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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1913-01-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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hältnissen lebt, wird zugestanden werden müssen, deshalb sollte unser Heim für die Kinder dieser Kreise gegen Zahlung offen sein.') Es kann aber auch in diesen Kreisen wohl geschehen, dar) infolge vorübergehend ungünstiger pekuniärer Lage oder infolge de» Todes des Ernährers für die Kinder, selbst im Falle äußerster Erhoiungsbedürftigkeit, Zahlung nicht geleistet werden kann: hier sollte unser Heim diskret }: und still, wie es einer Logeninstitution geziemt, eingreifen und solchen Kindern, ja vornehmlich solchen, Aufenthalt gewähren. Bei der Ueberlassung von freistellen,, zumal in,der Hauptsaison, wollten wir darauf sehen, .dal! die Kinder aus guten und gebildeten Familien stammten, damit denen, die Zahlung leisteten, die Gewähr eines gewissen sozialen Niveaus gegeben werde. '. Dali diese Grundsätze verwirklicht werden können .hat schon die erste Saison bewiesen. Der Logenverband hatte die Kosten des ersten Jahres mit 4000 Mk. in der Weise sicher gestellt, daß die Verbandskasse 1ÜU0 Mk. ä foncls perdu geben und die übigen 3G00 Mk. von d*n Verbandslogen garantiert werden sollten Laut diesem Anschlag sollten;S bis 12 Kinder in der Saison untergebracht werden. Es ' ist uns möglich geworden, gerade aus den Kreisen, du wir von vornherein im v\uge hatten, in der Zeit vom L Juli bis 24. August 13 Kinder z.u verpflegen — 4 Gesuche mußten wir wegen Ueberfüllung ablehnen. Für die ja Insassen des Heims, unter welchem sich 10 Kinder von Logenbrüdern, 5 aus anderen Kreisen befanden, konnten wir schon in diesem ersten Jahre d.r e i u h d e i n e h a I b e Freistelle gewähren, und zwar ohne die Mitte! des Verbandes und der Verbandslogen in. Anspruch zu nehmen, denn für die 1000 Mk. der Verbandskasse ist als Gegenwert Inventar vorhanden. Diesen finanziell günstigen Abschluß danken wir sowohl der energischen und . klu>;eu Kasscnfühiüng des Kr. Josef Wolft als aucli der außerordentlich «jroßen Opferfreudigkeit der Brüder der Borussia-Loge. Allen voran liat der Leo Beck-Fonds uns die Mittel zur Gev\ährung einundeinhalber Freistelle gegeben, namhafte Geldspenden vieler Brüder und mancher Zoppoter Kurgäste, sowie endlich die Freundlichkeit derjenigen Brüder und Schwestern, die durch leihweise Ueber- .lassung von Inventar oder durch Lebensmittelspenden uns gütigst halfen, taten das Uebrige. L'nser Etat balanciert mit 2700 Mk., wovon 1400 Mk. für Pensions- Vergl. zu dieser Frage , den Artikel des Br. Dr. Fi*tke1. ,.N' chrrals zurr. Thema Ferienkolonien" im M. Ii. I9Q7 No. 4 (Mai), Seite 47. - . gelder*als Einnahmen zu buchen waren. Ganz besonders ist der Erfolg unserer Anstalt, sowohl finanziell als sachlich, dem Umstände zu danken, dar» wir bei der Auswahl der leitenden Persönlichkeiten eine außerordentlich glückliche Hand hatten. Iii Frau Franziska Jelski, der Schwester eines Danziger Logenbruders, hatten wir nicht nur eine äußerst sparsame und umsichtige Verwaltungskraft gewonnen, sondern auch' eine mit unermüdlicher Hingabe für das Wohl der Kinder des Heims sorgende Hausmutter. Sie wurde in ihrer Arbeit aufs wirksamste unterstützt durch. Schwester Cilla, durch deren UeberweisUhg das Kuratorium für jüdische Krankenpflegerinnen sich um das Kinder - Erholungsheim wohfverdient gemacht hat Beide Damen erblickten den schönsten Lohn ihrer Wirksamkeit in dem Wohlbehagen und Gedeihen ihrer Zöglinge, konnten wir doch als durchschnittliche Gewichtszunahme ca. 3 Pfd., als höchste 5 Pfd. 200 Gramm feststellen. Zur unserer großen Freude nahmen 'mehrere Logenbrüder, und darunter aucTi 'Eltern unserer Austaltskinder, verschiedentlich Gelegenheit sich von dem Wohlbefinden unserer Zöglinge persönfich zu überzeugen. Was die Heimatsorte *der Kinder anbelangt, so stammten aus Danzig 4, aus Filehne 4, aus Königsberg 2, aus Schwerin a. W., Allensteisi. Osterode, Neidenburg und Thorn je 1 Kind. Dank der Opferwiiligkeit einzelner Wohltäter ist es uns außerdem gelungen, einen Fonds von 500 Mk. für Freistellen des nächsten Jahres anzusammeln, so .daß wir, wenn unsere Verbandslogen uns einen ständigen Beitrag liefern und -wir auf das dauernde Interesse aller Brüder unseres Bezirkes rechnen dürfen, im nächsten Jahr schon mit 20 Betten werden beginnen können. Die Erfahruhgen dieses Jahres lassen erwarten, daß diese Zahl von Betten mindestens zweimal vollständig belegt sein werden — wir dürften also löl j 40 Kindern Aufnahme gewähren und dabei ca. 15 Freistellen in Anschlag bringen können. , Der Nordostdeutsche Logenverband darf auf dieses erste Werk seiner Tätigkeit mit voller Befriedigung hmblicken. > * j;-. fc i ■ ' -'33, . . Aj Das Soldatenheim in Metz (Chanukkafeier) Am 8. d. M. nachmittags 4 Uhr veranstaltete die Lothringen-Loge in ihrem Soldatenheim eine Chanukkafeier für die jüdischen Soldaten der Garnison Metz. In entgegenkommender WeisehattedieKomiriandanturunsdieNamen der in diesem Jahre neu eingetretenen Glaubensgenossen mitgeteilt und durch Urlaubserteilung den Mannschaften den Besuch in weitgehendster Weise ermöglicht. So fanden sich etwa fünfzig der jungen Krieger — auch

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