der vorliegenden Entwürfe der Brüder Maretzki und Bacher werden das Normalstatut für die Krankenschwesternstationen der Größloge für Deutschland VIII U.O.B.B. und die Dienstanweisungen für die Krankenschwestern eingehend beraten und unter Vorbehalt etwaiger redaktioneller Aenderungen angenommen. Zum Schlüsse gibt noch Br. Merenberg einige Informationen über den derzeitigen Stand der Schwesternsache. Das Schwesternheim der Großloge ist in der Brunnenstr. 41 bereits eingerichtet und hat auch einige Schwestern und Schülerinnen auf ihrer Durchreise nach Berlin beherbergt, außerdem gewährt es Unterkunft denjenigen Schwestern, die hier den Fortbildungskursus absolvieren. Wir besitzen, gegenwärtig 25 Schwestern, von denen eine, Jenny Voos, auf 2 Jahre beurlaubt worden ist, um in Amerika und Paris sich fortzubilden. Die andere, Nanny Nachemstein, weilt zurzeit zur Kur in Davos. Für die Schwester hat die Dortmunder Station in der hochherzigsten Weise gesorgt. Auch die Großloge will gemeinsam mit der Dortmunder Station die erforderlichen Mitte), die bis zur gänzlichen Herstellung der Schwester nötig sind, zur Verfügung stellen, und bjttet die Versammlung, dem Arbeitsausschuß hierfür Vollmacht zu erteilen. Die Schwestern verteilen sich auf folgende Städte: Berlin (I), Chemnitz (1), Danzig (3), Dortmund (5), Elberfeld (2), Heidelberg (1). Leipzig (1), Mannheim i3), Wiesbaden (4), Worms (1). 2 Schwestern, die jetzt den Fortbildungskursus absolvieren, sind für die Stationen in Düsseldorf und Mannheim in Aussicht genommen. - Schülerinnen besitzen wir z. Zt.: in Breslau 4, in Cöln 4, Hannover 2, Posen 3 und eine soll zum Oktober in Posen eingestellt werden. Betreffend dieAusbildurigs'stätten bemerkt Br. Metzenberg, daß Breslau nur ein Mal im Jahre Lehrschwestern einstellt, und zwar im März- Wir werden in Zukunft mit den übrigen Ausbildungsstätten verhandeln, daß auch sie uns bestimmte Termine angeben, damit die Bewerberinnen, die sich inzwischen bei uns melden, nicht allzulange auf eine Einstellung zu warten haben. Ferner teilt Redner mit, daß die Schwestern" gemäß einer Verbandssatzung nach zehnjähriger Dienstzeit durch Ueberreichung einer goldenen Brosche ausgezeichnet weiden. Frau Kommerzienrat Wagner hat sich bereit erklärt, die jeweiligen Broschen zu stiften. Schwester Minnie, die jetzige Oberin des Mütterheims des Frauenvereins der Berliner Logen, hat bereits diese Ehrung erhalten. Von den bestehenden Stationen ist * Freiburg aufgehoben worden, dagegen haben wir Aussicht, daß sich uns andere, Stationen, anschließen werden. Vertreter dieser Stationen sind auch .zur heutigen Sitzung eingeladen worden, wie Br. Landsberg-Stettin, Br. Freundlich-Düsseldort und Br. Pick-Beuthen. Mit diesen Stationen stehen wir bereits seit einiger Zeit* in Unterhandlungen. Insbesondere sind, die Bruder aus Düsseldorf und Stettin an uns mit Wünschen herangetreten betreffs Zuweisung von Schwestern. Wir werden voraussichtlich in der Lage sein, beiden Stationen Schwestern zu geben, selbstverständlich unter