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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1913-02-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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L'nd endlich ist im Verkehr mit Brüdern jede Falschheit und L'naufrichtigkeit zu meiden; besser ein rauhes Wort als ein nicht wahrhaftes. Durch die Uebung solcher Tugenden, durch die Vermeidung solcher Fehler treiben wir innere Mission;' mit solcher Tätigkeit vollenden wir den inneren Ausbau unseres Ordensgebaudes; mit ihnen veredeln wir uns selbst und tragen zur Veredelungder anderen bei. Drei Fragen richtete man, so erzählt uns der Thoraabschnitt des nächsten Sabbathes, an die Abgesandten Jakobs, der sie dem Bruder Esau zur Versöhnung entgegenschickte. Wem gehörst du an^wohin gehst du und für wen sind diese Gaben bestimmt? Auch wir, die Knechte im Dienste der ganzen Menschheit, werden befragt — wem gehört ihr an — und unsere. Antwort lautet; einem der Liebe und der Treue geweihten Bruderbunde; wohin geht ihr? zum Heil, zum Segen und zur Vollkommenheit unseres sittlichen Lebens — und für wen sind eure Werjce bestimmt? — für alle Menschen, ohne Unterschied des Standes, der Nation ~un"iKd£s Glaubens. 'Als Josef seinen Brüdern nachging, die auf dem' Felde waren, da traf ihn ein umherirrender Mann auf dem Wege. Dieser fragte ihn: was suchest du? und Josef antwortete: meine Brüder suche ich, teilnehmende Herzen, warm empfindende Seelen. O daß wir, geliebte Brüder, auch unserseits auf dieser Suche, zürn Ziele gelangten, daß wir überall fänden offene Herzen, in denen wir uns bergen könnten, wenn das Leben mit seinen Kämpfen uns in Kummer und Sorgen treibt; o daß wir fänden liebevolle Gemüter, die mit echtem Verständnis uns ,die Wohltat -der Bruderliebe darreichen. Eine hohe Stufe hat unser (>rdensleben erlangt, aber die höchste Stufe bleibtnoch zu ersteigen; daß wir alle niemals des Tages vergessen, an welchem wir bei unserer heiligen Ehre gelobt haben, dem Zjele unseres Ordens nachzustreben; daß' wir die Worte unseres Rituals, mit denen wir jede Sitzung beginnen und schließen, nicht herabsinken lassen zu einem bloßen Wortklang, sondern sie zu bewähren suchen durch unsere Tat, durch die Gesinnung unseres Herzens. Möge uns Freude beleben, möge die Gleichgültigkeit schwinden, möge das Feuer der Begeisteruhg unsere Herzen durchglühen, die.« Liebe zu unserem Bunde, zu unseren Brüdern, zu aller Welt wachsen und sich mehren durch die heilige Arbeit, die wir an uns selbst und für uns selbst leisten in unserem Eigenen Ich. So wird der Bau unseres geliebten Qrdens sich gleichen im äußeren Glänze wie im inneren Werte. Sitzung des Krankenschwestern-Komitees, Berlin den 22.Dezember 1912, im Logenhause, Kleiststr. 10, Anwesend sind die BBr. Timendorfer, Maretzki, Metzenberg, Liebbold - Heidelberg, Meyer - Stargard, Meyer-Gotha, Marx-Worms, Hirsch-Berlin, Lahnstein- Wiesbaden, Friedrich Wolff-Berlin, Goldschmidt-Dortmund, Bacher-Magdeburg und Frau Kommerzienrat Wagner. Entschuldigt fehlen die BBr. Wolpe-Thom, Feldmann-Stuttgart, Mannheim, Fritz Cahen-Köln und Pfeffermann-Berlin. Der Vorsitzende Br. Maretzki teilt mit, daß es nach langen Verhandlungen endlich gelungen sei, einen Vertrag mit dem Berliner Verein für jüdische Krankenpflegerinnen abzuschließen. Den Wunsch der Großloge betreffs Zulassung ' unserer Schwestern zu Fortbildungskursen habe" der Verein aus technischen , Gründen nicht berücksichtigen können, weil das afte Krankenhausverhältnismäßig klein sei. NachVöllendung des neuenim Bau begriffenen Krankenhauses werde man dieserForderungderüroßloge eher nachkommen können. Br. Maretzki berichtet femer, daß die erkrankte Schwester Nanny von der Station in Dortmund, die jetzt zur K"r in Davos weilt, sich auf dem Wege der Genesung befinde, und daß sie voraussichtlich in einiger Zeit ganz hergestellt sein werde. Den ersten Punkt der Beratungen bildet die Neuorganisation des Krankenschwesternkomitees und zwar a) das Verhältnis des Komitees zur Großloge, b) die Geschäftsordnung des Krankenschwesternkomitees. — Hierzu liegen Vorschläge des Br. Feldmann vor, die er auf Ersuchen des Komitees ausgearbeitet hat, und die den Mitgliedern zugegangen sind. Nach einem Referate des Br. Metzenberg und nach einer längeren Debatte, in der die einzelnen Punkte durchberaten \verden, nimmt die Versammlung die Feldmann'schen Vorschläge mit einigen Abänderungen an und beschließt, sie unter Vorbehalt redaktioneller Änderungen in nachstehender Fassung dem Gen.-Korn, zur Genehmigung zu unterbreiten. Sie lauten: a) Das Verhältnis des Krankenschwesternkomitees zur Großloge. Die üroßloge setzt ein Krankenschwesternkpmitee ein, das wie jedes andere Komitee dem Gen.-Kom. und dem Geschäftsausschuß untersteht. Dieses Komitee besteht aus 20 Mitgliedern, von denen die Großloge 12 möglichst aus den Schwesternstationen der Großloge wählt, während die übrigen, unter denen sich auch Damen befinden können, vom Krankenschwesternkomitee zu wählen sind. Die Großloge ermächtigt das Krankenschwesternkomitee: 1. Ausbildungsverträgesowohl mitden ausbildenden Vereinen als mit den Schwestern und Schwestern-

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