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Bericht der Großloge für Deutschland · 1908-12-01 · Nr. 12 - Dezember II · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1908
Issue
Nr. 12 - Dezember II
Date
1908-12-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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liehen (vgl. „Wegweiser" Jahrg. IV Xu. 1). Es sind bereits einige Arbeiten eingegangen und die "Versammlung wird heute die Preisrichter zu ernennen haben. Ebenso soll heute über den .Wegweiser", dessen Erweiterung im vorigen Jahre beschlossen wu^do, beraten werden. Wir werden heute auch die Frage au erörtern haben, die bereits im Geschäftsausschuss berührt wurde, ob der Wegweiser in der jetzigen Form weiter erscheinen solle, oder ob es richtiger wäre, den kritischen Teil von dem belehrenden und unterhaltenden ganz zu trennen. Im Anschluss an den Bericht lindet eine sehr eingehende Debatte über den Wegweiser statt, in der von verschiedenen Seiten betont wird, dass der Inhalt des Wegweisers den Erwartungen der Logenkreise nicht entspreche. Er sollte mehr, als es bisher geschah, den belletristischen Teil pflegen, anregende Artikel von guten Schriftstellern und Schriftstellerinnen bringen, um den Nachwuchs für das Judentum zu erwärmen und zu begeistern. Die blosse kritische Seite, die von Pädagogen gefordert worden sei und in deren Kreisen auch allgemeine Billigung finde, genüge nicht, jedoch solle sie nicht fortbleiben, da sie unter anderem die Aufgabe habe, die jüdischen Eltern vor judenfeindlichen Jugendschriften zu warnen. Schliesslich wird ein Antrag Wolff - Kaufmann angenommen, die Redaktionen zu teilen. Br. Spanier soll den kritischen Teil behalten, das Bureau der Grossloge für den belletristischen und belehrenden sorgen: zwischen beiden Redaktionen soll ein ständiger Gedankenaustausch stattfinden. Ueber den Verlag des!von der Jugendschriften-Kommission herauszugebenden Märchenbuches referiert Br. Kaufmann. Er Jiat Verhandlungen , darüber angeknüpft und günstige Anerbietungen erhalten. Er legt besonders Wert auf eine gute Ausstattung und womöglich auch auf Illustrationen und besteht darauf, dass der Verlag durch energischen, kaufmännischen Vertrieb dem Buche möglichste Verbreitung' gibt und durch Steigerung des, Umsatzes - die Ansetzung eines massigen Preises ermöglicht. Br. Kaufmann wird für seine Bemühung von der Versammlung der Dank votiert: er wird ermächtigt, die Verhandlungen mit den Verlagsbuchhandlungen fortzusetzen und abzuschliessen. Für das noue Preisausschreiben wird beschlossen, fünf P r e i s r i c h t e r zu ernennen, davon hat der Verband der Lehrervereine 2. die .1 iii.end8chriftcn-Kommi«sion 8 Mitglieder zu erwählen. Die Wahl fällt auf die Br. Kaufmann- Stuttgart. Moses-Mannheim und Spanier-Magdeburg. Das Richterkollegiuin. das äuf-Grund der Voten der, Prüfungskommission dafs Preisausschreiben erledigen soll, setzt sich aus den Br. Elbogen. EschelbacJier und Fleischhauer zusammen Schliesslich werden noch einige Gesuche um Subventionen orledigt. -die meisten im ablehnenden Sinne. Eine Demission des Br. Moses- Mannheim, der beruflich zif sehr in Anspruch genommen und auch diesmal im letzten Augenblicke leider an der Sitzung teilzunehmen verhindert < wurde, wird nicht angenommer, weil dieser Bruder, wie allseits anerkannt wird, grosses Interesse für unsere Bestrebungen besitzt und an den schriftlichen Arbeiten regen Anteil nimmt. Mit Dankesworten an die Versammlung schliesst der Vorsitzende die Sitzung um 1 2'2 Uhr nachmittags. -• * Aus Amerika. - II. * : :. l} % Die neueste Nummer der „B näi B'rith News" verzeichnet eine Anzahl von Pressstimmen und Zuschriften aus dem Kreide der amerikanischen Brüder, die sich über diese neue, den Interessen des Ordens dienende Zeitschrift anerkennend äussern. Die Mackabi-Loge Mit New--York z. B. schreibt: Wir halten es für durchaus notwendig, alle unsere Brüder für die Tätigkeit unseres Ordens zu interessieren und erblicl<Ai gerade in den B nai B rith News ein. geeignetes Mittel hierzu. * Welches ist nun diese; Tätigkeit: In Europa ist es das Auswanderung*-, in Amerika das Kinwunderungsproblenf. dem die Sorge aller ernstdenkenden Israeliten gilt. In .den letzten fünf Jahren, sind:, durchschnittlich I< m >c>« x» Juden jährlich in Amerika Jfeingewandert. weder ihren Glaubensgenossen noch der ameri Ivanischen Regierung unerwünscht, denn sie sind nüchtern. sittenrein, fleissig* . verständig, anhänglich an die Familie, den .Herd und den Altar und im Besitze einer bewundernswerten Anpassungsfähigkeit. Für ihre Strebsamkeit zeugt -r- 17» —

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