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Bericht der Großloge für Deutschland · 1908-12-01 · Nr. 11 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1908
Issue
Nr. 11 - Dezember
Date
1908-12-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Herr Ingenieur Gabriel, Lehrer an den technischen Lehranstalten in Orlenbach. Gern möchten wir aiich Geographie, Naturgeschichte und weitere Elementarfächer für die Fortgeschritteneren aufnehmen, es fehlen hierzu jedoch noch die Mittel. Für die Zeit vom f. Oktober lyoS bis [. April 190*) haben wir einen Voranschlag aufgestellt, der folgende Erfordernisse aufweist: Miete . . . . . M. 450.— Verwalter *) . . . . : . ,-, 450.— Monatsfrau 1 ...... ,, [08. Zeitungen......„ 251». Heizung und Beleuchtung ,. 3<»>. Unterricht......... 3S4. - technisches Zeichnen .. 144. Zeichenutensilien (für 15 Leute a (S M.) ... . 1, - diverses ....... 100 ■ Zusammen M. 22j(>. - Das Mobiliar in dem Fortbildungshcim ist zur Zeit noch geliehen; wir hoffen aber recht bald genügend Zuwendungen zu bekommen, um das nötige Mobiliar ankaufen zu können. Die Verwaltung des-Fortbildungsheims erfolgt unter dem Vorsitz des Herrn Rabbiner Dr. Goldschmidt durch eine Kommission von 7 Mitgliedern. Dieser Kommission gehören von den Oftenbacher Brüdern an: ' die Herren Lehrer Emil Gabriel als Schriftführer, Bankier Wilhelm Merzbach als Rechner, Rechtsanwalt Dr. Guggenheim, Fabrikant Ludwig Rothschild; von den f rankfurter Brüdern Herr Julius Landsberg. Die Gründung ' unseres Fortbildungsheims ist also eigentlich ein von der Frankfurt-Loge ausgehendes Unternehmen, zumal deren derzeitiger Präsident den Verfasser dieses schon vor zwei Jahren auf die Notwendigkeit der Begründung einer solcher Institution hingewiesen hat Sache der Logen ist es, unser Fortbildungsheim, welches die moralische und intellektuelle Hebung unserer armen, in jammervoller, gesellschaftlich-moralischer Notlage befindlichen ausländischen Glaubensgenossen bezweckt, aufs tatkräftigste zu fördern, um die Existenz unseres Kulturwerkes aufrecht zu erhaltest •) Wir haben als Verwalter einen russischen Studenten gewonnen, der »ich mit Liehe der Sache annimmt, den Leuten Kragen beantwortet und vor allen Dingen den Jargon vewteSt m Mögen diese bescheidenen Mitteilungen diesen Zweqk erfüllen. Zuwendungen nehmen unser Rechner Br. Wilhelm Merzbach,' sowie die vorgerannten Brüder in Offenbach gern entgegen. Bemerkung des Red.-Komitees. Mit der Frage, wie fördern wir die bei uns ansässigen osteuropäischen Juden, hat sich unser Monatsbericht vom September iy<>^ No. 7 S. 8$ in einem Artikel eingehend beschäftigt, der unter anderem auch die Einrichtun» yöä Fortbildungskursen empfohlen hat. Bei dieser Gelegenheit wollen wir noch, insbesondere die Berliner Logen darauf aufmerksam machen, dass in Berlin seit einigen Dezennien ein Verein existiert, der ähnliche Tendenzen verfolgt. Es ist dies der Verein „Amicitia", der in dem für unser Vaterland hochbedeutsamen Jahre 1S71. entstanden ist. Dieser Verein, gegründet am lS. Oktober 1K70 hat nach seinen Satzungen den Zweck: a) jüdischen jungen Leuten —» namentlich solche aus Russland — und besonders-Handwerkern und Gewerbetreibenden, denen die nötige Schulbildung*fehlt, Unterricht und Belehrung zu verschaffen;;'M . .,- b) ihnen alle mögliche Förderung zur Erreichung eines geregelten Erwerbes, besonders durch Unterbringung bei Lehrherron, angedeihen zu lassen. Trotz dieser edlen, echt , sozialen Aufgabe, die der 'Verein anstrebt, hat er bis jetzt die verdiente Förderung von seiten unserer. Glaubensgenossen nicht erhaltet. Der Verein konnte sicherlich den Kreis seiner Wirksamkeit erweitern und eine verstärkte Tätigkeitentfalten, wenn die Berliner Lcigen sich seiner annehmen würden. Näheres über die Ziele und Aufgaben dieses Vereins dürfte sicherlich Br. Rabb. Dr. Eschelbacher, der dem Vorstande mit angehört, geben. Galizischer Juden Not- Und Abwehr. v. Br. Dr. Heinrich Nicolaus Landau, dem derz. Präs. des Hilfsvereins für galiz. Juden in Kolomea. (Schluss). * -v 1 Viel sympatischer ist uns die Arbeit des Berliner Hilfsvereins, welcher mit aller Kraft Kinderasyle und Fröbelschulen gründet und unterstützt. Es ist dies nämlich das radikalste Mittel zur . Reform unserer Uhederschulen. Prinzipiell habe

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