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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-06-01 · Nr. 6 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 6 - Juni
Date
1913-06-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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erfahren, unter denen« wieder 6 auswärtige Brüder für unsere Arbeit gewonnen werden konnten. Eifrig betätigten sich die Brüder durch ihr zahlreiches Erscheinen in den 20 Sitzungen — einmal waren 73 Brüder anwesend — und folgende Referate haben den Brüdern viel Neues und Wissenswertes geboten. Es referierten: Br. Oberlehrer Jakob- Stoll über: Soziale Gegenwartsfragen und das Judentum; Br. Oberinspektor Scliuihöfer über: Schulgärten in Unterfranken; Br. Dr. M. Hommel über: Freimaurer und die Juden; Br. Oberinspektor Schulhöfer über: Die Lage der israelitischen Lehrer in Deutschland; Br. Hermann Rosenthal über: Die Berufsgliederung und die soziale und wirtschaftliche Lage der Juden in Deutschland; Br. Dr. N. Riesenfeld über: Nervenkrankheiten der Juden; Br. Oberinspektor Schulhöfer über: Das statistische Jahrbuch Unterfrankens mit besonderer Berücksichtigung der jüdischen Einwohner. In offener Loge, wo Wissenschaft und Geselligkeit in harmonischer Folge gepflegt wurden, erzielten Herr, Dr. Karl Rosenthal mit seinem Vortrage: Werner Sombart und die Juden, und Br. Alfred Braunschweiger über: Rembrandt, sein Leben und seine Werke (mit Lichtbildern) einen vollen Erfolg. Wie seit einer Reihe' von Jahren bringen die auswärtigen Brüder unserer Loge große Opfer an Zeitaufwand und Kosten, um unsere Sitzungen eifrig zu besuchen; die Frankenloge hat daher zur Ehrung ihrer auswärtigen Brüder am 5. Mai 1912 in Bad Kissingen eine Logensitzung abgehalten und Br. Dr. Hommel in den Beamtenrat gewählt. Im Verlaufe des Sommers wurden 15 Kinder jüdischer Familien aus Würzburg und Umgebung unter Leitung einer Aufsichtsdame auf 4 Wochen nach Eschau im Spessart geschickt, nachdem dieselben dank besonderer Zuwendungen vieler Binder und Schwestern"*" aufs beste ausgestattet waren. Das Resultat der Ferienkolonie, war ein äußerst befriedigendes. Ein ganz besonderes Interesse bringt die Frankenloye den israelitischen Schulen entgegen und durch ihre Mittel werden die isr. Lehrerbildungsanstalt in Würzburg, der isr. Lehrerverein, die Achawa in Frank- > furt a. M., wie auch mit besonderen Schwierigkeiten kämpfende kleinere Gemeinden Unterfrankens nach besten Kräften unterstützt. _ Dank besonders tatkräftiger Mitarbeit unserer Brüder Dr. N. Riesenfeld und Alfred Braunschweiger haben wir das Interesse für die Krankenschwesternfrage in unsere Gemeinde hineintragen können. Es haben sich bereits zwei Damen gemeldet, welche sich äugen- — tss blicklich zur Ausbildung fjjr den Beruf-der Krankenschwester in einem auswärtigen Kränken hause befinden. Zum ersten Male hat die Frankenloge den Versuch gemacht, die Sc^h w e s t e r n"zu gemeinsamer Arbeit heranzuziehen;eswurden zu diesem Zwcckekürzlich zwei stärk besuchte Arbeitssitzungeti abgehalten, in welchen speziell diejenigen Punkte erörtert wurden, welche für die Frauen unserer Loge von besonderem Interesse sind. Auch ohne eine Vereinigung'von'Schwestern ist das Experiment als geglückt zu betrachten und es hat uns große Freude bereitet, zu sehen, mit welchem Eifer die Damen unseren Vorschlägen' betreffs Hauspflege, Krankenschwestern! etc. ihr lebhaftes Interesse entgegengebracht haben. Durch den groliin Zuwachs an neuen Mitgliedern haben sich unsere bisherigen Logenräume als zu klein erwiesen, so daß wir am 4. März- 1913 einen für unsere Zwecke eigens umgebauten und neueingerichteten Logentempel bezogen. Möge unserer Loge in den neuen Räumen das gleiche Glück wie in den'alten Räumen! zu. teil, sein und möge die Schar unserer Brüder in Ausübung von W. B. und E. unter der allbewährten und in weiten Logenkreisen anerkannten Führung ihres w. Präsidenten, der sein Amt zum neunten Male ununterbrochen führt,auth weiter zum Wohle und Gedeihen des gel. Ordens wirken. Oskar Lafedo, prot. Sekretär. ' ' " I •' * , ■ '.". Michael Sachs - Loge, Königshütte 0 S. (Jahresbericht des prot. Sekr. Salo Fi sc hei, gehalten anläßlich der Einweihungsfeier des neuen Logenheims.) Beim Abschluß des verflossenen Geschäftsjahres möchte ich, m. I. BBr., kurz den Inhalt aller Protokolle zusammenfassen und Ihnen* mit wenigen Strichen nochrrrals die Tätigkeit unserer Loge im vergangenen Jahre im Geiste ' vor Augen führen. Vielleicht kommt manchem von Ihnen hierbei der Gedanke, daß eigentlich etwas mehr hätte geleistet oder geboten werden' können, darum möchte ich an dieser Stelle gleich vorausschicken, daß leider im letzten Jahre ein unglücklicher Stern über unserer Löge gewaltet und die außergewöhnlich vielen Trauerfälle innerhalb unserer kleinen. Gemeinschaft hemmend, ja fast lähmend auf unsere Tätigkeit gewirkt haben. Gleich zu Beginn unserer Arbeitssitzungen durchziehen die wehmütigen Berichte über das Ableben unseres Expräsidenten Br. Max Tauber und die darauf folgende Trauerloge die Protokolle. Kurze Zeit darauf entreißt uns der unerbittliche Tod unseren 1. Br Heymann Beiner und fast gleichzeitig wird unser 1. Br Martin Cohn durch Mördefhand jäh aus unserer

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