Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1908
- Issue
- Nr. 8 - September
- Date
- 1908-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
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Joachim in Berührung kam. so «law ich Ihnen < 1 io nerzhrhe Teilnahme aller auswärtigen Logen tjussprechen darf. - ■ 1 ~ 1 i Sein ist «las Ausruhen, fem ist der Friede! ['nscr aber ist die Arleit. unser der Kainpf.-die Arl>eit zur Erreichung unserer Ordensideale, der Kampf um die Dun hset «iiiij; unserer Prinzipien! Möge es dem (»rden bei dieser Arbeit Und lj>ei diesem Kampfe nie an Männern, dem Br. Joachim gleich, .feilten! Mierauf richtete der Vizepräsident der Deuf'- iehen "Keii hsloge Br. Rabbiner Dr. Galliner folgende? Dankesworte an die Erschienenen: Hochgeehrte Trauer Versammlung! Bevor Sie diesen Tempel vei lassen, soll ich für die Brüder der Deutschen Keiehsh>ge lliiien Allen herzlich danken für die innige Teilnalmie. der Sie durcli Ihr heutiges Erscheinen Ausdruck gegeben. Sie waren hierher gekommen, um sich noch einmal die liebenswürdige Persönlichkeit unseres teuren Bruders Albert Joachim zu vergegenwärtigen. Und s<> Sie jetzt all das, was Sie gehört haben, an Ihrem (leiste vorüberziehen lassen, dann überkommt Sie mit mir eine Stimmung, die uns an einen weihevollen Moment aus dem alten Kultus erinnert. Wenn der Hohepriester am Versobnungstage die Thoravorlesnng beendet hatte, dann pflegte er sie mit den W orten kn schliessen: „Mehr als ich euch vorgelesen }iabe. steht hier geschrieben." Ja. mehr als. wir fiu sagen vermochten, ist im Lehen unseres teuren (Bruders Albert Joachim enthalten. Mö^e sein Bild «uns schirmend und schützend geleiten zum |Segen unserer geliebten Loge, zum Heile unseres geliebten Ordens! >, I Mit einem innigen Seelengebet si liloss der 'Mentor der Deutschen Keichsloge Br. G. Bach (die stimmungsvolle Feier, durch die die Verlsammelten des herben Verlustes, den der Orden jerlitten hat. sich recht bewusst wurden. Eine gütig»- Vorsehung, so lautet eine Stelle ^in unserem alten Schrifttum, sorgt dafür, das«. Jnoch ehe die Sonne des einen Grossen in Israel untergeht, die Sonne einer anderen Persönlichkeit laufgeht, damit die Generation nicht verwaist 'und ohne Führer bleibe. So möge denn auch am Horizonte unseres geliebten Ordens bald eine" neue Geislessonne heraufziehen, die mit. ihren woldtuenden Strahlen unsere Arbeit befruchte und unsero Saaten zur goldenen Keifo bringe! Unsere Neujahrswünsche. Au der Xcigc des scheidenden Jahres haben wir einen unserer tüchtigsten Führer verloren, und die Jahreswende, die uns zur Rückschau anregt, erinnert uns an all di<? lieben Brüder, die im Laufe des Jahres dahingegangen sind. Tiefe Wehmut ergreift uns und die Wunden, die uns der Tod geschlagen hat. wollen von neuem zu bluten beginnen. | Unser erster Wunsch ist daher an der Schwelle des neuen Jahres: mögen unsere Flogen fortan von solchen Schlagen und Verlusten möglichst verschont bleiben; iQiigc das neue Jahr Leben und nicht Tod bringen! Unsere Reihen haben sich gelichtet: vo-i den rastlosen Pionieren und den ziclbcwuss-ten l ührern. die die Kindheit unseres Ordens auf deutschem Boden sorgsam gehütet und ihn in seiner Entwicklung mit sicherer Hand zum Auf schwung und zur bedeutsamen Hohe geleitet haben, ist einer nach dem anderen uns entrissen worden. In Liebe und. Pietät l.iabeji wir um sie getrauert, aber die Totenklage bringt sie uns nicht wieder, erweckt sie nicht zu neuem Leben. Wollen wir aber weiter leben und wirken, so müssen wir die entstandenen Lücken auszufüllen, die von uns Heimgegangenen nach Möglichkeit zübersetzen suchen. Unser zweiter Wunsch geht daher dahin, dass unsere Logen bemüht sein möchten, für Nachwuchs zu sorgen, dass unsere Brüder eifrig darnach trachten, die Zahl unserer Logentempeln zu ver gröajem, und unsere Scharen durch neue Mitglieder zu verstärken. Denn nur durch grosse materielle und geistige Kräfte sind wir in der Lage unseren hohen Aufgaben gerecht zu werden, den massgebenden Finfluss, den wir uns durch unsere bisherige .Arbeit erworben haben, auch in Zukunft zum Segen' der Gesamtheit zu erhalten. Möge es uns ferner im neuen Jahre gelingen, überall bei unseren Glaubensgenossen Verständnis und Interesse für unsere Bestrebungen zu wecken, den Geist des Friedens und der Versöhnung, der ur unseren Logen waltet, auch in die Gemeinden zu tragen, auf dass alle Schattierungen und Rich- — 108 —