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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-06-01 · Nr. 6 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 6 - Juni
Date
1913-06-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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den engeren Zusammenschluß unsrer Söhne manche Schranke, die die Brüder und vielleicht noch mehr die Schwestern oft bedauerlicherweise trennt, beseitigt und un*re Logen einen verheißenden Nachwuchs erhalten, der „in der Berührung mit der Natur, im Kampf mit ihren Unbilden und hemmenden Widerständen wetterhart und zielbewußt wird und in der Ueberwindung der Widerstände immer neue Mittel sieht, die eigene Kraft zu stählen, der im Bewußtsein seiner eisernen .Manneskraft freudig und stolz den Kampf ums Dasein aufzunehmen gewillt ist". Und wenn dieser Ferienkurs seinen Teilnehmern nichts gäbe als die Lust zum Wandern und ein Auge und Herz für die Freuden und Schönheiten der Natur — und er wird dies auch vollbringen, wenn nur immer das, was er begonnen, von den Eltern mit liebevollem Verständnis weiter gepflegt wird —, so wäre dies für sie ein hoher Gewinn in unsrer hastigen, erwerbs- und bildungsgierigen Zeit. Unsre Jugend wird dann von selbst die Gefahren der Großstadtluft fliehen und von selbst ihre tägliche Erholung in Gottes Natur suchen. Und wir haben dann mit dazu beigetragen, nicht nur den geistigen, sondern auch den besserungsbedürfügen körperlichen Charakter unsrer Stammesgenossen zu entwickeln und zu heben. Der diesjäh rige Ferienkurs wird vom 1. August ab drei bis vier Wochen dauern uird im Schw-arzwald, in den Vogesen oder in der Schweiz abgehalten werden. Vor der endgültigen Auswahl der Ortes wird Br. Expräs. Müller von der Friedrich- Loge, der auf Ersuchen der Ferienkurs-Kommission den Kurs wieder vorzubereiten sich bereit erklärte, nach dem Rechten sehen. Die Kosten, Reisegeld und Unterricht inbegriffen, werden voraussichtlich ca. 120 M. für eine dreiwöchige Dauer betragen Die Jungen wohnen in kleinen Gruppen bei vertrauenswürdigen Familien. Die Verpflegung ist rituell und gemeinsam. Da ein solcher Kurs in körperlicher und geistiger Hinsich?, sowie nach der engeren pädagogischen und sozialen Seite hin auch unseren Töchtern sicherlich von Nutzen wäre, wird event. für 13—17jährige Töchter ein besonderer Kurs eingerichtet werden. Für sie "kämen naturgemäß der Gemüsebau und die Blumenkultur, einschließlich der Arzneipflanzen, hauptsachlich in Betracht. Die Friedrich-Loge ist auf Wunsch gern bereit, auf Grund ihrer Erfahrungen Winke für die Organisation solcher Kurse zu geben. Wofern die selbständige Veranstaltung von Ferienkursen in diesem Jahre irgendwo nicht tunlich erscheint, wird die Teilnahme aus andren Logen unsres Distriktes an dem Ferienkurs des Südwestdeutschen Logenverbandes weitmöglichst gestattet werden. Anmeldungen hierfür sind spätestens bis 16. Juni an die Friedrich-Loge in Heidelberg zurichten. Ueber den Verlauf der bisherigen Ferienkurse sei neben dem Bericht der Friedrich-Loge in den Monatsberichten der Großloge vom November 19G9 auch auf zwei Urteile Außenstehender hingewiesen : auf-eine Veröffentlichung des Herrn Oberreallehrers Zivi in Bruchsal in Nr. 16 der „Biälter für Erziehung und Unterricht" vom 21. April 1910 und auf die Artikelserie des Herrn Hauptlehrers Spatz in Rexingen in Nr. 10, 11, 12 und 14 des Jahrgangs 1913 der „Israel. Wochenschrift" in Gebweiler. Für die Ferienkurs Kommission des Südwestdeutschen Logenverbandes: S. Müller. Aus den Logen des VIII. Distrikts. Frankenloge, Würzburg. (Jahresbericht 1912,1913.) Mit dem letzten Termine blickt unsere Frankenloge auf eine 15jährige Tätigkeit zurück, eine Zeit, welche durch die Erfolge in diesem Arbeitsjahre als gekrönt bezeichnet werden, dürfte. Werfen wir einen Gesamtblick auf das bisher Geleistete, so können wir mit Stolz behaupten, daß wir wenn auch langsam und vorsichtig, doch stetig und immer in wahrer und echter Bruderliebe vorangestrebt sind, wie auch die besondere Aufgabe, edeldenkende Israeliten zu unserem Werke heranzurufen, in bester Weise gelöst haben. Bedingt durch den Mangel an Industrie und Gewerbe sind die sozialen Aufgaben unserer Loge mehr und mehr diejenigen gewesen, nach Würzburg und die weitere Umgebung die Ordensidee hineinzupflanzen und die zu unserer zielbewußten Arbeit zum Wohle des Judentums und der Menschheit berufenen Männer für das Wesen eines allvereinigenden Bundes von Eintracht und Bruderliebe zu interessieren. Und mit besonderer Genugtuung können wir auf das innige Verhältnis zwischen allen Brüdern blicken, die sich des Wertes, welchen das Wort „Bruder" und „Bruderliebe" im Sinne unseres geliebten Ordens in sich birgt, jederzeit voll und ganz bewußt sind. Unsere Loge hat im vergangenen Jahre eine Steigerung ihrer Mitgliederzahl von 93 auf 103 Brüder

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