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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-07-01 · Nr. 7 - Juli · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 7 - Juli
Date
1913-07-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Von 19 843 Mitgliedern wurde die Gesamtsumme ihrer Jahresbeiträge berechnet: Es zahlten bis 3 Mark 5 860 Personen 6 „4 900 „ ' i „. 10 „ 2 500 „ 100 „ 800 „ ., 500 „ 20 ,. „1000 „ 4 v, .. 2000 „ 6 ,; v ' . Mit Einschiuli des Gemeindezuschusses kam pro Kopf und Jahr eine Aufwendung von M. 9.40 für die Gemeinde Berlin. Für die Gesamtbevölkerung von Charlottenburg, eine der reichsten Städte, beträgt die Aufwendung pro Kopf und Jahr M. 4.42. . Auch der Orden darf für seine Wohlfahrtspflege eine beachtenswerte Stelle beanspruchen. Aber wir dürfen uns nicht verhehlen: eine Steigerung, eine Anstrengung der Kräfte ist noch möglich und — um auf die Ausführungen am Anfang zurückzukehren notwendig. Einjähriger oder zweijähriger Termin? Nach § 28 der Großlogengesetze ist die Amtsdauer für die Beamten und Komitees eine einjährige. Diese Vorschrift ist zwingend für alle Logen des Distrikts und in der Logenterminologie hat sich dadurch der einjährige Termin herausgebildet. Bei Prüfung der Frage, wie das häufig in unsern Logen nachlassende Interesse an den Ordensbestrebungen, besser gesagt die Teilnahme am Logenleben gehoben werden könnte, ist mir wiederholt schon der Gedanke gekommen, ob nicht auch der einjährige Termin mit seinen jährlich wiederkehrenden Neuwahlen, Wahlvorbereitungen und Neuinställationen der Entwicklung der eigentlichen Logentätigkeit einigermaßen im Wege steht. Zuzugeben ist ja ohne weiteres, daß das demokratische Prinzip,das unser Logenleben beherrscht, niemäls aufgegeben werden darf und daß vielleicht ein Ausfluß desselben auch das Bestreben ist, durch ständigen Wechsel in der Besetzung der Beamtenstellen und der Komitees möglichst alle Brüder an der — in jenen Stellen naturgemäß verkörperten — engeren und besonders fruchtbaren Tätigke t für das Logenleben teilnehmen zu lassen. Bedenkt man aber demgegenüber, daß durch die Vorbereitung der Wahlen, diese selbst und die nachfolgende Installation von den rund 30—35 Logenabenden, die eine jede Loge — vorausgesetzt, daß sie überhaupt wöchentliche Sitzungen abhält — zur Verfügung hat, mindestens vier'in Anspruch genommen' werden, daß an diesen vier Abenden eigentliche fruchtbare Logentätigkeit nur in geringem Maße entfaltet wird und schöne Reden ein gut Teil der Sitzungen ausfüllen, so wird schon .das Bedenken berechtigt sein, ob nicht diese vier Abende besser ausgefüllt werden könnten, bezw. ihre Wiederkehr alle zwei Jahre genügen würde. ' '»'*." Weiter aber ist doch sehr wesentlich der Umstand, daß was wir bei ehrlicher Betrachtung nicht leugnen können durch die vielen Wahlen viele Verstimmungen und persönliche Gegensätze hervorgerufen werden, die eben bei der Eigenart unserer Glaubensbrüder nicht ganz zu bannen sind. Sodann »ist es nicht so leicht, die geeigneten Männer jedes Jahr für die geeigneten Posten zu finden. Bei der starken beruflichen Inanspruchnahme der meisten Logenmitglieder ist mancher eben nicht in derEage und nicht Wrllens, einen Josten als Beamter oder in einem Komitee anzunehmen, der seine Zeit stark in Anspruch nimmt. Wie schwer es ist, immer die rechten Leute zu finden, werden die im Ordensleben schon längere Jahre stehenden Brüder allerorts gewiß schon erfahren haben. Endlich aber ist es, zumal bei den wichtigeren Aemtern und Komitee-Obmannschaften doch nicht so ganz leicht, sich einzuarbeiten und die nötige Geschäfts- und Redegewandtheit, Gefälligkeit im Umgang und Kenntnis aller'einschlägigen Beziehungen und Verhältnisse sich anzueignen. Hat ein Bruder sich diese Eigenschalten erworben, so muß man es immer bedauern, wenn er nach wenigen Monaten wieder seinen Posten in andere Hände gibt, denn das Schifflein gerät manchmal mit Uebergabe des Kommandos an einen neuen Kapitän oder Steuermann recht sehr in" Gefahr. Die Möglichkeit der Wiederwahl vermag diesem Uebel nur sehr bedingt zu steuern, denn neuerdings zeigt sich mehr und mehr das Bestreben, die wichtigeren Posten in unsern Logen nicht allzulange zu behalten. Besteht aber der Zwang wenigstens auf zwei Jahre, so wäre doch schon etwas gewonnen und vielleicht würde dann mancher Bruder sich derart an das Amt und manche Loge sich derart an den Beamten gewöhnt haben, daß mehrjährige Verlängerung leichter zu erreiphen wäre. ' Gewiß lassen sich noch manche Bedenken für und gegen meine Ansicht aufrollen. Allein die angeführten Gesichtspunkte zusammen, mit der Tatsache, daß auch der Großloge und den einzelnen Logen viel Arbeit und Schreiberei erwächst durch den ein-

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