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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-06-01 · Nr. 6 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 6 - Juni
Date
1913-06-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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zahl unseres Wegweisers eine viel größere als die Gesamtauflage. Rührend sei es, die Briefe von jungen Schülern zu lesen, die noch mit dem' Stil und der Orthographie zu kämpfen haben und die sich an die üroßloge um Zusendung des Wegweisers wenden. Er wünscht daher, daß wie bisher der Wegweiser gratis an Interessenten versandt werde. Die Versammlung beschließt demgemäß. Im Anschluß hieran bittet Br. Finkel um Förderung des belletristischen Teiles des Wegweisers durch intensivere Mitarbeit. Das Bureau der Großloge, das im Jahre 1908 den belletristischen Teil mit überno.nmen und ihn auch mit Illustrationen auszustatten versucht hat, sei gegenwärtig durch das fortwährende Wachsen der Aufgaben der Großloge anderweitig so sehr in Anspruch genommen, daß es auf die Mitarbeit von seilen der einzelnen Mitglieder der Jugendschriftenkommission und ihrer Bekannten angewiesen sei. Die Versammlung erklärt sich bereit, nach dieser Richtung bemüht zu sein und nennt verschiedene Mitarbeiter. In seinem Referate über Vertrieb van Jugendschriften hebt Br. Marcus folgende Gesichtspunkte hervor: Jüdische Jugendschriften sind schwer abzusetzen, weil sie infolge der geringen Auflage verhältnismäßig teuer sind. Für den Vertrieb von Jugendschriften kommt in Frage die. Chanukkahzeit und die des Schulschlusses. Für Konfirmationen werden jüdische Jugendschriften schon weniger gekauft. Diese obengenannten Zeiten müßten wahrgenommen werden, und es würde sich empfehlen, durcrj rechtzeitiges Annoncieren die jüdischen Jugetidschriften jedesmal in Erinnerung zu bringen. — Die jüdische Jugendschrift darf im Preise nicht zu hoch sein undr inbezug auf die Ausstattung sich von den allgemeinen Jugendschöffen nicht unterscheiden. Bei der Herausgabe neuer Bücher soll zunächst ein Verleger unter den Brüdern gesucht werden: Meldet sich kain Bruder, so müßte man mit einem bekannten Jugendschriftenverlag, wie etwa mit dem Verlag von Karl Löwe - Stuttgart, in Verbindung treten. Aber selbst ein solch großer Verlag müsse durch häufige Anzeigen der Bücher von Seiten der Jugendschriftenkommission unterstützt werden. Redner schlägt vor, dem Wegweiser einen Umschlag zu geben, auf welchem die Jugendschriften verzeichnet sind. Br. Elbogen erinnert daran, daß die Großloge vor zwei Jahren ein Verzeichnis empfehlenswerter Jugendschriften herausgegeben, und daß sie dieses Verzeichnis demnächst in einer neuen, vermehrten Auflage zu veröffentlichen gedenke. Als Ergebnis der Ausführungen des Br. Marcus stellt Redner fest, daß die Jugendschriftenkommission bei Herausgabe von Büchern resp. bei Subventionierung von Jugendschriften auf Ausstattung und Preis zu achten habe. Auf Anregung der BBr - Lichtenstein und Fleischhacker wird beschlossen, den Logen zu empfehlen, in ihren Sitzungen Referate über den Wegweiser halten zu lassen und bei dieser Gelegenheit auf die empfehlenswerten Jugend- Schriften hinzuweisen. — Ferner wird beschlossen, bei der Großloge zu beantragen, daß dem Vors. Br. Elbogen ein Referat über die, Jugendschriftenkommission bei der diesjährigen Tagung der Vollversammlung der Großloge eingeräumt wird. Schluß der Sitzung \2\ , Uhr. $ Ferienkurse für unsere Söhne und Töchter. Die im Jahre 1909 von der Friedrich-Loge in Heidelberg ins Leben gerufenen «Ferienkurse für unsre schulpflichtigenSöhneim Alt er von 14—18 Jahren haben sich als ein so segensreiches Werk erwiesen, daß der Süd westdeutsche Logenverbandl sie zu einer dauernden Einrichtung machen imd sie allen Schwesterlögen zur Nachahmung empfehlen möchte. Unter,sachkundiger Leitung verbringen unsre Söhne einen Teil ihrer großen Sommerferien an einem gesund und landschaftlich schön gelegenen Landorte, um gemeinsam mit einer naturlrohen Schar gleichaltriger Genossen jeder Sorge bar sich der Natur-zu freuen, zuwandern und dabei statt verstaubter ausgestopfter Bälge aus Lehrmittelsammlungen die Natur selbst zu sehen, zu hören und in ihren tausend Geheimnissen zu beobachten; um aber auch darüber hinaus durch eine leichte, aber p I a n m ä Ii i ge- Beschäftigung im Obst- und G e rh ü s ega r fre n Verständnis und Geschick für eine praktische Tätigkeit zu gewinnen. Und das Zusammenleben "in einer Gemeinschaft, in der das Gute sich von selbst versteht, ist für die Jungen sicherlich naturgemäßer und erzieherisch wertvoller, als den Eltern mit in die Bäder und Luftkurorte zu folgen, in denen „der Modequälgeist und der gesellschaftliche Zwang herrschen, Etikette, Luxus und wie sie alle heißen, die Ausgeburten der Unnatur". Ueberdies darf erhofft werden, daß durch i

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