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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-04-01 · Nr. 4 - April · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 4 - April
Date
1913-04-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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-» Schluß an einen Vortrag von Cieheimrat Prof. v. Wassermann der Seuchenbekämpfung in Palästina. 1000 M. zugeführt werden werden Der Betrag wird Br. Prof. Warburg zugehen. Salzbrifnn. Meran. Unterstützungsgesuche des Judischen Kurhospitals in Salzbrunn, des Asyls für mittellosekranke Israeliten in Meran werden nach kurzer Debatte, die sich auf den ersten Punkt bezieht (Ginsberg, Bloch), .abgelehnt. Beide Unternehmungen sind bereits mehrfach aus Ordenskreisen unterstützt worden. Referent: Br. Metzenberg. Wanderarmenfürsorge. Der Deutschen Zentrale für jüdische Wanderarmenfürsorge ist — wie Br. Gmsberg berichtet — für das Jahr 1913 die Summe von 1000 M. zu zahlen, da eine Kündigung unsererseits nicht erfolgt ist. Diese Kündigung soll aber nunmehr aus formalen Gründen ausgesprochen werden, damit wir in der Lage Sind, erneut jedes Jahr zfi der Unterstützung der Zentrale Stellung nehmen zu können. Yemenitische Juden. Die Erschütterung des türkischen Reiches hat ihre Rückwirkung auch auf die in Südarabien lebenden Ycmenitischen Juden ausgeübt. Eine unerhörte Bedrückung seitens der umwohnenden Stämme hat eingesetzt, die diese Juden zur Auswanderung nach Palästina veranlaßt hat. Man sagt ihnen besondere Eignung zum Ackerbau nach. Ihre Verhältnisse sind die denkbar elendesten. In Palästina sollen Kolonistenhäuser aus Stein für sie erbaut werden. Ein Steinhaus kostet 1000 Fr. Referent: Br. Ginsberg, /Diskussion: BBr. Maretzki, Stein, Apfel, Merzbach. ( ' Das General-Komitee beschließt eine Unterstützung in Höhe von 200 M. Schluß 11' 2 Uhr. Nach der Abendsitzüng vereinigten sich die Mitglieder in den unteren Räumen zu einer gemütlichen Aussprache, idie sie alle noch geraume Zeit zusammenhielt. — Tagessitzung — am 9. März er. Der htchw. Großpräsident ist durch dringende Abhaltung verhindert diesen Teil zu leite«. Vicegroßpräsident Br. Jeselsohn übernimmt den Vorsitz. — Br. Maretzki ist gleichfalls zur Abwesenheit gezwungen. Die Sitzung beginnt um 9' _> Uhr. Tagesordnung: 1. Sonderausschuß für geistige Interessen: Ref. Br. Baumann; 2. Immerwährende Mitgliedschaft: Ref. Br. Cohn; 3. Anstellung von Juden in1 Banken etc.:' Ref. BBr. Kuznitzky ued Baumann; 4. Katastrophenfond;: Ref. Br. Stein; 5. Ausgestaltung der Großlogensitzun^: Ref. Br. Goldschmidt; ' 6 Sonstiges. . Sonderausschuß für geistige- Interessen. Br. Bau mann berichtet: Der Ausschuß habe in , letzter Zeit eine bedeutsame Sitzung abgehalten, die alle Teilnehmer befriedigt habe. Es arbeiten Männer mit, die zu ihren Aufgaben besonders befähigt erscheinen müssen. Das Referat und Kqrrerat der EBr. Groß-Liegnitz und Moses-Mannheim „Über die Mittel und Wege zur Ertüchtigung der jüdischen J ugend, dürften hohes Interesse für sich beanspruchen. Die Bestrebungen seien auf körperliche Ertüchtigung gerichtet - Ziele, die in inrer Bedeutung allgemein erkannt seien. Man fasse sie unter dem Namen Eugenik zusammen. .Gerade wir hätten allen Anlaß, den Schäden des Großstadtlebens mit bedacht entgegenzutreten.. Ein engerer Arbeitsausschuß — aus drei Berliner Brüdern bestehend — sei * " ■* ■' -- ' eingesetzt worden. Alles eingehende geistige Material werde gesammelt, gesichtet. Man versuche es den logen zukommen zu lassen. Der Referent schließt Mit der Hoffnung, daß praktische Erfolge erreicht werden Vierden. An der Diskussion beteiligen sich die BBr. Jeselsohn, Schulhöfer, Beer, Goldschmidt: Es wird u.a. als Wunsch und Ziel bezeichnet, in Denken und Empfinden die mätei reiten Gesichtspunkte, c as Streben nach Luxus.nach Möglichkeit einzudämmen. Immerwährende Mitgliedschaft. Die Ursache zur Beschäftigung mit dieser Frage ist ein Antrag der Fraternitas-Loge, die Br. Cohn vert ritt. Die Sache selbst ist-nicht neu, denn es existiert t ereits ein Beschluß der 10. Großlogensitzung vom Mai 1896, in dem die Zulassung einer immerwährenden Mitgliedschaft ausgesprochen ist- Damals war der erstorbene Br. Joachim Referent. Er stellte sich auf den Standpunkt, daß weder dfe. Konstitution noch die Großlogengesetze ein Hindernis bilden könnten. Die immerwährende Mitgliedschaft könne allerdings erst lach dem Ableben eines Bruders beginnen unter Z ah lung der einmaligen Beitragsquote, dessen Zinshöhe dem Logenjahresbeitrage entsprechen müsse. Zu Lebzeiten eines Bruders trete sie noch

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