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Bericht der Großloge für Deutschland · 1908-12-01 · Nr. 12 - Dezember II · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1908
Issue
Nr. 12 - Dezember II
Date
1908-12-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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falls die Gemeindemitglieder genügend Fühlung miteinander haben, um eventuelle an einzelne herantretende Gesuche um Arbeit zu befriedigen, und sich -- falls notwendig — .an benachbarte Logenarbeitsnachweise oder Komitees wenden können. Das zunächst durchzuführen mus>- die erste Aufgabe der Grossloge in dieser Frage sein: Nachdem sich dann die Verhältnisse in dem eberrgezeichneten Kähmen festgefügt haben, kann man an-'einen Verband der Logenarbeitsnachweise denken -Für-jeden deutschen Landesteil. (Königreich. Provinz etc. müsste der Arbeitsnachweis .der grössten und an Juden reichsten Logenstadt zur Zentralstelle für den betr. Landesteil gemacht werden im Sinne der anhängenden Tabelle II. A:> diese Zentrale hätten sich die Logenarbeitsnachweise. Komitees o(|cr Einzelpersonell des betr. Landesteiles zu wenden V falls es ihnen nicht gelingt. Petenten an Ort- und Stelle unterzubringen. Diese Zentralen müssten wiederum in enge rem Konnex Verband; miteinander.stehen, um Angebot und,"" Nachfrage in de.n verschiedenen Landeste il^n zu regeln, um siclir mit K.it und Tat zu unterstützen : ein Zusammentreffen der Vertreter dieser-Zentralen müsstedaiTn herbeigeführt werden, um die Nonnen für eine gegenseitige Verständigung festzustellen und ein zweckmässiges Zusammenarbeiten zu ermöglichen Aufgrund einer so gearteten Organisation würde die Selbständigkeit der einzelnen Arbeitsnachweise; res]>. Komitees, völlig gewahrt werden und andererseits der Zusammenhang mit den gletchgearteten Hinrichtungen anderer I.ogenst.dte zum Nutzen der Stellungslosen erhalten bleiben. Kerner rtiüsste das Arbeitsfeld der zu schaffenden Arbeitsnachweise und £omitces auf kaufmännisches' und' gewerbliches männliches iuk] weibliches Personal in der Art beschränkt bleiben, dass die Verfhittelung*>von jüdischen Kochinnen. Dienstmädchen u. dcrgl. dem jüdischen Frauen bund überlassen bleibt, der für diese Kategorien überall, wo er sich festgesetzt hat. bereits entsprechende Steilem ermittelungen, verbunden mit einer gewissen Fürsorge lür die Petenten, anzugliedern bemüht ist. Ks müssen also au~ Zweckmässigkeitsgründen die Tätigkeiten scharf getrennt werden. - damit nicht etw a nebeneinander eine Konkurrenz auf diesem Gebiete,entsteht. In-der weiteren Zukunft wäre den grossen Arbeitsnachweisen eine Schreibstube anzugliedern, — 1 diljrch die sich Kaufleute und Gewerbetreibende zi r ziejt der Stellungslosigkeit durch schriftliche Arbeiten. Adressenschreiben ü. dergl. ihren Lebensunterhalt verdienen können. . Nun zum Schluss: Ks ist möglich, dass ein Programm, wie eb'en Jentwickelt, je nach den ort liehen Verhältnissen Abweichungen und Ver Schiebungen in Kinzelhejten erleiden wird. Ks ist auch nicht ausgeschlossen.dass jn vereinzelten FIlten eine oder die andere Loge die Kinrichtung eines Arbeitsnachweises oder Komitees an ihrem Vte nicht für notwendig erachtet, da das Bedürfnis hierfür anscheinend nicht zu \ age getieten ist. Ausnahmen, meine ich, sind natürli;h immerhin möglich; man darf allerdings nicht vergessen, dass sich die Notwendigkeit tür eine solche Arbeitsnachweisstätte bisweilen erst nach Hinrichtung derselben durch die Inanspruchnahme offenbart und dadurch eine finanzielle Entlastung der Armen Verwaltung, sowie der einzelnen Gememdemitglieder In die Erscheinung tritt. Ich beantrage ergebenst: Der Geschäftsausschuss möge beschliessen: gj| \ f / . '■' . Der Geschäftsausschuss erachtet es im Inter essezahlloser < ilaubensgeiiossen für notwendig, in den Logenstädten Arbeitsnachweise, resp. Arbeitsn.ichweiskomitees einzurichten, die später zu zentralisieren und in einem Verbände zu vereinigen sind '. Der Geschäftsausschuss, genehmigt den vor-' liegenden < »rganißationsplan. Der Geschäftsausschuss wird ersucht, den Logen in geeigneter Form hiervon Kenntnis zu geben und die Durchführung dieser Be-' Schlüsse in die Hand zu nehmen. Dies sind die Vorschläge des Br. Dr. Gins berg, die unsere Brüder sicherlich mit derselben Begeisterung aufnehmen werden, wie es im Ausschuss geschah Allein mit der Erwärmung für eine Idee ist noch nicht viel erreicht, wenn dieselbe nicht' auch verwirklicht wird. So mögen denn unsere Brüder an die Tat, an die Ausführung dieses Planes bald schreiten und überall Anhänger und Mitarbeiter "für dieses Projekt werben. .Es ist ein überaus ergiebiges und dankbares Arbeitsfeld für unsere Logen. Auch werden wir für diese Bestrebungen überall Wohl- , wollen und Verständnis linden. Die Gemeinden, «8 -

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