Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1913
- Issue
- Nr. 4 - April
- Date
- 1913-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Befreiung in Israels Häuser einzieht, dann grüßen wir dieses Fest mit der Erinnerung an das Schwert der Ahnen, mit dem Gelöbnis zu Werken der Wohltätigkeit und der sozialen Pflichterfüllung, indem wir ausrufen: ,~,Dies ist das Brot des Leids, das unsere Väter in den Zeiten der Unterdrückung gegessen. Jeder Hungrige sei willkommen, um mit uns zu speisen, jeder Beladene und Niedergebeugte trete in unseren Kreis, um das Fest der Erhebnng und der Erlösung 'mit uns zu feiern!" Und auch das Flammenmeer des Feuerzaubers findet seine Analogie in der jüdischen Geschichte^ Wenn in dem Lande der Väter einstens der Neumond verkündet wurde, dann flammten Fackelzeichen auf droben am Zionsberge und sie wurden erwidert von den Höhen des Libanon, um sich als glühende Sendboten des obersten Gerichtshofes weiter zu verpflanzen nach allen Ländern der Diaspora, bis daß das ganze Abendland, vom Moriaberge aus wie ein einziges großes Flammenmeer erschien, gleichsam die Heilsbotschaft verkündend, daß „von Zion ausgeht die Lehre und das Wort Gottes von Jerusalem." Wenn unsere Bnei-Briss- Logen an dieser Mahnung festhalten, dann braucht uns um die Zukunft unseres Ordens nicht bange zu sein. Wir aber wollen an dem heutigen 15. Stiftungsfeste der München-Loge geloben, nicht zu erlahmen in den Werken der Wohltätigkeit und der Bruderliebe, an dem Festhalten am Schwerte der Ahnen, auf daß uns die Ordeiisidee auch fürderhin sei „das siegende Licht, für das wir kämpfen, fechten und streiten", der leuchtende Stern, der uns erstrahle ..ewig und immer eib und eigen ein und all," und dieses Gelöbnis lassen Sie uns zusammenfassen in den jubelruf: .,Die Ordensidee, die München-Loge, ihre Brüder und Schwestern, sie Jeben hoch!" Aus dem Bureau der Großloge. Unser hochw. Großpräs. Br. Timendorfer läßt die w. Logen und die J. BBr. bitten, sämtliche die Großloge betreffenden Zuschriften und Sendungen nicht an ihn, sondern direkt an unser Bureau zu richten, damit die Erledigung keine Verzögerung erleidet. Die genaue Adresse ist:. Großloge für Deutschland VIII. U.O.B B. Berlin W. 62, K 1 e i s ts t r. 12. Telegrammadresse: Großloge, Berlin, Kleisistr 12 Reden und Abhandlungen über den Orden von Br. Maretzki. Zu Ehren des 70. Geburtstages unseres Br. Maretzki hat die Großloge gemäß den Beschlüssen des Geschäftsausschusses und des General-Komitees eine Auswahl von Aufsätzen und Reden, die vom Jubilar in den Monatsberichten erschienen sind, gesammelt und in Buchform . herausgegeben. Dieses Werk dürfte nach Ansicht der Brüder des General- Komitees sowohl Beamten als auch Brüdern bei verschiedenen Gelegenheiten, wie bei bei Festlichkeiten, und bei Ausgestaltung von Sitzungen durch Referate über verschiedene Ordensmaterien von großem Nutzen sein. Damit jeder Bruder in der Lage ist, sich dieses Buch, das 342 Seiten stark ist, anzuschaffen, haben wir den Preis für ein elegant gebundenes Exemplar mit drei Mark normiert entsprechend den Druckkosten. — Diejenigen Brüder, die auf dieses Werk reflektieren, wollen es bald durch ihre Logen oder direkt bei uns bestellen, da wir nur eine kleine Auflage besitzen. Geschichte des Ordens Bnei Briss in Deutschland, 1S82—1907, von Br. Maretzki. In einem Rundschreiben haben wir vor kurzem die w. Logen ersucht, dafür Sorge zu tragen, daß von nun ab,' jeder neueinzuführende Kandidat die Geschichte des Ordens Bnei Briss in Deutschland von Br. Maretzki zum Zwecke der eigenen Belehrung in den Ordensfragen als Geschenk seiner Loge erhält. Diejenigen Brüder, die erst nach unserem 25 jährigen Jubiläum im März 1907 unserm Orden beigetreten sind und das genannte Buch von Br. Maretzki nicht besitzen, können dasselbe durch ihre Logen oder direkt von unserem Bureau, Kleiststr. 12, zu dem ermäßigten Preise von M. 2.— erhalten. * * ♦ Cduard und Siegfried jacobsohn-Stiftung. Am 27. März 1913 abends 7 Uhr fand im Bureau des Großpräsidenten eine Sitzung des Kuratoriums statt, an welcher die Brüder Timendorfer, Rosenbaum, Paul Goldschmidt teilnahmen. Es lagen im ganzen acht Gesuche vor, von denen eines, einen Pogromknaben betreffend, ausschied, für den Br. Expräs. Wisloch bereits eine Kur in der Kinder- Heilstätte in Nauheim erwirkt hat. Zur Ausschüttung konnte die Summe von 1348 M. gelangen, auf welche die Zinsen der Stiftung aufgelaufen waren, da im ersten Stiftungsjahre mangels des Vorliegens von Gesuchen eine Auszahlung nicht erfolgt war. Mit Rücksicht auf die Intentionen der Stiftung, die wenigstens für einige Fälle eine möglichst gründliche Hilfe bezwecken, wurde beschlossen, zwei Gesuche reichlicher zu bedenken, vier anderen dagegen wenigstens geringere Summen zufließen zu lassen. Es wurden bewilligt: In einem Falle 400JM.,