Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Nr. 7 - Juli
- Date
- 1913-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
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der Bedingung, daß sie sich der Schwesternorganisation der Großloge anschließen werden. Die Versammlung erteilt dem Arbeitsausschuß die Ermächtigung, für die erkrankte Schwester Nanny bis zu ihrer Herstellung zu sorgen. Auch ist sie damit einverstanden, daß der Arbeitsausschuß mit den einzelnen Ausbildungsstätten bestimmte Eintrittstermine für die Lehrschwestern vereinbaren solle. - Auch der anwesende Vertreter tler Ausbildungsstätte in Cöln, Br Dr. Cahen, meinCdajB in Cöln ein «nlcher Termin mit Leichtigkeit festgesetzt werden .könnte. Br. Cahen teilt bei dieser "Gelegenheit mit, daß von den in Cöln sich befindenden Lehrschwestern zwei ihr Examen gemacht hätten und zwar die' eine mit dem Prädikate „sehr gut" und die zweite mit „gut". Der Verein in G'Iri sei diesmal bereit, dem Wunsche der Großloge' entgegenzukommen und ihr die Lehrschwestern früher als vereinbart war, ausnahmsweise zur Verfügung zu stellen. Infolge mannigfacher -Anfragen betreffs des Guthabens der Schwestern beim Berliner Verein erklärt Br.' Metzenberg, daß die Schwestern nach drei Jahren das Recht haben, dieses Guthaben zurückzufordern. Sie sollen es nur machen und wir werden das Ergebnis abwarten. Jedenfalls werden wir dafür Sorge tragen, daß die Schwestern-durch ihren Austritt aus dem Berliner Vereine dieses Guthaben nicht verlieren. Zum Schluß bemerkt Br. Metzenberg, daß die Finanzen des Krankenschwestemkomitees z. Z. sehr günstig standen. Es habe'"z-. Z. für das Jahr 1913 zirka 10 700 Mark zur Verfügung. *' Um 3 , Uhr schließt Br Maretzki die Versammlung und dankt den Brüdern für ihre rege Mitarbeit. Br. Liebhold stattet im Namen der Versammlung den Mitgliedern des Arbeitsausschusses den Dank ab für ihre großen Mühen, die sie gehabt, daß sie trotz der Verdrießlichkeiten mit Ausdauer und Liebe die Schwesternsache gefördert haben und spricht die . Hoffnung aus, daß sich die Schwesternsache zur Freude aller Beteiligten weiter erfolgreich entwickeln wird. -JJ Beelitz. Ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins Israelitische Erziehungsanstalt für geistig zurückgebliebene Kinder „Wilhelm- und Auguste-Victoria- Stiftung, zu Beelitz", Sonntag den .15 Juni 1913, vormittags 11 Uhr im Büro des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes, Berlin W. 35, Steglitzerstr. 85. AnwJesend sind die Herren: Prof. Philippson, Geheimrat Timendorfer, Dr. Nawratzki, Geheimrat Stern, Prof. Kalischer, Emil Cohn, .Dr. Neumann, Baumeister Alterthum und Dr. Goldschmidt. Herr Prof. Philippson eröffnet kurz nach 11 Uhr die Sitzung mit einem Nachruf auf die Herren D. Wolff und Siegmund Bergel. Er gibt sodann einige Mitteilungen aus dem gedruckt vorliegenden V. Rechenschaftsbericht des Vereins. Die Anstalt habe bisher im ganzen 88 Zöglinge aufgenommen, 45 gehörten ihr in der letzten Zeit an Der Vermögensbestand, der über 60000 Mf beträgt, ist als günstig zu bezeichnen, sodaß der Gedanke eines Erweiterungsbaues der Anstalt ins'Auge gefaßt werden.kann. Die Lehrerschaft, insbesondere Herr,Inspektor Bein und Frau haben nützlich gewirkt. Es wird ihnen (und allen angestellten Kräften) herzlicher Dank ausgesprochen. Der Besuch der Anstalt, der allen Vereinsmitgliedern die Ueberzeugung beibringen würde, welch gute Resultate bei den dort gepflegten, an sich so kümmerlichen Menschenpflanzen erzielt werden, wird dringend empfohlen. In der anschließenden Diskussion macht Herr Geheimrat Timendorfer den Vorschlag, den nächsten Rechenschaftsbericht in 10000 Exemplaren mehr zu Propagandazwecken drucken zu lassen Diesem Gedanken soll Folge gegeben werden. Dem Schatzmeister Herrn Emil Cohn wird nach Vorlage seines Berichtes Decharge erteilt. Der Bericht ist von den Herren Oscar Tietz und Mandelbaum geprüft worden. Der Kassenbestand stellt sich nach den BücheVn vom 31. März 1913 auf M. 61939,58. Hierin sind inbegriffen M. 108,56 der Betriebskasse in Beelitz. Es wurden ferner vorgelegt Effekten und Sparkassenbücher im Werte von M. 8100,98. Zur Baufrage äußert sich Herr Inspektor Bein. Er berichtet zunächst, daß die Kinder im allgemeinen bis zum 18. Lebensjahre in der Anstalt behalten würden. Von 33 Knaben der Anstalt seien 7 über 16 Jahre alt, ein Knabe kann als völlig erwerbsfähig bezeichnet werden, 2 als teilweise erwerbsfähig, 4 als gebessert, aber minder erwerbsfähig. Er befürwortet sodann emeErweiterung der Anstalt als Arbeitslehrkolonie für Sommerberufe (Landwirtschaft und Gärtnerei) bezw. für Winterberufe (Korbmacherei, Seilerei und Schneiderei). Es soll also gewissermaßen eine Heimstätte für dieXTnder auch für die Zeit nach Erreichung ihres eigentlichen Schulzieles geschaffen werden. Auch an eine Spargefplantage und Erdbeerbauanlage könne gedacht werden. Herr Emil Cohn hält einen Erweiterungsbau nicht für so dringend notwendig. Nur 4—5 Kinder brauchten bisher wegen Platzmangels zurückgewiesen zu werden.