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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-06-01 · Nr. 6 - Juni · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 6 - Juni
Date
1913-06-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Wir Aelteren aber, auch wir Vertreter der Grobloge, grüßen in Ihnen unsere eigene Jugend; wir grüßen in Ihnen die Hoffnung, die Zukunft Israels. Sitzung der Jugendschriftenkommission Rerlin, Donnerstag den 1. Mai 1913, vorm. 9' 2 Uhr in den Logenriumen, Kleiststr. 10. Anwesend sind die BBr. Adler, Elbogen, Eschelbacher, Fleischhacker, Galliner, Hochfeld, Lichtenstein, Marcus, Moses, Spanier; entschuldigt fehlen die BBr. Kuznitzky, Heinemann und Unna. Der Vorsitzende, Br. Elbogen, begrüßt die Erschienenen und "gedenkt der heimgegangenen BBr. Bergel und Wolff, die bei ihrer intensiven Tätigkeit für den Orden auch der Jugendschriftenkommission stets reges Interesse entgegengebracht haben; insbesondere hat Br. Wolff in den ersten Jahren des Bestehens der Jugendschriftenkommission eifrig mit-' gearbeitet. Hierauf erstattet Br. Elbogen Be riebt über dfe Zeit seit der letzten Sitzung am- 5. November 1911. Die damals gefaßten Beschlüsse wurden ausgeführt, einige eingereichte Arbeiten geprüft und auf Wunsch der Großloge mehrere Gutachten erstattet. Während in der Zwischenzeit uns selbst wenig Neues zu schaffen vergönnt war, haben wir andere Unternehmungen gefördert, wie das Buch „Für unsere Jugend" von Br. E. Gut, „Bausteine" von Br. Rothschild, Eßlingen, dem wir auf sein Ersuchen gestattet habe.i, Aufsätze aus unserem Wegweiser und aus dem Monatsberichte abzudrucken resp. umzuarbeiten. Auch haben wir ein Gesuch' der „Freien Lehrer- und Kantoren-Zeitung", die sich wegen ihres Preisausschreibens an die Großloge um Förderung gewandt hat, zur Berücksichtigung empfohlen. Die Großloge hat dieser Zeitung zwei neue Preise von je 50 Mark gestiftet und daran die Bedingung geknüpft, daß diese Preise nur solchen Arbeiten zuzuerkennen sind, die von sämtlichen Mitgliedtrn des Preisrichterkollegiums als preiswürdig bezeichnet werden. Schließlich standen wir mit Br. Feilchenfeld-Fürth wegen seiner Bearbeitung der „Glückel von Hameln" in Verbindung. D"-* Arbeit des Br. Feilchenfeld, die demnächst erscheint, wird darauf zu prüfen sein, ob und wieweit sie sich durch etwaige Kürzungen für die Jugendliteratur verwerten ließe. Proben dieser Arbeit sind in unserem „Wegweiser" bereits zum Abdruck gelangt. ■ In der an den Bericht sich anschließenden Diskussion wünschen die BBr Adler, Eschelbacher und Moses, daß in . Zukunft bei wichtigen Gesuchen das Gutachten sämtlicher Mitglieder der Jugendschriftenkommission eingeholt würje;- Die Jugendschriftenkommission sowie die Großloge müßten mit der Hergabe ihres Namens sehr vorsichtig sein und nur das künstlerisch Beste und Wertvollste empfehlen. Ueber die Frage eines n e u e n Preis a u s- Schreibens findet eine längere Aussprache »tat: Br. Galliner tritt für ein neues Preisausschreiben ein, weil man auf diesem Wege die Arbeiten am besten prüfen könne, ohne von der Persönlichkeit beeinflußt zu werden. Dagegen regt Br. Hochfeld ah, den Weg des Inserates zu wallten. Die Jugetidschriitenkommission müßte wie etwa die Zunz-Stiftung von Zeit zu Zeit durch Annoncen bekannt gVben, daß sie gute jüdische Jugendschriften, die frei yoin einer bestimmten Tendenz sind, subventioniert resp. den. Autoren Zuschüsse zu den Druckkosten gewährt. Die BBr. Eschelbacher, Moses und Spanier sprechen sich gegen das Annoncieren aus, denn es sei zu befürchten, daß die Jugendschriftehlcomrhission zuviel ungeeignete Arbeiten zu lesen bekäme; sie empfehlen dafür, mit bekannten Autoren in Verbindung zu treten und ihnen entsprechende Honorare für gediegene Arbeiten in Aussicht zu stellen.' Br. Adler schlagt vor, beide Anregungen zu verbinden und zunächst, einmal einen Versuch zu., machen. Der Vorschlag des Br: Adler wird zum Beschlüsse erhoben Zufolge einer Anregung des Br. Lichtenstein, die Jugendschriftenkommission möge ein Jugendbuch für die Sederabende schaffen, erinnert' Br. Eschelbacher an eine ä-hnlicHe Arbeit, betitelt: „Eine Osternacht" von W. Herzbtrg, dem Verfasser dr,.Jüdisch;n Familienpapiere". ,: ' Ueber das von Br. E. Gut herausgegebene Buch „Für unsere Jugend", Bd. II, referieren die BBr. Adler und Galliner. Der Jugendschnftenausschuß der israelitischen Rehgionslehrcr und -Lehrerinnen in Frankfurt a. M. hatte dem eisten Bande des Buches „Für unsere Jugend" einen zweiten folgen lassen, der eine Fülle wertvoller, das jugendliche Gemüt anregender Aufsätze enthalte. Der zweite Band übertreffe den ersten an Gediegenheit Der erste Band sei seinerzeit ,von' der1 Großlo^e . - ' - ' subventioniert worden. Diesmal wünsche der Herausgeber keine materielle Förderung, vielmehr sei ihm damit gedient, wenn die Großloge „die neue Folge" den einzelne i Logen warm empfehlen würde*.

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