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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1913-02-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Zusicherung unverbrüchlicher Treue und An länglichkeit an das Ordenswerk. — Nach Schluß der Loge blieben die BBr. bei einem von der Loge arrangierten Bierabend gemütlich versammelt, bei welcher'Gelegenheit Br. Großpräs. Timendorfer in einem launigen und humorvollen Toaste die Verdienste des Jubilars würdigte. i Innere Mission. (Festvortrag.) |! Von Br. Rabb. El I g u t h e r-Neiße: DasGebäude unseres Ordens, bespndersaber unseres deutschen Distriktes, hat eine Ausdehnung und Größe erlangt, die wir vor wenigen Jahren noch nicht erträumt hatten. In allen Gauen unseres deutschen Vaterlandes sind unserem geliebten Orden Tem'pelstätten errichtet; nur wenige Gemeinden noch stehen abseits und es ist nur noch eine Frage weniger Jahre, bis auch diese ihre Logen gegründet haben werden. Auch die finanziellen Leistungen des Ordens sind gewachsen; von allen Seiten wendet man sich an uns hilfesuchend, sogar in der jüngsten Zeit aus den Kreisen Andersgläubiger, und nur selten erfolgt eine Weigerung, da unsere Kräfte in einer staunenswerten Art gewachsen sind. Unendlich viele Anregungen gehen von unseren Logen aus. Wenn die Gründung und Leitung von neuen Vereinen und Verbänden innerhalb des deutschen Judentums einen nie geahnten. Aufschwung genommen hat, wenn Leben und Bewegung den jüdischen Geist erfüllt, und eine wohltuende Reaktion gegen die feindlichen Angriffe von außen Platz gegriffen hat, so ist hierzu der Orden der Bnei Briss in nahezu den meisten Fällen die Ursache gewesen. Eine Verhandlung in irgend einer Loge gab den ersten Anstoß und nich lange währte es, bis die Verwirklichung eintrat. In drei Fällen, die ich hier anführen will, war ich selbst Ohrenzeuge dieser trsten Anregungen. Unser Ordenj unterhält in Gemeinschaft mit dem Deutsch-Israelitischen Gemeindebunde in Berlin das Archiv der deutschen Juden; in meiner Gegenwart hat Br. Dr] Zivier in der Lessingloge zum ersten Male die Idee angeregt. Die Enquete über die hessischen Juden, die jetzt nach , vielen Jahren beendet zu sein scheint, da wir jüngst das Ergebnis im Druck erhalten haben, wurde von dem sei. Br. Albert Joachim in einer ,Sit?ung der Deutschen Reichsloge angeregt, der ich zufällig beiwohnte. Das so heilsam wirkende Institut der Jugendschriftenkommission, deren Tätigkeit uns durch unser Logenblatt seit mehreren Jahren bekannt ist, wurde durch Br. Elbogen in einer .Sitzung der Berthold Auerbachloge vorgebracht, an der mich ein günstiger Zufall ebenfallsteilnehmen ließ'). Wenn heuteein engmaschiges Netz von Jugendvereinen Deutschlands Judenheit überspannt, so war die erste Ursache und Anregung für Br. Stein der auch uns bekannte Kahnsche Artikel: ,,Die Wurzeln des Uebels" )r Die Errichtungder jüdischen Kranker.pflegerinnenheime, die Arbeitsnachweise, Toynbeehallen, die Ferienkolonien, die Anstalten von Jaffa und in Beelitz und viele andere große Werke, die alle aufzuzählen den Rahmen meines heutigen Festvortrages überschreiten würde, sie alle sind Schöpfungen unseres VIII. Distriktes. Von den unzähligen Anregungen, welche Logenverhandlungen auf einzelne Brüder ausübten und den Quell zu Akten der Wohltätigkeit bildeten, sei nur andeutungsweise hier gesprochen. Stolz können wir darauf sein, einer solchen edien.Gemeinschaft anzugehören, stolz dürfen wir Brüder der Humboldiltfge sein, unter den. vielen deutschen Logen eine wenn auch kleine, aber sehr leistungsfähige und leistungsfreudige Vereinigung zu bilden, die im Herzen Liebe ütid Begeisterung für das Menschentum im Allgemeinen und für das Judentum im Besonderen trägt. Der Bau ist vollendet, stoU ragen seine Zinnen in die Höhe und Bewunderung und Hochachtung nach außen haben wir uns erkämpft* Und dennoch, liebe Brüder, suchen wir immer noch das Endziel, dennoch wendet sich so mancher unbefriedigt wieder von uns ab, dennoch wollen die Rufe der Klage nicht aufhören; es ist noch nicht so, wie wir es erstrebten; nichtverwirklichte Illusionen, unerreichbare Ziele, Mißverständnisse, - persönliche Kämpfe, sie richten sich, Schatten verbreitend, vor uns auf und verbergen uns neidisch das Große, was wir bereits erreicht haben. Warum werden wir so selten ' inne des reichen Segens, der von uns unzweifelhaft ausgeht, warum müssen immer erst die festlichen Veranstaltungen erscheinen, um sie ühs, in Ruhe vor Augen führen zu können? Die Antwort ist folgende: Der Bau unseres OrÖens ist jetzt in seinem Äußern, in seinem nach außen, auf die Mitwelt strahlenden Glänze vollendet, aber der innere Ausbau fehlt noch. Jer^t müssen sich alle unsere Kräfte anspannen, um neben der E r h a 11 u n g dieses äußeren Glanzes die Wohnung, die wir uns errichtet, haben auch im Innern wahrhaft wohnlich zu machen, wie ja auch der Name „Loge" auf diese zwingende Bedeutung unseres Ordenslebens hinweist. Innere M vs's i ort *) Die Jui£CiuhclWitu-n-Komin>~->itin wurde aitt eine iui September IQOi von der «. Zion-Logc gfgtbCTt Ahroijuni* Jahre!>MM von ilcr Grnii löge etliuuaut t ' lj£ -'■ Die jüd. Jugendbewegung ist älter; bereit? .im 'Jahre ISMI bat sich oa- Gen.-Koni, mit der Frage-der JugcwOvcrortC bescb.ittij;t, .Voraufhin ilie Oroüloye den Loyen die Begründung von JugendYereim-n empfohlen hat. tVgl. M.-B. 1S91 Dezember und »ß, Nr/4. S. M.)''

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