Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Nr. 4 - April
- Date
- 1913-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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in . einem anderen 300 M., ferner1 wurden vier Fälle mit je L5Ü AV bedacht. Ein Fall konnte mangels ausreichender Mittel nicht berücksichtigt werden, zumal er im vorigen Jahie mit einem größeren Betrage bedacht worden war und jetzt andere ebenso dringende Fälle vorlagen. Schwesternpensionsfonds. Für unsere Krankenschwestern soll demnächst eine Pensionsversicherung bei der Großloge errichtet werden. Zum Reservefonds ilieser Versicherung hat Br. Alaretzki die ihm anläßlich seines 70.Geburtstages von den Logen unseres Distriktes übermittelte Ehrengabe unter Abzug von 1000 M, die er als eine einmalige Beihilfe zum Ausbau der DanzigerStation hergegeben, bestimmt und den Wunsch ausgesprochen, daß dieser Fonds unter dem Namen „Schwesternpensionsfonds" bei der Großloge geführt werden soll. Zu diesem „Maretzki-Fonds" kommen noch hinzu 5000 M. von Br. Expräs. Heymann-Görlitz und 12 500 M. von den Geschwistern Tietz, sodall der Schwesternpensionsfonds zurzeit über 30 000 M. beträgt. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß wohlhabende Brüder diesem Fonds weitere Zuwendungen machen werden, um die Krankenschwesternsache in einer dem Ansehen und der Größe . unserer Organisation entsprechenden Weise erfolgreich ausbauen zu können. Zurzeit besitzen wir 2? Schwestern, die an neun Plätzen tätig sind, außerdem 14 Scliülerinnen,.die in vier Krankenhäusern ihre Ausbildung genießen. Von den Lehrschwestern haben zwei vor * kurzem ihr Staatsexamen bestanden, und zwar die eine mit dem Prädikate sehr gut, die andere mit gut; Seit Januar d. J. haben sich bei uns ca. zwanzig Kandidatinnen zur Ausbildung in der Krankenpflege gemeldet, von denen" nur einige eingestellt werden konnten, weil die der Großloge für diesen Zweck zur Verfügung stehenden Mittel erschöpft sind. In letzter ^feit haben folgende Versetzungen unserer Schwestern stattgefunden: Schwester Minnie-Elberfeld-Barmen ist als Oberin an das Mütter- und Kinderheim des Frauenvereins der Berliner Logen berufen worden. — An ihrer Stelle hat Schwester Martha Hertz, die ihre Ausbildung in Breslau beendet hat, in Barmen ihre Tätigkeit begonnen. Schwester Erika-Freiburg hat einen Ruf als Oberschwester nach unserer Station in Dortmund erhalten. Schwester Veronika-Danzig absolviertzurzeit einen Fortbildungskursus in Berlin. :>5 Schwester Anna Krikstanski (in Breslau ausgebildet) und Schwester Katy Strauss (in Berlin ausg :bi det) sind der Danziger Station überwiesen worden, wo sie unter unserer Oberschwester Cilla Dienst tun sollen. r i Wir bitten die lieben Brüder, unserer Schwesternsjch: ihr Wohlwollen und Interesse zu schenken und alleorten bemüht zu sein, uns Mädchen und Frauen »r it guter Bildung und Erziehung für diesen Beruf zuzuführen. Berichtigung: Irriümlich sind im „Gedächtnisb ich der Großloge" (Monatsbericht No. 3, 1913) unter NÖ.II37 und 13S die BBr. Sally Alfmnyer und Leopold Feibelmann als verstorben aufgeführt. Dieselben sind am Leben, haben nur ihren Austritt aus der Julius Plotke-Loge erklärt. Aus den Logen des VIII. Distrikts. Nassau-Loge, i Bericht über die Tätigkeit resp. derzeitigen Stand der Nassau-Loge in Wiesbaden, erslattet vom Br. prot. Sekretär Ferdinand Baum). Mit Keginn des letzten Termins zählte unsere Loge 8S Mitglieder. Im Laufe des Jahres hatten wir das Vergnügen sechs neue Brüder einzuführen. In der letzten Woche erlitten wir leider, einen Verlust durch das Ableben unseres Br. Dr. Otto Schloss. — Es fanden bis 24. Februar 12 ordentliche und eine offene Logensitzung statt. Eine Reihe sehr, guf ausgearbeiteter Referate bot geistige Anregung in diesen Sitzungen; Fragen aller Art wurden behandelt, und es schloß sich slets eine sehr anregende Diskussion an die Vorträge Nachstehend seien die Themata, genannt: 1. Was heißt „Glücklich sein" von- Br- Expräs. Cr. Laser; 2. Ziele und Zwecke des von der Großloge ' eingerichteten Sonderausschusses für geistige Interessen von Kt.JDr. Fackenheim; 3. Der Unterging der deutschen "Juden ( von Felix A. Theilhaber) vsn Br. Dr. Maas; 4. Die Juden in früheren Jahrhunderten in Wiesbaden von Br. Arthur Strauss; 5 Das jüdische Leben in Wiesbaden von Br. Edmund Cäpell; 6. Ein wahrheitsgetreues Bild der Juden in Kussisch Polen von Br. Walfisz;?. Familienforschungen von Br. Vizepräs. Jos. Baum; 8. Die w irtschaftlichen Verhältnisse Deutschlands von.Br. Expräs. Dr. Laser; 9. Berufswahl der jüdischen Jugend van Br. Vizepräs.* Kronenberger, Mainz; 10. Faust und Moses von Br. Marschall Dr. Kober; 11. Von den Juden in Yemen von Br. Präs. R.-Ä Marxheimer. Außer in unseren Arbeitssitzungen haben die vers rhiedenen Komitees sehr häufig besondere Sitzungen