Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Nr. 7 - Juli
- Date
- 1913-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Betrage zu zahlen; es steht aber noch nicht fest, ob nicht unsere Schwestern von dieser Versicherung ganz frei sein werden. Klarheit darüber dürfte, uns erst der Monat Oktober bringen. Die Versicherungsbeträge gegen Haftpflicht sind nach unseren Erkundigungen sehr minimal. Nachdem der Redner an der Hand einer Tabelle die bisherigen Versicherungsverhältnisse der Schwestern in den einzelnen Stationen zur Kenntnis gebracht hat, beantragt er, daß die Großloge eine Versicherung i n s i c h für die Schwestern begründen soll mit dem Prämiensatz von 250 Mark pro Jahr und Schwester, bis der Reservefonds die obengenannte Höhe von 200 000 Mark erreicht haben wird. Betreffs der Unfallversicherung bittet er um Vorschläge; er selbst glaubt, daß dieselbe nicht unbedingt nötig sei. Auch wegen der Haftpflicht möchte er die Ansichten der Brüder hören. Schließlich schlägt er die Einsetzung eines Komitees vor, das die Versicherungsfrage genau prüfen und zu einem gedeihlichen Abschluß bringen soll. Diskussion. Br. Maretzki dankt Br. Metzenberg für, sein Referat und teilt mit, daß Br. Sanitätsrat Wolff-Berlin wegen Wegzuges nach Cöln sein Mandat niedergelegt habe. Eine Ersatzwahl dürfte wohl jetzt nicht nötig sein, da wir kurz vor der Tagung der Oroßloge stehen. Die Krankenschwesternsache, so führt der Redner weiter aus, geht, wie Sie sehen, liebe Brüder, gut vorwärts. Mißverständnisse und Verdrießlichkeiten gab es genug; aber es wird uns gelingen, die Schwesternsache weiter auszubauen. Freilich werden wir es nur erreichen, wenn wir auf die Unterstützung der Stationen und der Brüder jederzeit rechnen können. Selbstverständlich müssen die Stationen selbständig sein und den lokalen Verhältnissen Rechnung tragen; aber sie dürfen dabei nicht den Blick für das Ganze verlieren. Sie dürfen nicht vergessen, daß die Großloge die Schwesternsache vor 15 Jahren angeregt, unternommen und propagiert und diesem Zweig unserer sozialen Tätigkeit große Opfer bereits gebracht hat. Die Wünsche jeder einzelnen Station sollen möglichst berücksichtigt werden; aber nur im Hinblick auf das Ganze. Br. Timendorfer schließt sich der Bitte des Br. Maretzki an, daß die Stationen die Zentrale in ihrer Arbeit unterstützen möchten. Als Großpräsident würde er sich freuen, wenn die Krankenschwesternsache der Stolz der Großloge würde. — Dem Arbeitsausschuß empfiehlt er, bei wichtigeren Fragen nicht einzelne Personen entscheiden zu lassen, sondern Kollegialbeschlüsse herbeizuführen, wie. er'es während, seiner 15 jährigen Präsidentschaft zu tun .pflegte. Dadurch habe er eine Kritik der Beschlüsse hie persönlich aufgefaßt und sei auch stets durch den Ausschuß gedeckt gewesen. Br. Timendorfer unterstützt den Antrag des Br. Metzenberg auf Einsetzung eines Komitees für die Versicherungsfrage. Br. Wölpe spricht sich gegen frühere Vorschläge auf Dezentralisation des Br. Feldmann, aus und tritt für die Zentralisation der Schwesternsache ein. — Redner ist ebenfalls für eine' Pemionsversicherung bei der Großloge, meint aber, man solle die Schwestern nicht bald auf 1000 Mark,. sondern zunächst auf 600 Mark versichern. (Zwischenruf Br. Metzenberg: der Betrag von 1000 Mark ist vom Verbände festgesetzt). Betreffs der Unfallversicherung ist er anderer Ansicht als Br. Metzenberg. Eine Unfallversicherung müsse vorgenommen werden, weil Schwestern sich sehr leicht eine Infektion zuziehen können; auch * * kann es vorkommen, daß eine Schwester nachts bei Glatteis fällt und die Station dann die Kosten zu tragen hat. Die Cölner Versicherung scheine auch ihm die billigste zu sein. V Bezüglich der Haftpflicht empfiehlt Redner, daß sich die Großloge für sämtliche Schwestern versichern solle. Gegen Krankheit kommt die Ortskrankenkasse in Betracht; wohl hat an manchen Plätzen die Ortskrankenkasse unsere Schwestern nicht, annehmen wollen; vom Januar 1914 ab ist sie aber verpflichtet, dies zu tun. Jedenfalls muß jede Schwester gegen Krankheit und Invalidität versichert sein. Auch er unterstützt den Antrag auf Einsetzung eines kleinen Komitees zur Regelung der Versicherungsfrage. Br. Marx bittet, sich kurz zu fassen.- Die Frage, ob die Schwesternsache von der Grpßloge zentral behandelt werden soll, stehe, heute nicht.zur Diskussion. Das sei bereits beschlossene Sache. Es sei unbedingt notwendig, daß die Großloge den Kopf bildet und nicht, wie bisher der Fall gewesen, der Berliner Verein. Die Großloge müsse die Zentrale sein im Interesse der Schwestern, die Zentrale für die Ausbildung, Pensionsversicherung usw. Die Pensionsversicherung sei nach seiner Ansicht unbedingt notwendig, und zwar müßte sie bald vorgenommen werden. Die Unfallversicherung " könnte man sich ersparen, da die Schwestern ja gegen Krankheit und dauernde Invalidität versichert seien. Unter allen Umständen aber solle sich die Großloge, wie Br. Wölpe vorgeschlagen hat, gegen Haftpflicht — 90 —