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Bericht der Großloge für Deutschland · 1913-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1913
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1913-01-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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zur nächsten Provinzialkasse. Im Falle einer notwendigen Reiseunterbrechung am Sitze der Kasse übernimmt diese die Kontrolle und Sorge für die Weiterbeförderung Die Ausführung dieser? Aufgaben erfölgtf^gemäß den nachstehend von der Deutschen Zentralstelle erteilten Anweisungen: 8.1. i Ei scheint Weiter hilfe angebracht, dann' ist dem Reisenden eine sogenannte Abfertjgtlngskarte nach der nächsten Zentrale mitzugeben, welche diese durch ihre Bemerkungen ergänzt. ' ""' 5? 2 - . Weiterbeförderung durch die Prov'nzialkasse soll nur auf Grund einer im Besitze des Bittstellers sich befindenden Abfertigü»gsk;trte geschehen. Kann der Bittsteller eine .solche nicht beibringen, dann handelt es sich in der Regel um einen auf eigene Faust hertimfechtehden Wandet - aimen, der dann entweder ahzuweisen'odcr iu(ter Aus Stellung einer Abfertigiingskarte — uciterzusehicken ist Die Al'fertiguhgskarte ist in einen zu vcrschlieliendtrn und zu adressierenden Briefumschlag zu stecken. S 3. Ist der Wanderarme jung und arbeitsfähig, dun soll ihm auf Arbeitsstätten Beschäftigung geboten, im anderen Falle eine Fahrkarte in der Richtung nach seiner Heimat zur nächsten ProvinziaHkasse gegeben werden. S 4: Kann der Bittsteller nachweisen, dali er an irgendeinem Platze Arbeit aufnehmen kann, dann soll die sofortige.Fallit nach dieser Richtung zur nächsten I'r niuzial kassc bewilligt werden. S 5. . " Zehrgeld soll nur entsprechend der Strecke Geleistet , w erden, die der Durchreisende bis zur nächsten Provinzialkasse zurücklegt. Ersparnisse sojlen die Durchreisenden nicht machen können. M jj 6: . : •: ■ . Wird die Ankunft an det nächsten Abfertigur gsstelle abends nach Büroschluß erfolgen, dann ist dem Durchreisenden ein Bon mit Adresse zum Legieren mitz lachen. Dieses isä, um, .Mil'ibräuchen vorzubeugen, auf ler Abfertigungskarte zu vermerken. ' I i S 7.., * Bei der Weiterbeförderung der Wanderarnicn und Rückwanderer am Freitag oder am Vortage der Feiertage >st darauf zu achten, dali die Beförderten rechtze tig vor Beginn der Ruhetage das Reiseziel erreichen. Die den ürenzbüros zufallenden Aufgaben ergeben sich von selbst aus ihrer Doppelfunktion, einmal als Vorprüfungsstelle für die Berechtigung des angegebenen Reisezweckes bei Einwanderern, zum anderen, die sachverständige Repatriierung der Rückwanderer und der als ungeeignet für den Aufenthalt in Deutschland ihnen von den Provinziatkassen zugesandten Personen. Für diese beiden besonders schwierigen, ein hohes Maß von Erfahrung, 'wohlwollende Festigkeit und Takt erfordernden Aufgaben sind gleichfalls von der Zentralstelle Anweisungen ausgearbeitet, deren Wiedergabe den Raum dieses Artikels überschreiten würde. Die Aufgaben der Deutschen Zentralstelle, die ii ihrer persönlichen Zusammensetzung ein-..Kollegium der Vorsitzenden der ihr angesdilosselicn Kassen also eine durchaus demokratische Verfassung — mit einem ständigen Arbeitsvorstand und einem Büro ist, ergeben sich aus dem Gesagten von s'elDst. Im Büro der Zentralstelle laufen alle Fäden zusammen. Es tungiert 1. als Zeiitralmeldestellje; 2. als Verrechnungsstelle; 3. als Vermittler bei Dirfercnzeii,. 4. als Mittelpunkt der -I^opaganda und Ausbau des Systems; L - * 5. als, Verbreiter von Erfahrungen• 'und An- ' y regungen allgemeiner Natura einschließlich Schaffung neuer InsHtuionen zur fösung der Aufgabe.! Erscheinen die 4 zuerst genannten Aufgaben in ihrer praktischen Realisierung mehr bürokratischer Natur, wie denn der ganze Organismus Wjfci außen betrachttt einen bürokratischen' Eindruck . machen konnte, so bildet die unter. 5 angedeutete Aufgabe die Beseelung,des Ganzen. Die Generalversammlungen sind.'die Erfüllung de> von allen eifrigen Armcnpflegern so lange und sehnlich gehegten Wunsche«, im persönlichen Verkehr mit den Kollegen sich über ' die- Grundsätze der- Tätigkeit zu verständigen und nhiiiJli'ch Erfahrungen auszutauschen. Gewiß ließe sieh über die Leistungeii der Deutschen Zentralstelle als Melde>telie, die fast täglich lange W.irnungsliMeu verbreitet, als Clearing-house, das ilie Verrechnung der gegenseitigen Ansprüche der Kasse, vornimmt, über die interessanten Streitfragen, die sie beschäftigen; über die Bestrebungen;' die noch nicht in unserem Sinn organisierten süddeutschen Gebiete in unser System einztibcziehen, über deti Verkehr mit dem Auslande, über Schutz gegen Mißbrauch der Fahrkarten, über die eingeführten Verbesserungen der Abfertigung und anderes aus der' Praxis viel. Interessante» mitteilen. . Das mag in emetn späteren Artikel geschehen. Für jetzt sei auf ifie gedruckt vorliegenden Berichte verwiesen. Nur noch einige Ausführungen zum Schluß Die mit einem Schlage geglückte Organisation weist schon wichtige praktische Erfolge auf. Hunderte von Unterstützungsunwürdigen, darunter eine überraschend große Zahl .von Nichtjuden, sind den Abfertigungs-

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