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Bericht der Großloge für Deutschland · 1908-09-01 · Nr. 8 - September · p. [Seite]

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1908
Issue
Nr. 8 - September
Date
1908-09-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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tunken unserer Glaubensbrüdrr sich zu einem Munde zusammenschlicssen. zur gemeinsamen, sozialen Arbeit, zur Verw irklichung unserer Ideale! Möge das neue Jahr ein Jahr des Segens und der Fülle für unsere Brüder und ihre Familien sein; mögen in ihm reichlich messen die < Miellen des F.rwerbs und der Ernährung, damitunsere Brüder der drückenden Sorge um die irdischen Güter enthoben, mit um so grösserem Eifer sich den höheren Gütern des Lebens widmen können. Möge < unsere Logenarbeit reich gesegnet sein und der ganzen Menschheit zum Segen werden!' Die neuen Monatsberichte. Die Monatsberichte erscheinen in neuem Ge wände. Seit Jahren wurde eine Reform' der Monatsberichte gewünscht, seit Jahren erschallte immer lauter und eindringlicher der Mahnruf nach einer gründlichen äusseren und inneren Umgestaltung unseres I.ogenorgans. Diegegebenen Anregungen waren so verschieden, zum Teil so widersprechender Art, dass es unmöglich schien, sie in bestimmte, einheitliche Grundsätze einzureihen. Darum zogen sich die Verhandlungen geraume Zeit hin. Endlich ist nach den Debatten in der Grosslogen - Sitzung und durch die Beschlüsse des Gen.-Kom. ein Abschluss gekommen. Die Richtung, in welcher sich das Lqgenorgaii bewegen soll, die Grundsätze für die Aufnahme von Aufsätzen und Merichten sind festgesetzt worden. Wir treten in eine neue l'hase ein. Das Red.-Kom, ist sich bewusst, dass es einer neuen Zeit mit neuen Anschauungen gegenübersteht, ist sich auch bewusst, dass es die Pflicht und die Aufgabe hat, die Anforderungen und Wünsche der Zeit zu erfüllen. Das Reil.-Rom. geht mit allem Ernst und grosser Liebe an die Erfüllung ' der ihm gestellten erweiterten Aufgaben heran. Indessen kann das Red -Korn, für unser zeitschriftliches Organ nur einen äusseren Rahmen hinstellen, anregen, anfeuern, aufmerksam machen, aber mit Leben, mit Inhalt müssen die Monatsberichte erfüllt werden von den Beteiligten, den Logen, Verfassern und Lesern. Das Red.-Kom. kann aus eigener Kraft nicht alles schaffen, was von allen Seiten verlangt wird, es kann nur all das verwerten, was die.Logen an erziehlicher und sozialer Arbeit, was die Mrüder an geistigen Produkten liefern. Die geistige Regsamkeit, die ideale Auffassung der Ordcnszicle spiegeln sich in dem Nietlerschlag der Monatsberichte ab:' Soll das Logenorgan jene hohe geistige Stufe erreichen, die den Brüdern \orschwebt. so können und dürfen die Mrüder es nicht bei den Worten bewenden, lassen, sie müssen mitarbeiten. Keine anilere Gesellschaft in unserer Glaubensgemeinschaft zählt verhältnismässig soviel kenntnisreiche, geistvolle, Wissenschaftliche Männer zu Mitgliedern, wie unser Orden, aber die Ausbeute für unser Logenorgan entspricht nicht den Ansprüchen, die der Orden an sie zu stellen berechtigt ist. J Unser Organ'soll ein Sprechsaalfür . alle Mrüder sein, alle Anschauungen und Meinungen .können in.ihm-vertreten werden. Dic/Frciheit der Meinungsäusserung muss«las unantastbare Palladium im Kampfe der Gegenwart sein. Verbinden wir uns doch nicht die Augen,- UebcraJI gährt es in den Tiefen der jüdischen Volksseele, neue -Ideen, neue Probleme bewegen die Menschheit. In Familien und Versammlungen wird von den höchsten Gütern der Menschheit geredet, überall wird um sie gekämpft, und wir sollten in beschaulicher Weise zusehen, jeder Frage ängstlich ausweichen? Wir erwarten von dem freien Meinungsaustausch, dass er uns zu einer Selbständigkeit im Urteilen führen, uns zu eigenwüchsigem Denken erziehen soll. Aber selbst die freieste Diskussion hat ihre Grenzen, sie sind gezogen durch unsere Ordensgrundsätze und die Brüderlichkeit.- Das Red.- Kom. wird die eingesandten Arbeiten,' wie es bisher geschehen ist, unparteiisch, in liberalster Weise" prüfen und das Wohl des Ordens bedenken. Es ist Raum für jeden, seine Ansicht auszusprechen, und niemand sollte sich zurückhalten, *für unsere Zeitschrift zu arbeiten. Niemand' soll sich zu gering achten an dem Glauben,,, er könnt dem (>rden nichts nützen, auch sich, lischt zuhoch einschätzen.-dass er meine, seine .Arbeiten fänden in unserem Logenorgan nicht den geeigneten Leserkreis. — Unser < 'rgan soll; nicht nur berichten, was in'den Logen und den .übergeordneten Behörden gedacht, 'besprochen und geleistet wird, es soll auch belehrend wirken. erziehlich beeinflussen l'nser <'rgan ist mit'in erster Reihe berufen, ein mächtiger, bedeutender Faktor für die geistige, ethisclm und .soziale Hebung jedes einzelnen Bruders und der Gesamtheit zu werden. Wir werden nicht bloss nach dem Wirkeji in der breiten Oeffentlichkeit beurteilt, solidem ■ noch

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