Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Nr. 5 - Mai
- Date
- 1913-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Ich bitte endlich den geschäftsführenden Ausschuß, die Wahl der Mitglieder des Beirats durch Aulstellung einer Vorschlagsliste vorzubereiten. Aus dem Bureau der Großloge. Zu der Frage betr. „Herausgabe einer Rednerliste" hat der Sonderausschuß für geistige Interessen in seiner Sitzung am 9. Februar d J. nachstehende Anträge angenommen: 1. Die Vorträge in den Logen sollen von den Brüdern der einzelnen Lögen oder von nahe benachbarten Logen gehalten werden. Die Logen «ollen allen benachbarten Log<n öder denen des Logenverbandes stets mitteilen, welche Vorträge in den Logensitzungen gehalten werden. Die Kosten für Reise und Aufenthalt der Vortragenden ersetzt nötigenfalls die Großloge. 2. Die Logen werden gebeten, sich möglichst früh, zeitig September oder Oktober mit den Rednern ins Benehmen zu setzen. Die Redner werden aufgefordert, der Zentralstelle in Berlin anzugeben, wo und wann sie in den verschiedenen Logen sprechen, damit die Zentralstelle für Anschlußvorträge sorgt. 3. Eine Liste anzulegen von Rednern, welche sich der Großloge gegenüber bereit erklärt haben, Vorträge außerhalb ihrer Ortsloge zu halten. A. Der Sonderausschuß für geistige Interessen behält "sich vor, für besonders große aktuelle f ragen Redner zu norninieren. JiL.;A'.; * . Ein Verzeichnis der Arbeitsnachweise, die dem Verbände der Arbeitsnachweise derGroßloge angehören, nebst den Obmännern und Sitzungslokalen wird demnächst behufs intensiverer Propaganda in mehreren tausend Exemplaren gemeinsam mit dem Verzeichnis des Kartells der jüdischen Arbeitsnachweise, gegründet vom Jüdischen Frauenbund, an die Gemeinden, Lehrer. Logen, Frauenvereine u. s. w. versandt werden. Ein solches Verzeichnis wird auch im Anhang des neuen statistischen Jahrbuches des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes erscheinen. In Zukunft sollen noch außerdem die einzelnen Arbeitsnachweise unter den Wohlfahrtseinrichtungen des betr. Ortes in dem Jahrbuche mitaufgeführt werden. - Zu den bereits bestehenden Arbeitsnachweisen der Logen sind in letzter Zeit neue an folgenden Plätzen hinzugekommen: Allenstein, Breslau, Coblenz, Darmstadt, Dortmund, Hanau, Mannheim, Oppeln, Ostrowo und Thorn. ■ -• *' i -aB' ' Von der Jüdischen Bibliothek in Jerusalem, für die das Generalkomitee in seiner außerordentlichen Sitzung am 17. November 1912 eine Subvention von 1000 Frcs. für das Jahr 1913 bewilligt hat (vgl Monatsbericht 1913 No. 1, S. 4 ff ), ging uns ein Bericht über das Jahr 1912 zu, dem wir folgende Daten entnehmen: Die Bibliothek hat im Berichtsjahre ihr stilles, kulturelles Wirken fortgesetzt. Gelehrte und Studierende sowie das Laienpublikum machten von dem gToßen Bücherschatze nach wie vo.r ausgiebigen Gebrauch. In derZeit vom 1. Oktober 1911 bis 30. September 1912 wurden aus der Bibliothek ausgeliehen: ai Hebräische Bücher Klassiker und Belletristik . 1905 Bde. Wissenschaftliche Werke ... 1101 „ Geschichtswerke ........ 624 „ Biblische und rabb. Schriften 1269 ., 4S99 Bde. b) Fremdsprachliche Bücher Deutsch............. 945 Bde. Russisch.......... . . 708 „ Französisch........... 327 „ Englisch............. 259 „ 2239 „ 7138 Bde. In der Bibliothek wurden 12 206 Bücher benutzt. Die Zahl der Besuche betrug 21 206. Die Büchersammlung wurde im verflossenen Jahre durch wertvolle Bücherschenkungen von Herrn Joel Levy in Nottingham und Dr. Friedenwald in Baltimore bereichert. Leider reicht der Raum nicht mehr hin, um die vielen Bücher so unterzubringen, daß sie alle der Benutzung seitens des Publikums zugänglich gemacht werden könnten. Der kräftigsten Förderung erfreut sich die Bibliothek seitens des Hilfsvereins der Deutschen Juden, von welchem sie seit einer Reihe von Jahren rgit 2000 Frcs. ' jährlich subventioniert wird. Dann folgt das Exekutiv- Komitee des U. O. B. B. in Chicago mit einer Jahressubvention von 1000 Frcs. In Anbetracht der Bedeutung der Zentralbibliothek für den kulturellen Fortschritt der jüdischen Bevölkerung Palästinas hat auch die Großloge für Deutschland U. O. B. B. vom 1. Januar 1913 ab eine Jahressubvention von 1000 Frcs. bewilligt, und weitere Subventionen stehen in Aussicht. Es ist zu hoffen, daß dieses hervorragende Kulturinstituf, ohne welches keine wissenschaftliche Arbeit hier denkbar wäre, im Laufe der Zeit diejenige Würdigung findet, die es in so hohem Maße verdient. — 72 —