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Bericht der Großloge für Deutschland · 1908-01-01 · Nr. 11 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1908
Issue
Nr. 11 - Dezember
Article
Beilage zu Nr. 11
Date
1908-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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wird mehr ein geschraubtes Wesen bei ihnen reiche- Quelle von Glücksgefühl sein. Wehn es s kann ich nicht linden. Gewiss ist leicht,, sich solche Eigenschaften an- Aber soll darum es unversucht lohe Anforderungen bei uns jeinzurollen wir uns das Armutszeugnis dass wir keine Einwirkung auf unsere nk< ii und zu handeln. Die gewöhn- Umganges reichen, für Platz grei en. Leicht beieinander wohnen die Gedanken doch hart im Räume stossen sich die Sachen . A D3 es nicht zueignen bleiben, führen? ausstellen Brüder auszuüben vermögen? Man muss doch Üen Brüdern durch Lehre und Beispiel zeigen, was sie unter Brüderlichkeit zu verstehen haben, ifnen die Richtung zeigen, in welcher sieh das brüderliche Verhalten bewegen, wie -ieh der Verkehr untereinander ausbilden soll . # . 7 jVJit der j'.eit werden sie sich daran gewöhnen ><>" zu di ttcbf'n Fi fliesen hochgearteten Verkehr nicht aus. essoll iine feinere, zarten- Art der Brüderlichkeit geübt werden, wie der Orden sie von ideal- StixHbcmk n Menschen erwarten darf. Auf dieser Basis ba int sich eine Freundschaft . zwischen den Brüt ern an, getragen von gegenseitigen] V rständ iisj Achtung 'und Freundlichkeit. Das l-iiben is[ komplizierter, schwerer geworden, höht'i die Gesellschaft sich fühlt, desto mphndli :her ist der Einzelne. Unfreundlichkeit stös >t äb, rücksichtsvolles Benehmen erzeugt taktvoll' Gegenäusserung. Es kann nicht I der 'dei Freund aller sein« das ist der menschlich! n N; tur zuwider, aber die Brüderlichkeit in diesen Sinne aufgefasst und geübt, ist die Brücke . u einer Freundschaft von einander sympatis<hen Brüdern. Ich habe solche Freundschaft in nichei» Masse gefunden, bin stolz ml mein IclM-nden, Ober 3as Grab hinaus dankbar den tuten Freunden. Glauben Sic , Sie untetsdiätzen unsere Brüder, sie, sind ingi eh für diese Ideen, und wenn sie auch dann und, wann ungeschickt sind, so lassen sie sich Lieht belehren. Da soll die Arbeit an <lent neu aufgenommenen Bruder einsetzen Dies Ailkl eung hat der Bruder von seinen Mitbrüden zu erwarten. Durch diese Belehrung mi » der Brudei gehen, um für die anderen grossen, hohen Aufgaben vorbereitet zu werden- Wird dem Bruder eine solche Behandlung zuteil, wird er gern die Loge aufsuchen, ^Verden die Logenabende für ihn eine 26 in einer Loge nicht so bestellt ist, so liegt es niejt an der Mission und dem Ideengehalt des Oriens, sondern an dem Mangel an Verständnis fürj die Brüderlichkeit. B. Einverstanden. Wenn wir das erreichen, was Sie wünschen, und ich will auch das Meinige dazu tan, dann werden wir es erreichen, dass alle Brüder im Orden gleich sind. A. So soll es auch sein. Lassen Sie mich 4as näher ausführen. Wenn ich von Gleichheit der Brüder im Orden spreche, so soll damij nicht gesagt sein, dass alle Unterschiede geistiger, ästhetischer Beziehung verwischt werden sollen. Diese üjjfcrscliiede machen sich allenthalben geltend. | Die Gleichheit soll keine Gleichmacherei bedeuten, vielmehr soll im Orden ein Ausgleich aller vorhandenen Verschiedenheiten im Berufe, Bildung. Charakter und Temperament durch versöhnliche, friedliche Verständigung herbeigeführt weiden. Gleiches Stieben nach Vervollkommnung, Idealität und Humanität soll alle Brüder beseelen. \Dazu sind alle Brüder gleich verpflichtetiTnn berechtigt. Bei uns ist für Alle gleicher Boden, aul dem sich alle Brüder in gleicher Weise bemühen sollen, menschlich, duldsam, einträchtig zu'leben, alle Menschen in gleicher Bruderliebe zu umfassen. Die brüderliche Begrüssung, das brüderliche Einvernehmen ist die erste Stufe zu| harmonischen Ausbildung. Bei uns soll der Bruder sich aus allem Lärm des Tages und der Welt zurückziehen in das stille Heiligtum des Gemüts, um alles Erlebte zu läutern und zu idealisieren, aus dem trüben Wirrsal des Alltags in eine reine, hohe Sphäre sich zu erheben, mit dem Gefühl tiefer Beruhigung sieh mi irisch erworbenem Lebensmut zu erfüllen. Wir sollen heraus aus der Vereinzelung und der Gleichgültigkeit gegeneinander. B. Welche Folgen versprechen Sie sich von der Brüderlichkeit? Das ist doch nur eine Seite der Ordensaufgaben. A. Hören Sie geduldig zu. Die Briiderlichke t ist die erste Stufe, die Vorbedingung zu dei anderen erziehlichen Aufgaben, die der Brüder warten. Unser Orden wirkt in stiller Arbeit auf die Veredlung der Menschen hin, er durchdringt den Lebensinhalt mit idealen Grundsätzen und reinen Sitten. Unser Kultus, unsere Ideengänge dienen dem Edelsinn, a" ) ■ s

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